Marianske Radcice

 

Ostern 2012

 

Osterbrief aus Nordböhmen 27. März 2012

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz! Ganz herzlich grüße ich Sie und Euch aus Maria Ratschitz, wo nun langsam aber sicher der Frühling ausbricht. Wir haben den fünften Fastensonntag gefeiert und gehen nun mit großen Schritten der Karwoche und dem Osterfest entgegen. Im Evangelium vom letzten Sonntag (Lesejahr B) sind wir mit dem Wunsch frommer Griechen konfrontiert worden, die an Philippus herangetreten sind und Jesus sehen wollten. Dieser Wunsch aber scheint auf den ersten Blick gar nicht so leicht zu erfüllen zu sein. Philippus wendet sich nämlich zunächst an Andreas und beide dann an Jesus, um diesem die Bitte vorzutragen. Jesus zeigt sich aber auch nicht sofort, sondern fügt seine Verherrlichung durch den Vater an, die er dann im weiteren Verlauf im Bild des Weizenkornes erklärt und ausweitet. Es scheint also zunächst einmal nicht leicht zu sein, diesen Jesus zu sehen, mit ihm in Kontakt zu treten. Zumal wir ja auch gar nicht wissen, wie spirituell der Wunsch der gottesfürchtigen Griechen gelagert ist. Es scheint zunächst einmal nur eine kurze Kontaktaufnahme zu sein. Das erinnert mich, auch wenn das für einige abwegig oder unbekannt ist, an die Kontakte bei Facebook. Auch hier kann man mit vielen Menschen in Kontakt sein. Ganz unverbindlich, versteht sich. Man kann die Kontakte dank intelligenter Listen natürlich spezifizieren, so entstehen Freundes-, Bekannten- und Verwandtenlisten. Kein wichtiges Ereignis kann von nun an vergessen werden; Geburtstage und Veranstaltungen werden sofort nach Betreten von Facebook angezeigt. Nun braucht der User nur noch zu reagieren, indem er beispielsweise zum Geburtstag gratuliert oder sich durch einen Kommentar an irgendeinem gepostetem Gedanken beteiligt. Damit ist die Schuldigkeit getan. Wir sind im Kontakt, heißt es so und gut ist es. Wir wollen Jesus sehen, lautet der Wunsch der frommen Griechen. Aber anstatt so beiläufig zu sehen, bekommen sie es mit Jesu Tiefenverweis zu tun. Der Menschensohn wird verherrlicht werden. Wer jetzt eine Armee von Engeln vermutet, ist falsch gewickelt. Jesus wird dadurch verherrlicht, dass er sich wie ein Weizenkorn in die Erde des Todes legen lässt. Nun bringt er reiche Frucht, die nun auch den Heiden wie vorher den Juden zugesprochen ist. Es geht also nicht nur um einen frommen Wunsch, es geht nicht um die schnelle Erfüllung dieses Wunsches, es kann letztlich nur um die Verherrlichung des Menschensohnes durch den Tod hindurch in das ewige Leben gehen, in das wir als Jesu Schwestern und Brüder mit hineingenommen sind. Nehmen wir einmal an, uns fragt jemand, wie er/sie zu Jesus hinfinden und ihn sehen könne. Was würden wir antworten? Kardinal Léon Joseph Suenens, einer der wegweisenden Teilnehmer des 2. Vatikanischen Konzils, hat die Antwort so gegeben: „Wir müssten Jesus durch uns hindurch scheinen lassen wie ein Kirchenfenster die Sonne." Und er hat dann von Mahatma Gandhi gesprochen, der, als er im Evangelium gelesen hatte, beinahe Christ geworden wäre. Aber er habe zu wenig überzeugende Christen gefunden. Eine Frage an uns, an mich: Wie kann Jesus durch mich, so wie ich als Christ lebe, erfahrbar werden für andere Menschen?

Es ist die Frage, mit der wir hier in Nordböhmen ebenfalls konfrontiert werden. Natürlich fällt hier rein äußerlich unsere immer weiter voranschreitende Renovierung der Pfarrhausfassade auf. Selbstverständlich nehmen das viele Bewohner und Besucher wahr. Sie strahlt schon sehr viel der ehemaligen Herrlichkeit aus. Klar freuen sich viele Menschen mit mir, dass unser Haus nun wieder erstrahlt und zu einem wirklichen Blickfang wird. Doch ist und bleibt das alles nur Beiwerk. Wir sind hier angetreten mit dem Wunsch, vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, zu spüren, dass Gott da ist. Unser Haus soll eine Begegnungsstätte

werden, um dem lebendigen Gott auf die Spur zu kommen. In den Wallfahrten, in unseren Gottesdiensten, in den Katecheseeinheiten, in kurzen oder längeren Begegnungen hier in Ratschitz ist vieles schon aufgeleuchtet. Für die Zukunft aber wünsche ich mir, dass wir hier für Suchende die Möglichkeit bereit halten, Christus durchscheinen zu lassen. Ich weiß, dass es noch ein langer Weg ist. Aber es ist ein Weg, den wir nicht alleine gehen. Deshalb danke ich an dieser Stelle allen, die unseren Weg durch Gebet und Gaben mitgetragen haben und mitgegangen sind. Gleichzeitig bitte ich Sie und Euch weiter um tatkräftige Unterstützung; ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg. Ganz besonders möchte ich allen kleinen und großen Spendern von Herzen für ihre Gaben danken. Ich danke namentlich dem Freundeskreis des Klosters Osek, der sich auch an unserem Projekt beteiligt hat. Ich danke dem Hilfswerk „Renovabis" für seine jahrelange Unterstützung, aber auch für das entgegengebrachte Vertrauen.

Wir haben auch in diesem Jahr wieder viel vor. Die Restaurierung der Fassade ist sicherlich das nach außen hin Sichtbarste. Aber eben auch den Aufbau und die Intensivierung der Gemeinde und Wallfahrtsarbeit wollen wir voranbringen. Wir freuen uns auf die Erstkommunion von unserem Jiri Gabriel im Mai. Auch möchte ich mein 15. Weihejubiläum gerne wieder etwas größer mit Menschen feiern, die unseren Weg hier in Nordböhmen begleitet haben.

Am Ende des Evangeliums vom 5. Fastensonntag sagt Jesus: "Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen."Der Evangelist fügt hinzu: Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde. "Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen."Dies war die Antwort an jene Griechen, die Jesus sehen wollten. Es ist die Antwort auch an uns und alle Gott suchenden Menschen, denen wir wünschen, dass sie einmal Jesus begegnen werden. So wünsche ich uns allen eine gute Karwoche und ein gnadenreiches Osterfest, an dem wir unsere Teilhabe am ewigen Leben spürbar feiern können.

Ganz herzlich grüße ich Sie und Euch und verbleibe mit dem Wunsch auf ein Wiedersehen Ihr und Euer

Philipp Irmer Pfarradministrator

 

 

Neue Fotos......

    

 

Mitgliederversammlung 2011

 

Liebe Mitglieder und Förderer unseres e.V.,

der Vorstand hat den Termin für unsere diesjährige Mitgliederversammlung festgelegt auf Montag, den 2. Mai 2011, um 19 Uhr  im Jugendheim St. Antonius, Mühlenmathe 19c in Gronau. Philipp Irmer hat sein Erscheinen zugesagt.

 

Tagesordnung

1.      Begrüßung

2.      Bericht von Philipp Irmer und Bilder aus Maria Ratschitz

3.      Geschäftsbericht

4.      Kassenbericht

5.      Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

6.      Wahl des Vorstandes

7.      Wahl eines 2. Kassenprüfers für 2012

8.      Grillabend im Sommer (evtl. am 09. Juli 2011)

9.      Verschiedenes

Zu unserer Mitgliederversammlung lädt der Vorstand alle Mitglieder und auch unsere Freunde und Förderer ganz herzlich ein.

Wir weisen auch noch einmal hin auf die Fahrt nach Maria Ratschitz vom 10.-14. Mai 2011 mit Besuch von Pirna und des Elbsandsteingebirges. Quartier ist wieder der Lugsteinhof in Altenberg-Zinnwald. Der Preis beträgt für die Fahrt mit Halbpension 295,00 € im DZ –

EZ-Zuschlag 32,00 €. Anmeldungen nimmt das Pfarrbüro St. Antonius in Gronau  entgegen (Tel.: 02562/3871).

So hoffe ich auf einen guten Besuch unseres Treffens im Mai und grüße Sie und Euch im Namen des Vorstandes mit den besten Segenswünschen zum Osterfest,

Ihr und Euer

                         Norbert Gellenbeck

                               Vorsitzender

 

 

Brief aus Maria Ratschitz                                            30. März 2011

 

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz!                                                                                              

Ganz herzlich grüße ich Sie und Euch heute nach dem dritten Fastensonntag.  An ihm begegnet uns im Evangelium die Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4,5-42). Vielmehr wir werden Zeugen einer Begegnung Jesu mit einer samaritischen Frau. Der Evangelist Johannes komponiert in dieser Begegnung eine fundamentale Nachhaltigkeit, die aus der Begegnung mit Jesus, dem Christus, eigentlich ganz automatisch erwächst. Es ist ein zugegebenermaßen sehr langes Evangelium, das wahrscheinlich in seiner ganzen Länge so kaum in der sonntäglichen Liturgie vorkommt. Nichts desto trotz lohnt es sich - gerade in der Fastenzeit - dieses Evangelium zu betrachten. Mir ist bei der Betrachtung und während der Predigt in meinen Gemeinden die Stelle um den Durst aufgefallen. Mir ist aufgefallen, wie pragmatisch die Frau mit diesem Thema umgeht und wie tiefgründig dieses Thema durch Jesus von Johannes weiterentwickelt wird. Bleiben wir als Menschen auf der rein pragmatischen Ebene, fällt auf, dass man noch so viel trinken kann, der Durst bleibt bestehen. Ja er wird sogar noch größer, wenn hier die Erfahrung von manch durchzechter Nacht angeführt werden darf. Durst ist schlimmer als Heimweh, sagt man. Außer in Tschechien, versteht sich. Als ich meine Leute hier fragte: Durst ist schlimmer als, ….bekam ich einhellig die Antwort: Hunger. Nun ja, damit bleibt der Durst aber immer noch das drängendste Bedürfnis. Die Frau scheint nun den Braten zu riechen, auf den ersten Blick versteht sich. Denn nach der Verheißung Jesu, sie werde nie wieder Durst haben, wenn sie von dem Wasser, das er gibt, getrunken hätte, will sie dieses Wasser natürlich haben, um nie wieder zum Brunnen kommen zu müssen und mühsam Wasser zu schöpfen. Im weiteren Verlauf der Unterhaltung entfaltet Johannes dann seine gesamte Theologie, die letztlich in der Glaubensannahme vieler Samariter mündet. Jesus verheißt das lebendige Wasser, er lädt ein, dieses zu trinken. Jesus betont die Bedeutung des Wassers und setzt das Wasser mit dem Glauben gleich. Darin besteht die Pointe unseres Evangeliums und dadurch verliert es nie an Brisanz und Aktualität. Wasser, reines Wasser ist für uns Menschen lebensnotwendig. Das wissen wir nicht erst nach Katastrophen, wie sie in der Welt immer wieder auftreten. Bei einer Umfrage wurden die Teilnehmer gefragt, welches Getränk sie während eines Jahres ausschließlich trinken wollten. Die einhellige Meinung war: Wasser. Jesus hebt die Bedeutung des wahren Glaubens auf den Stellenwert des Wassers. So wie der Mensch Wasser zum Leben benötigt, so braucht er lebensnotwenig auch einen zielgerichteten Glauben. Blicken wir aber in unserer Gesellschaft um uns, stellen wir fest, dass gerade der eigene Glaube - im Bild des reinen klaren Wassers gesprochen - auf der Strecke geblieben ist. So wie man immer wieder Durch nach Wasser hat, so hat man auch immer wieder Durst nach Glauben, nach einem sinnerfüllten Leben. Jesus sagt es uns ganz deutlich, wer den Glauben an ihn hat, wird keinen Durst mehr haben, wird nicht mehr das Bedürfnis haben, nach etwas anderem zu verlangen als nach Jesu Wort und Sakrament. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und glaube, dass jeder, der es mit diesem Jesus zu tun bekommen hat, gar nicht mehr anders kann, als aus Jesu Wort, durch dessen lebendiges Wasser sein Christsein her zu leben. Natürlich wird man dann nicht ständig über das Wunderbare, Einzig-artige, Befreiende, Heilende und Helfende dieses Glaubens philosophieren, genauso wenig wie man während des Trinkens von Wasser ständig über die Qualität und Reinheit nachdenkt. Man trinkt es schließlich wie selbstverständlich. Man glaubt vielleicht wie selbstverständlich. Gerade deshalb ist es gut, in der Fastenzeit einen Gang oder zwei Gänge runter zu schalten. Es ist von Zeit zu Zeit gut, sich der Selbstverständlichkeiten neu bewusst zu werden.

So möchte auch ich in diesem Brief neben den geäußerten Gedanken über die Bedeutung von Wasser und Glauben einen Gang zurückschalten und die Gedanken zurückgehen lassen. Es liegt wieder eine gewaltige Wegstrecke seit meinem letzten Brief hinter uns. In der Winterzeit ruhen naturgemäß viele Arbeiten und doch kann ich von einigen Fortschritten berichten. Durch die groß-zügige Hilfe vom Hilfswerk „Renovabis“ konnten wir zum Beispiel eine Biomittelheizanlage an die bestehende Anlage anschließen. Somit können wir unser Haus nun effizient beheizen und damit auch die Türen für Gäste im Winter öffnen. Im Erdgeschoss haben wir nun ein Zweibettzimmer herrichten können, das über eine Behinderten gerechte sanitäre Anlage verfügt. Jetzt müssen wir es nur noch einrichten, dann kann es genutzt werden. Während der letzten zwei Jahre haben Beata und Rüdiger von Hanxleden mit einem Förderantrag zum sogenannten Ziel 3 Projekt bei der EU gekämpft, um so unter anderem einen Teil der Außenfassade renovieren zu können. Vor zwei Wochen kam dazu die Bewilligung. Darüber bin ich natürlich unendlich froh und dankbar, auch wenn es nun erst richtig mit der korrekten Einhaltung der Richtlinien loszugehen scheint. Hier braucht man wirklich einen langen Atem und echte Ausdauer. Aber ich bin zuversichtlich, dass alles klappen wird.

Auch in unserer Pastoral ist so einiges in Bewegung. So haben wir für das laufende Jahr schon eine Anmeldung für eine Hochzeit; eine Kinderkommunion werden wir auch feiern können und eine Taufbewerberin steht auch schon in den Startlöchern. Auch unsere Gottesdienstgemeinde wächst langsam, aber stetig und das empfinde ich als sehr ermutigend. In diesem Jahr werden neben den Monatswallfahrten einige andere Wallfahrten stattfinden, worüber wir uns ganz besonders freuen. So gehen wir also im Glauben vereint auf das Osterfest zu. Manchmal kommt es mir vor, als wenn die Zeit nur so verfliegt. Langeweile kommt hier auf alle Fälle keine auf. Dafür sorgen nicht zuletzt die vielen Besucher, die bei uns zu Gast sind. Ich hoffe, dass alle immer noch etwas von unserem Anfangsmotto „Spüren, dass Gott da ist“ mitnehmen. Gott ist der Grund, auf dem wir stehen. Im Glauben können wir uns ihm nähern und vergewissern, dass er um uns in Sorge ist. In genau dieser Zuversicht sind wir eingeladen, sein Wasser zu trinken und den Weg auf Ostern hin zu wagen. Dieser Weg auf Ostern hin führt durch Leid und Tod. Gerade deshalb müssen und dürfen wir als Christen nicht an den vielen Kreuzen unseres Lebens verzweifeln, ob nun an den eigenen Kreuzen oder gar den großen Kreuzen, die durch die gegenwärtigen Katastrophen und Konfliktherde in der Welt aufgezeigt sind. Wir sind eingeladen und aufgefordert, das Wasser zu trinken, das uns Jesus anbietet. Schöpfen und trinken wir also dieses Wasser in der Zuversicht, die uns unser Gott immer wieder neu schenken will, und gehen wir unseren Weg als Christen auf das Fest unserer Erlösung zu.

So grüße ich Sie und Euch ganz herzlich und wünsche noch eine gesegnete Fastenzeit.                                  

Bis bald Ihr und Euer dankbarer                                                                                                                                               

                                         Philipp Irmer                                                                                                              Pfarradministrator

 

 

 

 

 

 

 

 

Vereinsmitteilung

                                                                

DATUM:  28.11.2010

Liebe Vereinsmitglieder und Förderer,

 

wieder ist der Advent gekommen und das Jahr 2010 geht dem Ende entgegen. Die Jahresbeiträge sind inzwischen durch unsere Kassiererin Hildegard Verst abgebucht worden. Für diese Arbeit gilt ihr unser herzlicher Dank. In seinem Adventsbrief, den ich mit diesem Schreiben Ihnen und Euch zukommen lassen kann, erwähnt Philipp Irmer einiges, was sich im letzten Jahr in Maria Ratschitz ereignet hat. Ergänzend dazu:

 

Ende August haben wir in schon gewohnter Weise zum Abschluss der Sommerferien mit der Pfarrgemeinde St. Antonius in Gronau gegrillt und einen sehr schönen Abend verbracht. Aus diesem Anlass sind einige Spenden eingegangen, sodass mit dem Erlös des Abends 593,62 € zusammengekommen sind. Allen Sach- und Geldspendern und Helferinnen/Helfern sagt der Vorstand ganz herzlichen Dank.

 

Eine Reihe Mitglieder sind in diesem Jahr wieder zu Besuch in Maria Ratschitz gewesen und haben dort  schöne Tage verbracht. Jeder Zeit sind Sie/seid Ihr dort herzlich willkommen, wozu Philipp Irmer ja auch einlädt.

 

Über das auf der Mitgliederversammlung im April und im Pfingstbrief vorgestellte Projekt sollte im Oktober von den zuständigen Stellen entschieden werden, doch haben diese ihre Entscheidung leider auf den kommenden Februar verschoben. Wir hoffen auf das Beste.

Bilder von den weiteren Arbeiten am Dach des Kreuzganges siehe unten. Somit ist jetzt auch die Nordwestecke des Kreuzganges mit einem neuen Dach versehen. Zu machen bleibt noch der Südflügel des Kreuzganges.

 

Im Mai kommenden Jahres will Pfarrer Schulze Raestrup als Abschied von Gronau noch einmal eine Wallfahrt nach Maria Ratschitz organisieren, wahrscheinlich über den 13. Mai (Wallfahrtstag in Maria Ratschitz). Dazu vormerken  im Pfarrbüro (Tel.: 02562/3871).

Der Vereinsvorstand  - wie ja auch Philipp Irmer - dankt Ihnen und Euch ganz herzlich für die große Hilfe und Unterstützung der Arbeit in Maria Ratschitz im vergangenen Jahr.

                         

Der Segen des menschgewordenen Gottes begleite uns durch die Zeit der adventlichen Vorbereitung  und  am  Weihnachtsfest  und  sei  mit  uns  im  kommenden  Jahr 2011.

 

 Ihr und Euer

                       Norbert Gellenbeck 

                             Vorsitzender

 

 

 

 Adventsbrief aus Maria Ratschitz                                          1. Advent 2010

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,                                                                                            

auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick unpassend erscheint, möchte ich uns allen sagen, dass wir mit Blick auf das vergangene Jahr echt Schwein gehabt haben. Denn, auch wenn es vielleicht kaum noch jemand weiß, wurde uns ja mit der schnell um sich greifenden Schweinegrippe eine enorme Panik und Angst eingejagt. Aber allem Anschein nach ist das überstanden. Es ist letztlich doch interessant, mit welchen Schlagwörtern und welch gezielt gesteuertem Journalismus in uns Menschen eine oberflächliche Wachsamkeit für alles Mögliche stimuliert wird. Blicken wir auf das Jahr 2010 zurück, lautet das Schlagwort des Jahres wohl "Krise", bzw. alle Varianten der Zusammensetzung, die damit gebildet werden können: Wirtschaftskrise, Bankenkrise, Eurokrise, EU-Krise, um nur einige zu nennen. Neben den Krisen begleiten uns eine Reihe von Dauerkonflikten, deren Nichtlösung sich in die Länge zieht: Naher Osten, Irak, Iran, Afghanistan, Korea... Es fehlt nicht an Anlässen, die diese Krisen und Kriege ausgelöst haben: Ungelöste politische Konflikte, unselige Kriege, Spannungen zwischen Kulturen und Religionen, Naturkatastrophen, maßlose Gier oder kriminelle Machenschaften. Auch im kirchlichen Umfeld gehen alle möglichen Krisen um. Die Konfrontation mit einer Vielzahl an Missbrauchsfällen hat uns zu Recht zutiefst schockiert. Sie haben die sich in den Kirchenbesuchszahlen und im Fehlen des Nachwuchses für kirchliche Ämter abzeichnende Krise noch beschleunigt. Heißt das nun, dass wir auch diese Krisen und Katastrophen einfach so an uns vorüberziehen lassen sollen? Schließlich sind die angekündigten Katastrophen so lange nicht eingetroffen. Können wir uns zurücklehnen und gelassen darauf warten, wie es mit unserem Erdball weitergeht? Sicher wäre eine solche Haltung ebenso verfehlt, wie eine ständige Angst, die durch bewusste Panikmache ausgelöst wird. Das Stichwort lautet meiner Ansicht nach Wachsamkeit. Hierbei geht es um eine innere Wachsamkeit, die Jesus im Evangelium des 1. Adventssonntages anmahnt (Mt 24,44). Vielleicht kann man diese Wachsamkeit aber auch als ein Umdenken auffassen. Wenn nämlich der Druck der Argumente groß genug ist, beginnen Menschen umzudenken. Die Diskussionen um Schadstoffe, die den Ozonschutzschirm zerstören, um die nur begrenzt zur Verfügung stehenden Rohstoffe, die Sensibilisierung in Umweltfragen zeigen erste Früchte. Offen bleibt, ob dieses Umdenken schnell genug geschieht. Von lieb gewordenen Gewohnheiten und Verhaltensweisen nehmen die meisten Menschen allerdings nur schwer Abschied, lieber finden sie immer neue Argumente alles so zu lassen, wie es ist. Als Christen hätten wir eine hilfreiche Tradition, die jährlich zweimal das Umdenken zum Programm macht. Die Advents- und Fastenzeit rufen uns zum Innehalten und zum Nachdenken über unsere Lebensweise auf. Leider geht dieser Ruf zur Umkehr meist im Lärm des Weihnachtsgeschäftes unter. Oft haben wir ihn auch verharmlost und auf Nebenfragen des spirituellen Lebens umgeleitet. Die guten Vorsätze, beim Beten andächtiger zu sein oder unanständige Gedanken verscheuchen zu wollen, setzen uns eher der Lächerlichkeit aus, als dass sie ein ernsthaftes Umdenken einleiten. Spannender und wichtiger wären die Fragen, wie wir aus Schwertern Pflugscharen machen könnten. Konkret: Was können wir zum Frieden in der Welt beitragen, zur gerechteren Verteilung der Lebensgüter, zu einem verträglicheren Umgang mit zur Verfügung stehenden Rohstoffressourcen, zur nachhaltigen Entwicklung ärmerer Völker, zum Dialog der Kulturen und Religionen... Diese Anliegen setzen geistige Wachheit und Wachsamkeit voraus. Die Mahnung dazu steht meiner Meinung nach im Mittelpunkt des Evangeliums. Wer sich dessen bewusst wird, kann seine eigene Gier nach Leben mäßigen, die ihn verführt, sich mehr zu nehmen, als sie oder er braucht, mehr als einem jeden Menschen zusteht. Er kann seine Angst, in der Krise den Kürzeren zu ziehen, aushalten, ohne in eine Torschlusspanik zu verfallen und zusammenzuraffen, was sich zusammenraffen lässt. Er kann sich sogar gelassen mit anderen Menschen guten Willens zusammensetzen und gemeinsam mit ihnen das Leben trotz aller Vorläufigkeit menschlich gestalten.

                                                                                                                  

Darum möchte ich an dieser Stelle auf das Gestalterische im vergangenen Jahr hier in Ratschitz mit großer Dankbarkeit zurückblicken. Die kleine Gemeinde wächst und nimmt Gestalt an. Wieder hat sich eine Familie unserer kleinen Gemeinschaft angeschlossen. Wir haben dieses Jahr wieder einmal eine Erstkommunion und nach 40 Jahren eine Firmung feiern können. Gleichzeitig stehen noch zwei Taufen aus. Natürlich sind das keine inflationäre Zahlen, aber ein zaghaftes Zeichen, dass hier allen Krisen zum Trotz etwas wächst. Wir haben im letzten Jahr für vier größere Aktionen mit der Dorfgemeinde unsere Tore geöffnet und so Menschen aus dem Ort und der Umgebung, die Möglichkeit des Feierns und der Zusammentreffens gegeben. Unterschiedliche Gruppen aller Altersstufen waren in diesem Jahr bei uns zu Gast und haben uns durch ihr Mittun, die Gespräche und die Begegnungen bereichert. Besonders freut uns natürlich, dass uns Gäste oder Gruppen schon über Jahre die Treue halten, so die jungen Menschen vom ICE  (Initiative Christen für Europa) oder die Wohngruppe Miteinander aus Nahe. Auch haben mehrere Wallfahrten stattgefunden, die natürlich immer zu den Höhepunkten zählten. Zu unserem Patronatsfest war in diesem Jahr auch unser Herr Bischof  Jan Baxant anwesend und hat mit uns gefeiert. Unser Team hat eine Änderung erfahren. Robert Forker hat sein FSJ im September bei uns beendet. Ihm danke ich für seine Mithilfe, sein Engagement und sein Freundschaft herzlich und wünsche ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute und Gottes Segen. An seine Stelle trat Timo Bergefeld. Ihn heiße ich bei uns herzlich willkommen. Ebenfalls neu im Team ist Helena Sloupová, die sich um die Gästebetreuung kümmert. Auch die Baumaßnahmen am Haus nehmen weiter Gestalt an. Für Ihre und Eure Unterstützung hierfür bin ich unendlich dankbar. Nur einiges möchte ich jetzt in aller Kürze erwähnen. Wir konnten die Sanitäranlagen für Menschen mit Behinderungen fertig stellen. Verschiedene Maurerarbeiten konnten wir erledigen, ein neues Doppelzimmer im Obergeschoss bereitstellen, eine separate Heizungsanlage für eine Wohnung installieren und noch viele kleinere Dinge einbauen. Hier gilt die herzliche Einladung: „Komm und sieh.“ Am Kreuzgang konnten wir einen weiteren kleinen Teil des Daches renovieren. Einen ganz besonderen Dank sage ich den vielen kleinen und großen Wohltätern an dieser Stelle und besonders dem Hilfswerk „Renovabis“ und Herrn Dr. Basten, der uns seit Jahren wunderbar betreut und unterstützt. So vieles Gutes ist dieses Jahr hier gestaltet worden. So vieles steht aber natürlich noch aus. Deswegen werde ich nicht müde, Sie und Euch um Eure Hilfe zu bitten, auch über den Advent hinaus.

                                                                                                                                                        

Der Advent ist für viele eine besondere Herausforderung an ihr Zeitmanagement geworden. So viel Gutes möchten wir tun. So viel Gutes wäre zu tun. Schauen wir auf den Menschensohn und haben wir den Mut, uns auf Wesentliches zu beschränken. Das wird uns gut tun, den Menschen, die mit uns leben, und auch dem Planeten, auf dem wir leben.                                                                         

So grüße ich Sie und Euch ganz herzlich, freue mich auf ein Wiedersehen und verbleibe mit den besten Wünschen für die vor uns liegende Adventszeit. In ihr möge der innere Blick geschärft werden für den Gott, der in Jesus Christus menschliche Gestalt angenommen hat.                                      

Ihr und Euer                                                                                                                                           

Philipp Irmer

 

 

 

 

 

 

Grillabend für Jung und Alt

Die Pfarrgemeinde St. Antonius lädt wieder ganz herzlich ein zu einem sommerlichen Grillabend am Jugendheim auf der Mühlenmathe. Er findet statt am Samstag, 28. August 2010, und beginnt nach der Vorabendmesse, also um 18 Uhr. In gemütlicher Runde soll – wie schon in den vergangenen Jahren - die Ferien- und Urlaubszeit ausklingen. Der Kostenbeitrag für Grillwurst, Fleisch, Salate, Brötchen und Getränke wird familienfreundlich ausfallen. Verantwortlich für den Abend zeichnet der Förderkreis „Mariánské Radčice“ e.V., der den Erlös des Abends für „Maria Ratschitz“, das Partnerprojekt der Pfarrgemeinde in Nordböhmen zur Verfügung stellen wird.  

 

 

 

Pfingstbrief aus Maria Ratschitz

Pfingsten 2010

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz, wir dürfen das Pfingstfest feiern und durch den versprochenen Geist Jesu Christi als nachösterliche Menschen von der Auferstehung Zeugnis ablegen. Bei unserer Verkündigung spielen Grenzen keine Rolle, denn Gottes Geist weht, wo er will. Genau deshalb wird Pfingsten als das Geburtsfest der Kirche bezeichnet. Ob aber der Kirche ihr heutiger Geburtstag gefällt? Die Schlagzeilen der letzten Wochen und Monate lassen ein klares Nein vermuten. Der Blick auf die leeren Plätze in unseren Kirchen sagt es auch aus. Das Gefühl von Starre und Lähmung ist da.

Auf der anderen Seite gibt es das Erinnern. Bei runden Geburtstagen werden gerne alte Bilder gezeigt, die das Geburtstagskind vor Jahrzehnten zeigen. Oder es wird aus alten Briefen zitiert: "Damals hast du gesagt, du wolltest dich für andere einsetzen. Heute zählen wir auf, was daraus geworden ist!"

So möchte ich heute auch diesem Nachdenken und Erinnern Raum geben. Wenn wir an belebende Erfahrungen der Kirche mit dem Geist Gottes denken, kann es uns Pfingsten erschließen. Wenn wir ahnen, was Gottes Geist wollte und tat, können wir ahnen, wo und wie wir den Geist heute erfahren können. Denn auch heute ist Pfingsten.

"Die" Erfahrung von Pfingsten ist ja die Predigt des Petrus in Jerusalem. (Apg 2,14.ff) Da kann er den Menschen erklären, wovon sein Herz voll ist. Da findet er Bilder und Worte, in denen er das verdeutlichen kann. Ist Pfingsten also da, wo heute Menschen von Christus und seiner Botschaft überzeugt sind? Ist Pfingsten da, wo es uns heute dazu drängt, neue Bilder, neue Worte oder auch neue Lieder zu finden, in denen wir etwas ausdrücken können? Ist Pfingsten also eben da, wo aus scheinbar erstarrten Gemäuern neues Leben erwächst und sich die Möglichkeit auftut, neue Erfahrungen mit dem uns liebenden Gott zu machen? Ich denke, es ist ein pfingstlicher Geist, wenn wir hier in Ratschitz im Kleinen begonnen haben, am Haus der Kirche mitzubauen. Uns ist aber durchaus klar, dass damit eben nicht nur das Gebäude, sondern die einzelnen Bausteine, die Menschen gemeint und verstanden sind. Der Schlussstein dieses pfingstlichen Gebäudes ist Christus selbst. Er lebt in seiner Kirche.

Können wir dann aber nicht hoffen, dass Gottes Geist auch unserer Zeit die notwendigen Antworten schickt?

Als die Kirche ihr Zweites Vatikanisches Konzil abgehalten hat, wurde dies auch als Pfingsten der Kirche beschrieben. Es bestand im gegenseitigen Hinhören und in der Sehnsucht, die "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen" zu verstehen und zu teilen. Es war die Zeit, in der neue Bilder des Glaubens in der Welt geteilt wurden. Kann dann Pfingsten darin bestehen, die Texte dieses gemeinsamen Suchens ernst zu nehmen und weiter zu verlebendigen? Manche Freude und Hoffnung, manche Trauer und Angst ist noch immer dieselbe wie vor 45 Jahren. Aber manche sind auch neu entstanden oder drängen heute mehr. Können wir diese Momente noch spüren und beantworten?

In vielen deutschen Diözesen stehen wir mit unterschiedlichen Begriffen vor demselben Problem. Es entstehen neue Pastoralgebilde. Viele resignieren und trauern über die Abschiede, die sie nun von lieb gewordenen Formen nehmen müssen. Kann nicht auch da Pfingsten werden als Erfahrung mit dem Heiligen Geist, den wir nicht auf der Rechnung hatten? Kann aus dem Ganzen etwas werden, was Gott uns erst noch zeigen will?

Pfingsten feiern ist mehr als die Erinnerung an das Fest von damals. Weihnachten kann das Nachdenken darüber sein, dass Gott in die Welt gekommen ist. An Ostern spüren wir das Leben, an dem wir als Erlöste Anteil haben. Dabei kann ich verweilen.

Aber Pfingsten hat so viel Bewegung und so viel mitreißende Kraft, dass es uns mitnehmen will. Pfingsten ist die Einladung an uns, Gott handeln zu lassen. Er steht in vielen Startlöchern. Es ist an uns, einen Ort zu finden, wo er da ist, und uns dann auf den Weg  zu machen und mitzugehen mit ihm.

Wenn ich vorhin einige Erfahrungen der Kirche mit dem Geist Gottes genannt habe, dann aus dem einen Grund: Ich möchte uns Mut machen, die Erfahrungen heute zu suchen. Wenn ich weiß, wie sich Gottes Geist schon ausgewirkt hat, dann kann ich ihn leichter suchen. Wenn ich davon ausgehe, dass ich diesen Geist finden kann, fällt mir die Suche nach ihm leichter. Dabei ist es unerheblich, an welchem Ort ich suche. Gottes Geist ist in unserer Welt und er will uns begeistern, damit wir nicht nur über die Traurigkeit und Tragödien seiner Kirche lamentieren, sondern den Auftrag Jesu wieder ernst nehmen und alle Menschen zu seinen Jüngern machen. Wir brauchen diesen Geist, um wieder neu zu einer missionierenden Kirche zu werden, hier in Ratschitz, aber eigentlich überall auf unserer Welt. So wünsche ich Ihnen und Euch diesen pfingstlichen Geist, der uns antreibt, unser Christsein zu leben, und verbleibe mit den besten Wünschen,

Ihr und Euer dankbarer

     Philipp Irmer

Pfarradministrator

 

 

 

Vereinsmitteilung - Mai 2010

 

 

Liebe Vereinsmitglieder und Förderer,

mit der Übersendung des Pfingstbriefes von Philipp Irmer aus Maria Ratschitz möchte ich auch kurz über unsere Mitgliederversammlung im letzten Monat berichten. 35 Teilnehmer konnten wir am 26. April in Gronau begrüßen, darunter Philipp Irmer und Pfarrer Schulze aus Kleve, der einige Zeit im Bistum Dresden-Meißen Aufbauarbeit geleistet hat im Bereich Schule und Bildung.

Bericht von Ph. Irmer aus Nordböhmen: Robert Forker ist als Freiwilliger der „Initiative Christen für Europa“ (Dresden) für ein Jahr dort tätig als Nachfolger unseres Mitgliedes Christopher Cantzen. Weiter helfen die Eheleute von Hanxleden ehernamtlich bei der Arbeit, vor allem im organisatorischen Bereich.                                                                                                                                             

In Angriff genommen ist ein grenzüberschreitendes Projekt mit der evgl.-lutherischen Kirchengemeinde Rechenberg-Bienenmühle. Die gemeinsame Geschichte diesseits und jenseits der deutsch-tschechischen Grenze soll dadurch vor allem jungen Menschen bewusst gemacht werden durch verschiedene Aktivitäten, Treffen und Bildungsangebote. Integriert in dieses Projekt ist u.a. die vorgesehene Renovierung des Äußeren des Pfarrhauses in Maria Ratschitz. Das ganze Projekt soll über vier Jahre laufen und ca. 750.000,00 € kosten. Bei zuständigen offiziellen Stellen sind Zuschüsse beantragt. Wenn diese bewilligt werden und das Projekt durchgeführt werden kann, muss aber ein Eigenanteil von ca. 70.000,00 €  aufgebracht werden. Laut Ph. Irmer wird das Hilfswerk „Renovabis“ 26.000,00 € übernehmen. Unser Förderverein hat 24.000,00  € zugesagt (innerhalb von 4 Jahren). Ph. Irmer ist guten Mutes, auch die restlichen 20.000,00 € noch zusammen zu bekommen. 

Am Mittwoch in der Osterwoche wurde Abt Bernhard, der nach langer schwerer Krankheit verstorben ist, in der Abtsgruft der Klosterkirche Osek beigesetzt. Das Requiem, das von mehreren Bischöfen, Äbten, vielen Priestern, Mönchen, Nonnen und Gläubigen mitgefeiert wurde, und die Beisetzung waren sehr beeindruckend.

Ph. Irmer möchte zehn Jahre seines Dienstes in Maria Ratschitz voll machen, also bis im Jahre 2013. Die Zisterzienser von Hl. Kreuz bei Wien haben durch Pater Andreas aus dem Kloster Bochum-Stiepel bekundet, dass sie die Arbeit in Maria Ratschitz wohl fortführen möchten. Gebe Gott, dass das geschieht.

Geschäfts- und Kassenbericht: 126 Mitglieder zählt unser Förderverein. Drei Mitglieder sind ausgeschieden und ein Mitglied konnte gewonnen werden. 31 weitere Förderer unterstützten durch ihre Spenden im letzten Jahr die Arbeit in Maria Ratschitz.

Der Vorstand hat dreimal getagt, um die anstehenden Treffen und Aktivitäten vorzubereiten. Der Vorsitzende war dreimal zu Besuch in Maria Ratschitz, und im September haben dort Erich Irmer und Harry Greve Türen und Fensterrahmen gestrichen.

Hildegard Verst, unsere Kassiererin, gab einen Überblick über unsere Finanzen:

   Kassenstand am 22.04.2009:          523,54 €

   Gesamteinnahmen:                    26.403,02 €  (davon Mitgliedsbeiträge: 9.617.00 €)

   Gesamtausgaben:                      25.779,79 €

   Guthaben am 16.04.2010:           1.146,77 € 

   (Ausgaben hatte Ph. Irmer ca. 70.000,00 €, wovon unser Verein 25.150,00 € getragen hat.)

Philipp Reus und Heinz Kronenberg haben die Kasse am 16.04.2010 geprüft und bestätigten eine korrekte Buchführung. Ph. Reus dankte dafür Frau Verst und stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, dem die Versammlung einstimmig zustimmte. Zum zweiten Kassenprüfer im kommenden Jahr wird Christopher Cantzen einstimmig gewählt, so dass er mit Heinz Kronenberg zusammen die Kasse prüfen wird.

Des Weiteren wurde Gabi Baring als Beisitzerin in den Vorstand gewählt, da sie schon bisher im Vorstand mitgearbeitet hat und jetzt dadurch auch offizielles Stimmrecht bekommt.

Beschlossen wurde, wieder am 28.08.2010 einen Grillabend am Jugendheim durchzuführen. Dankenswerterweise erklärten sich einige Anwesende bereit, an dem Abend für das leibliche Wohl zu sorgen.

Einen Adventsbasar zusammen mit der Kongohilfe wie in den vergangenen Jahren wird es in diesem Jahr – so Beschluss der Versammlung – nicht mehr geben, da es im Advent ein Überangebot von Advents- und Weihnachtsmärkten gibt. Eine Alternative wird der Vorstand überlegen und dann bekannt machen.

Am Schluss des Treffens brachte Pfr. Schulze Raestrup ein, dass er gerne noch einmal eine Wallfahrt nach Maria Ratschitz organisieren würde, vielleicht mit einer kleineren Gruppe für 2 bis 4 Tage über ein Wochenende im Mai 2011. Genaueres wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Mit dem Dank an alle, die unseren Verein im vergangenen Jahr unterstützt haben, und mit dem Wunsch für eine gute Heimfahrt endete die Mitgliederversammlung.

 

Allen Mitgliedern und Förderern wünsche ich eine gute Ferien- und Urlaubszeit und verbleibe mit ganz herzlichen Grüßen im Namen des Vorstandes

Ihr/Euer 

Norbert Gellenbeck     

     Vorsitzender

 

 

 

 

Brief zur Fastenzeit aus Maria Ratschitz

      

                      21. Februar 2010

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,   

ganz herzlich grüße ich Euch und Sie in dieser vierzigtägigen Fastenzeit. Gerade die Zahl Vierzig spielt in unser Kirche ja ein sehr große Rolle. So liegen in dem Volk Israel zum Beispiel 40 Jahre Wüstenwanderung. Hierbei handelt es sich um eine anstrengende Zeit, eine Zeit vieler Entbehrungen, eine Zeit großer Anfechtungen; eine Zeit, in der das Volk ein Ziel vor Augen hatte; eine Zeit, in der es sein Ziel immer wieder vergaß; eine Zeit, in der ihm der Glaube an Gott verloren ging; eine Zeit, in der es sich in die Sicherheit, die Ägypten ihm bot, zurücksehnte; eine Zeit, in der es immer wieder zu Gott zurückkam.

Es ist nun einmal kein Sparziergang, sich aus der Knechtschaft, aus Abhängigkeit und Unterdrückung zu befreien. Da passiert es, dass man lieber wieder zurück will in die alten Sicherheiten, auch wenn sie bedeuten, dass das Leben von anderen bestimmt wird.

Es ist die Erfahrung, die ein Kind macht, das seine ersten Schritte geht und hinfällt. An der Hand der Mutter ist das Leben sicherer und einfacher, aber nur wer loslässt, der kann entscheiden, wohin er gehen möchte.

Es ist die Erfahrung des Jugendlichen, der beginnt selber zu entscheiden und sich richtig und falsch entscheiden kann und - wie es so schön heißt - sein Lehrgeld zahlen muss. Vieles war vorher einfacher, als Eltern, Großeltern oder Lehrer alles für einen regelten, was nötig und zu entscheiden war; aber es war nicht das Eigene, die eigene Entscheidung, die eigene Idee vom Leben, die umgesetzt wurde.

Es ist die Erfahrung von Eltern, die ihre Kinder eigene Wege gehen lassen müssen, obwohl sie doch noch vieles regeln möchten und vielleicht mit erleben müssen, dass ihre Kinder schmerzhafte Erfahrungen machen. Aber nur so können Kinder zu eigenständigen und erwachsenen Menschen werden.

Es ist auch die Erfahrung im Alter, wenn Dinge, die lange im Leben selbstverständlich und wichtig waren, auf einmal losgelassen werden müssen, damit anderes an diese Stelle rücken kann. Wer immer alles mitnehmen will, bricht zuletzt unter der Last zusammen.

Es ist die Erfahrung von Menschen, die in Abhängigkeit und Unterdrückung leben und immer mehr spüren, das hier ist nicht mein Leben, das ist bestenfalls ein für mich gelebtes Leben, das ich so nicht möchte. Dieses Gefühl gelebt zu werden, trifft Menschen im Kleinen, es ist auch das Gefühl von ganzen Bevölkerungsgruppen und Nationen. Ohne eine Sehnsucht nach Freiheit wäre der Fall der Mauer und wären die vielen Umwandlungen im Osten Europas nicht möglich gewesen, die wir ja auch in Nordböhmen und Maria Ratschitz nur zu deutlich gespürt haben.                                                                                                                                              Doch wie das Volk Israel machen viele Menschen hier die Erfahrung, dass Freiheit sehr anstrengend und mühselig ist und mit viel Arbeit und mit der Aufgabe von liebgewonnen Gewohnheiten zu tun hat. Da liegen in der Zeit der Wirtschaftskrise Gedanken nahe, die sich die Zustände der kommunistischen Sklaverei zurückwünschen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass wir als kleine, aber wachsende Gemeinde und Kirche hier in Ratschitz am Gedanken der Freiheit und Demokratie festhalten und versuchen, den Blick weg von materiellen hin zu den von Gott verheißenen Gütern zu lenken. Es geht uns darum mit dem, was wir hier machen, in den Menschen eine Sehnsucht wach zu rufen, die nicht nur den kurzen Moment in den Blick nimmt, sondern die das wirkliche Leben in der von Gott geschenkten Freiheit aufzeigt. Allen, die uns dabei helfen, dies durch unser Tun hier zu verwirklichen, sage ich deshalb an dieser Stelle ganz herzlich Dank

Diese Sehnsucht nach Freiheit aber, diese Sehnsucht aus Abhängigkeit und Knechtschaft befreit zu werden, ist der Ursprung des israelischen Glaubens. Mit Mose als dem Begründer dieses Glaubens tritt Jahwe in Kontakt, als er die Schreie seines unterdrückten Volkes hört.

Jemand hat mich mal gefragt, was das Wichtigste an unserem Glauben sei, und er gab dann selbst zur Antwort: Gehorsam. Ich habe ihm damals dazu NEIN gesagt, und sage es auch heute. Das Zentrale unseres jüdisch-christlichen Glaubens ist die Freiheit, denn nichts anderes

sagt das älteste Glaubensbekenntnis, das davon erzählt, dass Gott sein Volk in die Freiheit führt und ihm ein Land gibt, in dem es frei leben kann. Gehorsam gegenüber einem Gott, der so Großes tut, erwächst dann aus der Erfahrung der Freiheit.

Während der Fastenzeit nehmen wir uns häufig Fastenvorsätze vor, die etwas mit "weniger" zu tun haben: weniger Essen, weniger Fernsehen usw. oder auch umgekehrt mit "mehr", mehr Zeit für mich, mehr Zeit für die Familie, mehr Zeit auch für Gott. Wenn es darum geht, eine bestimmte Leistung zu erbringen, sind solche Fastenvorsätze nichts, aber auch gar nichts wert. Wenn sie uns aber eine Idee davon vermitteln, dass wir uns aus den selbstgemachten Unfreiheiten und Abhängigkeiten befreien, werden sie uns helfen, unseren Glauben bewusster zu leben.

Ein wenig mehr Freiheit für mich, für Menschen in meiner Nähe, für Menschen, die in politischen und sozialen Abhängigkeiten leben, wäre ein gutes Ziel in der Fastenzeit. Daraus wird Dankbarkeit erwachsen, mir selber gegenüber, Menschen gegenüber und nicht zuletzt Gott gegenüber.

Genau diese Erfahrungen wünsche ich Euch und Ihnen auf dem Weg auf das Fest der Auferstehung Jesu Christi hin, der uns durch seinen Tod und seine Auferstehung Anteil an der absoluten von Gott geschenkten Freiheit geschenkt hat, die kein Tod mehr nehmen kann.

So grüße ich Euch und Sie ganz herzlich und verbleibe                                                                                                                                             Euer und Ihr dankbarer

Philipp Irmer

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitgliederversammlung

 

 

Liebe Mitglieder und Förderer,

zusammen mit dem Brief aus Nordböhmen ergeht wieder die Einladung zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung gem. § 7 (1) u. (2) der Vereinssatzung, und zwar zu

               

Montag, den 26. April 2010, um 19 Uhr

im Jugendheim St. Antonius, Mühlenmathe 19c in Gronau.

 

Alle Mitglieder, Förderer und alle an der Arbeit in Maria Ratschitz Interessierten sind ganz herzlich zu unserer Versammlung eingeladen, an der auch Philipp Irmer teilnehmen und das Neueste aus Nordböhmen berichten wird.

 

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Bericht über Maria Ratschitz von Philipp Irmer

mit Vorstellung des neuesten Projektes

  1. Geschäftsbericht
  2. Kassenbericht
  3. Bericht der Kassenprüfer mit Entlastung des Vorstandes
  4. Wahl eines neuen Kassenprüfers
  5. Wahl zur Erweiterung des Vorstandes
  6. Grillfest im Sommer
  7. Alternativen zum Adventsbasar
  8. Verschiedenes

 

Eine Ergänzung der Tagesordnung ist auf Antrag mit Zustimmung der anwesenden Mitglieder möglich.

Diesen Brief möchte ich nutzen, um allen ganz herzlich Dank zu sagen, die mitgeholfen haben, dass bei unserem Adventsbasar im Dezember 2009 die Summe von 1.500 € eingenommen werden konnte. Besonderer Dank natürlich von Philipp Irmer, auch für alle Unterstützung im vergangenen Vereinsjahr.

 

Der Vorstand lädt Sie und Euch zur Mitgliederversammlung herzlich ein und wünscht allen eine gesegnete Fastenzeit und ein frohes Osterfest.

Mit herzlichen Grüßen im Namen des Vorstandes

 

Ihr und Euer

Norbert Gellenbeck

Vorsitzender

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adventsbrief aus Maria Ratschitz

                                                                                                                                                             Erster Advent, 29. November 2009

 

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,

„es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein." - Mit diesen Worten eröffnet das Lukasevangelium (21,25) in diesem Jahr die Adventstexte. Sonnenfinsternis, drohende Meteoriten, Naturkatastrophen, Zerstörungen - all das wird heute oft gedeutet als Menetekel, als ein Unheilszeichen an der Wand unseres Wohlstandes. Wie aber passen solche Bilder und Worte zu dem, was wir mit Advent verbinden? Nämlich eine eher liebliche Zeit, das Entzünden von Kerzen, den Duft von Glühwein und Gewürznelken, die fröhlichen Lieder in den Geschäften. Bei aller Kritik an der Hektik und an der Kommerzialisierung der Adventszeit wird der Advent doch von vielen als eine schöne Zeit erlebt. Vor allem aber ist er kirchlich das Zugehen auf Weihnachten, auf das Fest der Geburt Christi. Warum hören wir nun am Beginn dieser besinnlichen Zeit diese bedrückenden Texte? Richten wir den Blick auf das, was wir in Maria Ratschitz unternehmen, scheint auch eine gewisse Sinnlosigkeit im Aufbau unseres Projektes zu stecken, wo doch alles allem Anschein nach dem Untergang entgegengeht.

Das heutige Evangelium ist hier für mich deshalb sehr wichtig, weil es beide Seiten des Advents beinhaltet. Denn es benennt das Ziel, auf das alles zuläuft, mit dem so befreienden Satz: "Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe!" Aber genauso benennt es die Herausforderungen des Lebens und wehrt somit jeglicher Verharmlosung unseres Lebens und unseres Glaubens. Es zeigt auf, dass unser Leben im Horizont Gottes gelebt wird - von der Geburt bis zum Tod. Das Evangelium sagt: Wir haben dieses Leben als Geschenk erhalten, um es zu verwalten; ja wir haben uns über dieses unser Leben vor Gott auch zu rechtfertigen. Man könnte sagen: Ein Leben, das Gott ernst nimmt, rechnet auch mit seinem Gericht. Gericht unter diesem gerechten und barmherzigen Gott aber heißt: Gott rückt zu-Recht. Der österreichische Theologe Wolfgang Beinert hat es für mich sehr treffend formuliert: "Ge-richt ist das Ereignis nicht des Hin-richtens, sondern des Her-richtens, als Wieder-in-Ordnung-Bringen, als Recht-machen. Was zerstört oder kaputt gemacht worden ist (durch menschliche Willkür), das wird zu Recht gerückt." (W. Beinert, in: Das Christentum, S. 246).
Genau darum geht es Jesus, wenn er vom Kommen des Menschensohnes spricht: es geht nicht um Vernichtung, sondern um das Gericht als Zurechtrücken, als Befreiung, als Erlösung; als das Ins-Recht-Setzen der Kleinen, der Armen, der Unterdrückten. Genau das ist es, was wir mit dem Aufbau hier in Ratschitz bewirken wollen. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem eben dieser Gedanke Jesu Christi erfahrbar ist. Am Ende dieses Jahres, am Beginn der Adventszeit möchte ich darum die Gelegenheit nutzen, um allen von Herzen zu danken, die uns bei der weiteren Realisierung unseres Projektes geholfen und unterstützt haben. Es geht natürlich nicht in erster Linie darum, ein Gebäude zu renovieren. Es geht darum, das Gebäude des Glaubens immer weiter zu rüsten. Beide Gebäude bedingen einander und gerade deshalb bin ich auch in diesem Jahr unendlich dankbar dafür, dass für unser Haus so vieles gemacht werden konnte. So danke ich noch einmal von Herzen der Pfarrgemeinde in Lindern bei ihrer Unterstützung für unsere Küche; ich danke dem Hilfswerk Renovabis, das uns bei der Fertigstellung einiger Räumlichkeiten für unsere Wallfahrts- und Jugendpastoral unter die Arme gegriffen hat. Inzwischen konnten so ein Werkraum und andere kleinere Dinge im Haus errichtet werden. Ich danke den vielen Jugendlichen vom Bauorden, die tatkräftig mitgeholfen haben, unsere Außenmauer zu stützen. Verschiedene Firmgruppen unter anderem aus Anger und Aufham waren hier und haben ebenfalls an kleineren Projekten mitgearbeitet. Der Mariengemeinde aus Delmenhorst verdanken wir einen Beamer, der schon bei unterschiedlichen Veranstaltungen zum Einsatz kam. Im Moment sind wir damit beschäftigt, endlich den unteren Flur zu fliesen und eine behindertengerechte Toilette zu errichten. Ebenfalls wird ein weiterer Teil unseres Kreuzganges neu eingedeckt. Das sind so die größten Dinge, die ich hier erwähnen wollte. Viele kleinere Dinge aber sind auch gemacht und fallen immer wieder den Besuchern auf, die unser Haus nun schon häufiger aufgesucht haben.

Unsere kleine Gemeinde wächst. Eine Katechetin unterrichtet jeden Mittwoch im Pfarrhaus eine kleine Schar von Kindern. Das Erlernte fließt dann ebenfalls am Sonntag in den Gottesdienst ein. Während der Wallfahrtsmesse am 13. September segnete der Altbischof Josef Koukl die von der Ortsgemeinde restaurierten Säulen und Figuren vorm Pfarrhaus ein. Im Anschluss haben wir unsere Kirmes gefeiert, die viele Menschen aus dem weiten Umkreis angezogen hat und auf großes Interesse gestoßen ist. Am dritten Advent ist ein gemütlicher Markt im Bereich unseres Kreuzganges geplant mit Raum auch für Besinnung für die Bewohner des Ortes und für andere Gäste.

Seit Juni dieses Jahres arbeiten Beata und Rü von Hanxleden als Sozialarbeiter bei uns und nehmen mir große planerische Aufgaben ab. Ein neuer Hausmeister Frantischek arbeitet ebenfalls im Hause und hat sich als ein wirklich tüchtiger und tatkräftiger Handwerker erwiesen. Unser Freiwilliger Christopher Cantzen hat seinen Dienst bei uns beendet. Für seine hier geleistete Arbeit, sein Engagement und seine Tatkraft sage ich ganz herzlich Dank. An seine Stelle ist Robert Forker getreten, der nun seinerseits mit viel Tatendrang unser Team bereichert.

Der Advent, liebe Freunde, will uns wachrütteln, nicht alles einfach geschehen zu lassen, sondern wahrzunehmen, was um uns herum geschieht. Hier ist wieder viel geschehen im Großen und im Kleinen und nichts davon ist selbstverständlich.

Es müssen nicht immer große Geschehnisse sein. Vielleicht sind es gerade auch die einfachen Zeichen unserer liturgischen Feiern: das Zunehmen des Lichtes am Adventskranz, die wiederkehrenden Vorbereitungszeiten von Advent und Fastenzeit.

So ist für mich schließlich jeder Advent ein Aufruf zu einer Neuorientierung. Im Bild gesprochen: Jedes Messgerät muss immer wieder neu geeicht werden; jeder Seefahrer überprüft seine Position immer wieder neu am Polarstern. Advent ist dieses Innehalten und sich wieder neu orientieren: aufzuwachen aus dem Schlaf der Sicherheit und wieder bewusst zu leben.

"Wachet und betet allezeit" kann so ein Aufruf zu bewusstem Leben sein, in der Überfülle der Angebote bewusste Entscheidungen zu treffen, das eigene Leben mit den Augen Jesu, mit den Augen Gottes anzusehen zu versuchen.

Advent ist nicht harmlos: Die Realität eines zurechtrückenden Gerichts - aber eben eines Gerichts - der Ruf zur Wachsamkeit, zu einer Neuorientierung meines Lebens, all das steht aber gerade in dieser dunkelsten Zeit des Jahres dennoch unter der Überschrift der zentralen Worte des Evangeliums: "Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf" - ihr, die ihr unterdrückt seid, depressiv, die ihr keinen Ausweg wisst, ihr, die ihr auf der Suche seid, ihr Frommen oder Verzweifelten, ihr Reichen und Armen ... "erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe."

So wünsche ich Ihnen und Euch von Herzen diese Erfahrung des Advent und grüße ganz herzlich in dankbarer Verbundenheit

Ihr und Euer

   Philipp Irmer

  Pfarradministrator

 

 

Vereinsmitteilung

 

DATUM:  30.12.2009

Liebe Vereinsmitglieder und Förderer von Maria Ratschitz,

schon wieder geht ein Kalenderjahr zu Ende und ein neues Kirchenjahr hat mit diesem Adventssonntag bereits begonnen. Zum Adventsbeginn hat uns Philipp Irmer seine Gedanken in einem Brief aus Maria Ratschitz mitgeteilt. Diesen Brief darf ich an Sie und Euch alle weiterleiten.

Dem Dank, den Philipp Irmer in seinem Brief ausdrückt, schließt sich unser Vorstand mit ganzem Herzen an. Dank sagen wir Ihnen und Euch, die unseren Förderverein im vergangenen Jahr unterstützt haben. Somit konnte unser Verein in Maria Ratschitz großzügig helfen.

Hinweisen möchte der Vorstand nochmals auf den Adventsbasar zu Gunsten von Maria Ratschitz am kommenden 2. Advent, 6. Dezember 2009, im Jugendheim St. Antonius an der Mühlenmathe 19 in Gronau von 10 – 17 Uhr. Neben dem Verkauf von textilen Handarbeiten, Töpferware usw... haben wir zur leiblichen Stärkung einen Grünkohleintopf mit Würstchen, Kuchen und Kaffee, Waffeln und Brote im Angebot. Herzliche Einladung an alle!

Unsere Mitgliederversammlung 2010 wird hier in Gronau wohl wieder im April stattfinden. Die Einladungen dazu ergehen rechtzeitig vor Ostern.

Bitte teilen Sie und teilt Ihr dem Vorstand mit, wenn sich Anschrift oder Kontonummer verändern, damit wir zur Zufriedenheit aller unsere Aufgaben erfüllen können.

Der Vorstand wünscht allen eine besinnliche Adventszeit

und eine gute Vorbereitung auf das Weihnachtsfest!

Mit ganz herzlichen Grüßen

im Namen des Vorstandes

Ihr und Euer        

Norbert Gellenbeck

       Vorsitzender

 

                         

Brief von Philipp Irmer

 Sonntag, 23. August 2009

 

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,

das Evangelium des 21. Sonntags (Joh 6,60-69) hat es in sich, wie ich immer wieder neu finde.

Jesus muss bei der "Eucharistischen Rede" (Joh 6,22-35)  etwas falsch gemacht haben. Zumindest erntet er am Ende seiner Rede keinen Applaus, im Gegenteil: Irritation, Disharmonie, Ablehnung: "Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?" und dann folgt noch das Gemurre der Jünger.

Wieso eigentlich? Wenn wir Jesu kurze Zeit seines öffentlichen Auftretens betrachten, tauchen immer wieder Unzufriedene, Nörgler, Besserwisser auf. Gleich am Beginn seines Wirkens erfährt Jesus die Ablehnung in Galiläa. Als er ihnen verkündete, dass der Geist des Herrn auf ihm ruhe und er den Armen die gute Nachricht bringe, wurden die Leute in der Synagoge wütend, lesen wir bei Lukas. "Woher hat er das alles, vor allem diese Kraft, Wunder zu tun?", fragen die Menschen im Matthäusevangelium. Auch die Hohenpriester klagten ihn wegen Gotteslästerung an, weil er sich als Messias bezeichnete (Mt 26,64). Das sollte ihm den Tod einbringen.

Jesus öffnet sich den Menschen vom Beginn seines Wirkens an: "Kommt und seht!" und wird dadurch angreifbar. Das ist auch Facette unseres Menschseins. Wer Vertrauen und Liebe aufbaut, wird angreifbar, muss damit rechnen, dass das einigen missfällt. Das Evangelium macht deutlich, dass die Erwartungen und Hoffnungen der Frauen und Männer, die Jesu Rede anhörten, anders gelagert sind als die Zielvorgaben, die Jesus gewollt hat: durch Leiden zur Vollendung, somit zur Auferstehung und ewigem Leben zu kommen.

Warum dieser Umweg über das Leiden? Das ist tatsächlich schwer zu begreifen. Es ist Geheimnis des Glaubens, dass auch Leiden, Krankheiten und Schicksalsschläge uns ständig begleiten. Die immer quälende Frage nach dem WARUM bleibt bestehen. Die Menschen damals, aber auch wir heute haben andere Vorstellungen. Das Volk erwartete sich Befreiung aus sozialer Not, Befreiung von der Besatzung der Römer, Heilung von körperlichen Gebrechen, vielleicht auch Erfüllung ganz persönlicher Wünsche. Aus Staunen über Jesus entsteht Misstrauen, Neid, beinahe Gewalttätigkeit, Erniedrigung.

Jesus aber bietet keine vollständige Hilfe in jeder  Notlage an, er schenkt den Menschen damals und uns heute die Entscheidungshilfe: "Der Geist ist es, der lebendig macht. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und Leben." Die Entscheidungshilfe führt zur Sinnfrage des Petrus und zur Erkenntnis: "Herr, zu wem sollen wir gehen?"

So will ich einmal diese Frage auch auf uns hier in Maria Ratschitz lenken. Wenn wir nun auf einen langsam endenden Sommer blicken, können wir feststellen, dass viele Menschen bei uns zu Gast waren. Sie kamen natürlich aus den unterschiedlichsten Gründen. Es waren Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es waren Fremde, die zu Freunden wurden. Es waren Menschen aus vielen verschiedenen europäischen Ländern. Eine Schwester aus Südafrika legte dabei den weitesten Weg zurück und wir konnten hier gemeinsam Ihr 50. Ordensjubiläum feiern. Wir haben dieses Jahr drei Hochzeiten feiern können. Firmlinge aus Bayern und junge Menschen aus Sachsen, die sich ebenfalls mit der Frage des Petrus auseinandergesetzt haben, wohin sie gehen sollen, waren ebenfalls unsere Gäste. Insgesamt drei neue Mitarbeiter sind zu uns ins Haus gekommen: Beata und Rüdiger von Hanxleden als Sozialarbeiter und Frantischek Zabdyr als Hausmeister.

Junge Leute vom Bauorden haben wieder kräftig angepackt und somit auch viel Arbeit erledigt. Ungarische Freiwillige haben einen Sprachkurs durchgeführt und sind ebenfalls unsere Gäste gewesen. Freiwillige vom ICE werden ihr Einführungsseminar bei uns machen, weil auch sie für ein Jahr woanders hingehen und für ihren Einsatz eben auch eine geistliche Grundlage benötigen. Christopher, der ein Jahr hier sein freiwilliges soziales Jahr verbracht hat, wird in seine Heimat zurückkehren und hoffentlich viel von dem Geist mitnehmen, der in Maria Ratschitz spürbar ist. Zumindest ist das einhellige Meinung vieler unserer Gäste.

Die Hilfe, die Jesus anbietet, ist der Heilige Geist, der zum Leben mit Gott und in Gott hinführt; es ist jener Geist, der Kreativität, der Klugheit schafft, der alle Menschen, die daran glauben mit seinen Gaben beschenkt. Petrus wird es so sagen: "Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes." Diese Erkenntnis geschieht aus Überzeugung und Freiheit.

Jesus richtet am Ende eine Frage an seine Jünger und auch an uns: „Wollt auch ihr gehen?“ An Sinn- und Entscheidungsfragen kann sich niemand vorbeidrücken. Diese stellen sich oft unter schweren Konflikten und Enttäuschungen bei der Erziehung der Kinder oder in partnerschaftlichen Beziehungen, bei Misserfolgen am Arbeitsplatz oder in der Ausbildung. Dafür habe ich also Zeit, Mühe, Lebenskraft und Geld investiert? "Herr, wohin sollen wir gehen?" Wie wird mein Leben weitergehen? Wozu das alles?

Die Kirche, also die Gemeinschaft der Glaubenden, ist berufen, die Botschaft vom anbrechenden Reich Gottes weiterzutragen, aber auch sie murrt offenbar so wie die Jünger im Evangelium. Ihr religiöses Monopol ist weg, auf dem Markt der Spiritualitäten nur unter "ferner liefen" zu finden, in vielen Fragen bei großen Teilen der Bevölkerung auch moralisch ins Gerede gekommen. Die jüngste Wertestudie zeigt ein Absinken der (institutionellen) Religiosität, vor allem der jüngeren Generation, ist aber unter den Älteren auch schon weit vorangeschritten. Da kann man dann schon mal die Frage stellen:  „Warum“ bauen wir in Ratschitz an diesem Projekt weiter? Ist es richtig, angesichts allgemein sinkender Besucherzahlen in dieses geistige Projekt zu investieren? Ich sage aus ganzem Herzen, ja es ist richtig und ich bin allen, die sich immer wieder neu in den Dienst nehmen lassen und mit uns spirituell und ideell verbunden sind, unendlich dankbar. Dankbar bin natürlich auch den vielen Spendern, die auf ihre Weise mithelfen, dass unser geistiges Projekt vorangeht und wir somit wirklich zu einem Ort werden, der die Frage nach dem „Wohin sollen wir gehen?“ mit Jesus Christus beantwortet. Besonders dankbar erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch das Hilfswerk „Renovabis“, das uns in diesem Jahr wieder kräftig unter die Arme greift.

Das Evangelium des 21. Sonntages zeigt einen sehr paradoxen Weg, einen Weg, der uns Kraft gibt durch das Evangelium. Das, was wirklich bleibt, ist die gewaltlose Liebe. Gott erwählt das Schwache. Die Schöpfung sehnt sich nach Erlösung. Der jetzige Weltzustand ist nur Durchgang. Gott ist uns nahe, das ist möglicherweise schwer begreifbar. Die Nähe Gottes mit seiner dienenden Liebe macht das Christentum aus, ist der Gipfel des Christentums. Das ist die Frohe Botschaft dieses Sonntags.                                                                                                    So wünsche ich uns allen genau diese Erkenntnis, grüße alle herzlich und verbleibe                              Ihr und Euer dankbarer                                                                                                                       Philipp Irmer

Pfarraministrator

 

 

Vereinsmitteilung

                         24. August  2009

Liebe Mitglieder und Förderer,

wieder hat Philipp Irmer für uns einen Brief verfasst, in dem er aus Maria Ratschitz berichtet und den ich hiermit weiterreiche.

Auch bei uns in Gronau hat sich etwas getan. Zu Samstag, den 8. August hatte der Vorstand zum Grillabend am Jugendheim eingeladen. Trotz des unbeständigen Wetters waren mehr Vereinsmitglieder und Gäste aus unserer Pfarrgemeinde zu diesem Treffen erschienen als im letzten Jahr. Das Wetter hat dann doch mitgespielt, so dass das Grillfest bei guter Stimmung unter freiem Himmel abgehalten werden konnte. Der Erlös des Abends, einschließlich einiger Spenden, beträgt 1.142,00 €. Allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung geholfen oder die leckeren Salate bereitet haben, sei ganz herzlich gedankt.

Im September werden einige Leute nach Maria Ratschitz fahren, um dort beim Anstrich der vielen Fensterrahmen zu helfen.

Wie in den vergangenen Jahren ist in Maria Ratschitz wieder im November ein „Schlachtfest“ geplant, an dem Vereinsmitglieder aus Gronau teilnehmen werden. Auch alle anderen Mitglieder und Förderer sind dazu herzlich eingeladen.

Ihnen und Euch ganz herzliche Grüße vom Vereinsvorstand und Dank für jede Unterstützung unseres Vereins

     Ihr und Euer

Norbert Gellenbeck

     Vorsitzender

       

 

 

 

 

 

 

 

Im Juli 2009

 

                                                                                   

                         Erinnerung 

Einladung 

Wie in den vergangenen Jahren lädt der Vereinsvorstand

zum gemütlichen Grillabend ein!

Er findet aber bereits am Samstag, 8. August 2009 statt -

anders als auf der Mitgliederversammlung angekündet,

und zwar wieder am Jugendheim St. Antonius

auf der Mühlenmathe in Gronau.

Der Grill wird angeheizt nach der Vorabendmesse,

also um 18 Uhr.

Bei Gegrilltem, Salaten, Brötchen und Getränken

soll die Ferien- und Urlaubszeit ausklingen.

Herzliche Einladung an alle!

Der Erlös des Abends geht nach

Maria Ratschitz in Nordböhmen zu Philipp Irmer.

Der Vorstand
 

 

 

 

 

                         

Brief aus Maria Ratschitz   

Pfingsten 2009

 

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,

ganz herzlich grüße ich Sie und Euch am diesjährigen Pfingstfest und wünsche ein gesegnetes Pfingsten und natürlich die Gaben des Heiligen Geistes, die uns allen verheißen worden sind. Ich wünsche uns allen, dass er über uns kommt, uns neu antreibt und motiviert, seine Frohe Botschaft in die Welt und zu den Menschen zu tragen, die darauf warten, auch von seiner begeisternden Kraft angesteckt zu werden.

Wie können wir den Weg zu den Menschen finden? Wie können wir den Menschen hier in Nordböhmen, aber auch überall zeigen, was uns antreibt, was uns als Christen ausmacht und vor allem froh macht? Ich glaube, wir brauchen dazu kein Navigationsgerät, auch wenn uns diese Dinger in den letzten Jahren fast nachgeschmissen wurden. Sicher, sie vereinfachen uns natürlich einiges. Ob mobile oder fest eingebaute Navis, alle helfen uns, unser Ziel zu erreichen. Am Ende unseres Weges oder unserer Fahrt können wir hören: Sie haben Ihr Ziel erreicht! Das ist doch mal eine feine Sache. Aber um sein Ziel zu erreichen, muss man zunächst einmal eingeben, wohin wir wollen.

Hier in Maria Ratschitz blicken wir auf den Weg der Osterzeit zurück. Wir können zurückblicken auf wunderschöne und lebendige Gottesdienste, in denen wir neu die österliche Freude spüren konnten. Am 13. Mai hatten wir unseren Diözesanbischof Jan Baxant zu Besuch, der von unserem Projekt sehr angetan war, und uns gewünscht hat, weiter zu machen und so Zeugnis abzulegen von Jesu froh machender Botschaft. So können wir hier zumindest schon mal ein kleines Wunschziel in unser Navigationsgerät eingeben.

Heute aber ist vielleicht auch der Tag, an dem wir feiern, dass das Navigationssystem in jedem von uns eingerichtet worden ist. Es ist das Navi, das uns auf allen Wegen begleitet, die wir als Menschen zu gehen haben, das nämlich ganz tief in uns hineingegossen ist: Gottes Geist, der uns als Beistand geschenkt ist, um uns die Richtung zu weisen, um uns die entsprechende Orientierung zu geben und ganz sicher an unser Ziel zu bringen. Man kann ihn vernehmen - nicht zuletzt als Stimme unseres Gewissens - und er ist um ein Vielfaches zuverlässiger als alle Systeme, die von irgendwelchen amerikanischen Satteliten abhängig sind.

Er ist so zuverlässig, dass seine Stimme in allem den Vorrang hat, weit vor allen kirchlichen Lehrentscheidungen steht, vor allen Bischöfen und Päpsten rangiert und die wichtigste Instanz in meinem Leben überhaupt ist. Wir alle verfügen über dieses System. Wenn wir ihm folgen, wenn wir der Stimme unseres Gewissens folgen, Gottes Geist die Richtung weisen lassen, werden wir unser Ziel erreichen.

So wünsche ich uns allen in tiefer Dankbarkeit diese pfingstliche Erfahrung, auf dem richtigen Weg zu sein, um dann am Ende wirklich hören zu können: „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“

Ich grüße Euch und Sie ganz herzlich und verbleibe

Euer und Ihr dankbarer

Philipp Irmer

Pfarradministrator

 

Vereinsmitteilung                                                                                               

                                                                                                                                         Datum: 2. Juni 2009 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

am 29. April haben wir unsere Mitgliederversammlung in Gronau abgehalten. Es waren  erfreulich viele Besucher gekommen.. Besonders begrüßen konnte ich Pfarradministrator Philipp Irmer und Christopher Cantzen, welcher zur Zeit ein soziales Jahr in Maria Ratschitz ableistet. Herrn Pfarrer Norbert Schulze Raestrup gratulierten wir zu seinem Geburtstag, den er an diesem Tag feierte. . 

Ph. Irmer berichtete an Hand von vielen Bildern über den Fortgang der Arbeiten in Maria Ratschitz. Ein Bild zeigte jeweils den Zustand von vor sechs Jahren, das folgende dann den heutigen Zustand, sodass sich die Anwesenden ein gutes Bild von dem bisher Geleisteten machen konnten.

Weiter berichtete Ph. Irmer, dass die Auslastung seiner Räumlichkeiten zugenommen hat und seine Beherbergungsmöglichkeiten immer besser angenommen werden. In den Wintermonaten scheue er allerdings zu viel Besuch wegen der hohen Heizkosten.

Die Gesamtausgaben der Pfarrei Maria Ratschitz betrugen  im letzten Jahr 1.147.055,94 CZK (ca. 44.120,-  €), zu denen unser Verein wieder 29.400,-    beitragen konnte (siehe unten: Kassenbericht).             

Unser Verein hat seit der letzten Versammlung drei Austritte zu verzeichnen und sieben Aufnahmen. Ein Mitglied ist verstorben, dessen wir im Gebet gedachten. 124 Mitglieder zählt somit z.Zt. unser Förderverein. Des Weiteren dürfen wir uns über 38 Förderer freuen, die regelmäßig spenden.                                                                                                                         Kassenlage: Die Buchführung von Hildegard Verst wurde durch  Gerd  Rohlwing und                

                     Philipp Reus am 27. April 2009 geprüft.

      Stand per 22.04.2008                                        327,18

      Einnahmen

      Mitgliedsbeiträge                                            8.897,,00          

      Spenden                                                         19.114,46

      Zinsen                                                                     2,40

      Grillabend                                                           487,50

      Adventsbasar                                                   1.110,00

      Getränkegeld (Mitgliedervers.)                            60,00

                Gesamteinnahmen:                            29.671,36

      Ausgaben

      Renovierungsarbeiten                                    29.400,00

      Rücklastschriften                                                  75,00

                  Gesamtausgaben:                             29.475,00

      Stand per 22.04.2009                                         523,54        

 

Die Kassenprüfer stellten eine ordnungsgemäße Buchführung von Hildegard Verst fest und beantragten die Entlastung der Kassiererin und des ganzen Vorstandes. Diesem Antrag stimmte die Versammlung einstimmig zu.    

In diesem Jahr standen auch Vorstandswahlen an. Pfarrer Schulze Raestrup leitete die Wahl. Es wurde die Wiederwahl für sämtliche zu Zeit im Amt befindlichen Vorstandsmitglieder beantragt. Diesem stimmte die Versammlung einstimmig bei Enthaltung der Betroffenen zu.

Pfarrer Schulze Raestrup gratulierte allen wiedergewählten Vorstandsmitgliedern und bedankte sich für die bisher geleistete Arbeit in diesem Gremium.

Vorstand:  Norbert Gellenbeck, Vorsitzender

                   Annette Droste, stellv. Vorsitzende und Schriftführerin

                   Hildegard Verst, Kassiererin

                   Jürgen Biermann, Beisitzer

                   Petra Terlinde, Beisitzerin

Für die kommenden zwei Jahre wurde Heinz Kronenberg als Kassenprüfer einstimmig bei einer Enthaltung gewählt. Philipp Reus ist noch für ein weiteres Jahr im Amt.

Geplant ist für Samstag, den 8. August 2009, wieder unser Grillabend am Jugendheim in Gronau an der Mühlenmathe. Einige Anwesende haben sich bereit erklärt, dafür Salate zu bereiten.

Der Adventsbasar wird am 6. Dezember zusammen mit der „Kongohilfe“  durchgeführt. Unser Verein wird wieder für die Bewirtung der Besucher sorgen. Frau Schibilla wird nochmals einen Stand mit „Kunst und Krempel“ aufbauen. Für die Hilfe an diesem Sonntag werden rechtzeitig Leute angesprochen.

Bitte obige Termine vormerken, damit wir wieder mit den Veranstaltungen Erfolg haben werden.

Auf Anfrage machte Ph. Irmer noch Ausführungen zum Fortbestehen des Projektes in Maria Ratschitz. Gerne möchte er selbst noch vier Jahre in Tschechien bleiben, also zehn Jahre      vollmachen. Danach werde das Projekt in jedem Fall weiter Bestand haben. Mittlerweile gebe es sehr gute Querverbindungen zum Bistum Dresden-Meißen.

Mit herzlichem Dank an die Teilnehmer für das Interesse und die Aufmerksamkeit und mit dem Wusch einer guten Heimreise endete die Mitgliederversammlung.                                                 

Zum Abschluss brachten wir Pfarrer Schulze Raestrup zu seinem Geburtstag ein Ständchen.

 

Mit ganz herzlichen Grüßen vom ganzen Vorstand

und mit bestem Dank für alle Hilfe im letzten Jahr

Ihr und Euer   

                        Norbert Gellenbeck

 

 

 

 

 

Einladung zur   Mitgliederversammlung 2009

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

hiermit ergeht vom Vorstand aus die Einladung zu unserer Mitgliederversammlung gemäß § 7 (1) u. (2) der Vereinssatzung, und zwar zu

              Mittwoch, den 29. April 2009, um 18 Uhr im Jugendheim St. Antonius, Mühlenmathe 19c in Gronau.

Auch  Interessierte sind auf unserem Treffen immer herzlich willkommen. Philipp Irmer wird auf der Versammlung von seiner Arbeit im letzten Jahr berichten.

Tagesordnung

1.      Begrüßung

2.      Bericht  von Philipp Irmer aus Maria Ratschitz

3.      Geschäftsbericht

4.      Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer

5.      Entlastung des Vorstandes

6.      Wahl des Vorstandes gem. § 8 der Vereinssatzung

7.      Kassenprüferwahl

8.      Grillabend im Sommer (15.08.2009) u. Adventsbasar (6.12.2009)

 10.   Verschiedenes

Eine Ergänzung der Tagesordnung ist auf Antrag mit Zustimmung der anwesenden Mitglieder möglich.

Der Vorstand lädt ganz herzlich zur Mitgliederversammlung ein und wünscht Ihnen und Euch noch gute Tage der Besinnung und ein gesegnetes Osterfest!

Mit ganz herzlichen Grüßen im Namen des Vorstandes

Ihr und Euer

Norbert Gellenbeck , Vorsitzender

 

     

 

Brief aus Maria Ratschitz

Vierter Fastensonntag, 22.  März 2009

 

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,

vielleicht kennen wir das alle: Manchmal hat man für ein Problem, das zu lösen ist, urplötzlich eine Idee. Da taucht vor dem inneren Auge ein klares Bild auf - man weiß ganz genau, wie man's machen will. Wenn man sich dann an die Umsetzung der Idee heranmacht oder gar schon früher, wenn man jemand Anderem die Idee erzählt, muss man feststellen: Das kann im Leben so nicht klappen. Wir machen diese unschöne Erfahrung: Zwischen einer unglaublich tollen und liebgewonnenen Idee und deren Umsetzung liegt oftmals ein harter Weg. Zumindest geht es mir so, wenn ich an die Anfänge hier in Maria Ratschitz denke. Wenn ich heute immer wieder neu und immer noch begeistert von unserer Idee hier erzähle, wenn ich unser Haus, die Kirche und so manche Kleinigkeit unseres Areals Besuchern zeige und erkläre, gehen mir diese Gedanken durch den Kopf. Ich bin so froh und dankbar, dass mir Menschen zur Seite standen und stehen, die mir bei der Umsetzung der Ideen geholfen haben und helfen.

Eine uralte Geschichte des antiken griechischen Philosophen Platon erzählt von Menschen, die in einer Höhle wie Gefangene leben und von der Welt draußen nichts weiter zu sehen bekommen als die Schatten der Dinge, die durch hereinfallendes Licht an eine Wand projiziert werden. Was so furchtbar tönt nach Folter und Qual, ist es gar nicht, - es ist für die Menschen in der Höhle vielmehr ganz normal - so normal und so gewohnt, dass sie gar kein Bestreben, sondern sogar geradezu Furcht davor haben, ihr Leben zu verändern, sich auf den Weg zu machen, um mehr zu erkennen als diese Schatten an der Höhlenwand.

Der antike Philosoph machte durch diese Geschichte seine Zeitgenossen darauf aufmerksam, dass sie ihre Welt eigentlich gar nicht richtig und vollständig begreifen, sondern nur wie Schatten sehen. Die Menschen, so der Vorwurf Platons, hätten gar keine Ahnung, wie die Welt wirklich sei, und sie könnten folglich auch nicht richtig mit ihr umgehen: Die Erkenntnis einer umfassenden Wahrheit würde ihnen fehlen. - Ein Vorwurf, den auch schon Platons Lehrer Sokrates erhoben hatte und der diesem dann das Leben kostete: Die Welt um diese beiden Philosophen herum wollte sich nur ungern sagen lassen, dass sie von der Wirklichkeit keine umfassende Ahnung hatte. Aber mal ehrlich, ist das heute anders?

Dieses 'Höhlengleichnis' des Platon gehört zu den bekanntesten philosophischen Texte der Geschichte. In allen Jahrhunderten ist diese eine große Frage aus der Erzählung diskutiert worden: Wie kommen wir von der Idee zur Realität, was ist wahre Erkenntnis oder noch pointierter: Was ist überhaupt Wahrheit?

Zum einen ist Wahrheit mit Blick auf das, was hier in Maria Ratschitz geschehen ist, das, was an ursprünglichen Ideen umgesetzt werden konnte. Dieses ist nun eine erfreuliche und glaubwürdige Realität. Vielfältige Ideen wurden mit Hilfe vieler Denker und fleißiger Hände umgesetzt. Rein baulich betrifft das vor allem einen weiteren Teil unseres Kreuzganges, den wir mit staatlicher Hilfe neu eindecken konnten. Auch die Kohlegesellschaft hat Wort gehalten und uns einen Zuschuss für das Dach des Kreuzganges gewährt. Die Missionsstiftung Lindern (im Oldenburger Land) hat uns ebenfalls mit einer großzügigen Spende bedacht, und so konnten wir endlich unsere große Küche einrichten und fertig stellen. Nun steht sie für die kommenden Wallfahrer und auch Hausgäste bereit. Einen ganz herzlichen Dank auf diesem Weg nach Lindern. Viele kleine baulichen Dinge konnten wir in der letzten Zeit angehen und realisieren. Ideen haben wir so umgesetzt. Allen, die dazu beigetragen haben, möchte ich ebenfalls herzlich danken. Das Schönste aber ist und bleibt, zu sehen, wie die kleine Gemeinde wächst. Seit ein paar Wochen hat eine Frau aus unserer Gemeinde begonnen, die Kleinsten mit der Idee und Gestalt Jesu Christi vertraut zu machen. Sie treffen sich einmal in der Woche und nähern sich der unfassbaren Idee Gottes auf ihre Weise mit Singen, Basteln und einfachen Gebeten. Das Erlernte bringen sie dann munter in unsere Sonntagsgottesdienste ein. Auch auf diese Weise werden Ideen umgesetzt und dafür bin unsagbar dankbar. In diesem Jahr haben wir schon Anfragen für mehrere Hochzeiten. Das ist Grund zur Freude und Beweis dafür, dass unsere Sache in Ratschitz mehr ist als eine Projizierung auf eine Felswand.

Am vierten Fastensonntag hörten wir einen Text aus dem Johannesevangelium. Was Platon und Johannes gleichermaßen und gemeinsam als Wahrheit, als Wahrhaftigkeit ansehen, ist etwas Wegweisendes, etwas, das das Leben der Menschen ausleuchtet und auf den richtigen Weg weist. Was aber Platon so unfassbar, so unnahbar, so weit weg vom Leben und so hochphilosophisch mit der Begrifflichkeit "wahre Erkenntnis der Dinge“ umschreibt, bekommt in den Ausführungen des Johannes ein ganz klares Gesicht, in das man hineinschauen kann: Die Wahrheit, die klare Erkenntnis des Lebens bringt der Gottessohn in diese Welt ein durch seine Worte und Taten. Wer sich an ihm orientiert, wie einst das Volk Israel sich in der Wüste an der bronzenen Schlange des Mose orientiert hat, so der Zuruf des Johannes, der läuft nicht falsch oder, um im Bildwort des Johannes zu bleiben, der wird nicht im Finstern gehen. Die Ausführungen des Johannes erinnern zumindest mich stark an die Höhlengeschichte: "Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.“

Wie oft müssen wir aber feststellen, dass wir uns eigentlich ganz gemütlich eingerichtet haben in unseren Höhlen, im gedimmten Licht unseres Lebens.

Wir Menschen haben unsere Vorstellungen von unserer Lebensführung. - Neues anzupacken fällt uns da oft schwer, Aufbrüche wollen oft nicht gelingen.

Wir Menschen haben unsere Vorstellungen, etwa was gute Politik für unser Land ist. - Fragen aber, die Kurskorrekturen hervorrufen würden, lassen wir oft nicht zu.

Wir Menschen haben unsere Vorstellungen, wie unsere Kirche am Reich Gottes mitwirken soll - aber bitte genau so und nicht anders.

Doch unsere Vorstellungen vom Leben sind nur ein Teil der Wirklichkeit. Unsere fixen Ideen, wie alles sein muss, sind immer wieder reformbedürftig. Das gilt auch für unsere Ängste, die schlechten Vorstellungen, die negativen Ideen, die uns lähmen.

Die Botschaft Jesu Christi will uns motivieren, hinauszugehen und uns offen und ehrlich dem Licht der Welt zu stellen und dem Leben zu trauen. Wir sind aufgerufen, uns ins Licht der Welt zu stellen und dabei die Erfahrung zu machen, wie wir wirklich aussehen, wenn er uns anstrahlt.

So wünsche ich Ihnen und Euch die Erfahrung Christi strahlenden Lichtes, der unsere Ideen erst in einem richtigen Licht erscheinen lässt. Christus will unsere Dunkelheiten erhellen durch das Licht seiner Auferstehung, auf das wir durch die Fastenzeit zugehen. Christus ermutigt uns, aus der Verschlossenheit unserer Höhlen herauszutreten und das Wagnis mit ihm neu einzugehen. Mit ihm bekommen unsere fantastischen Ideen einen konkreten Gegenwartbezug. Das gilt für uns hier in Maria Ratschitz, aber sicher auch überall dort, wo Sein Licht die Richtung vorgibt.

Ich wünsche Ihnen und Euch ein gute verbleibende Fastenzeit, viele Lichtmomente und die Gewissheit, dass Christus auch mein persönliches Dunkel erhellen will.                                                                                   

Ihr und euer dankbarer

 Philipp Irmer

Pfarradministrator

 

 

 

 

Adventsbrief aus Maria Ratschitz                                                                           3. Advent, 14. Dezember 2008

 

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,                                                            

im Evangelium des dritten Adventssonntags können wir lesen und hören: Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. (Joh 1,8)

Die Rede ist hier vom Täufer Johannes. Er geht dem Messias voraus und er soll die Menschen auf das Licht vorbereiten. Ohne Vorbereitung wären die Menschen nicht in der Lage, das Licht überhaupt zu ertragen. Wir benötigen Licht, um sehen zu können. Wenn die Augen krank sind, sind Licht und Helligkeit fast unerträglich. Wer einmal beim Augenarzt war, um seine Augen kontrollieren zu lassen, weiß, wovon ich spreche.

Das Licht, von dem Johannes Zeugnis ablegt, ist Jesus Christus. Er bringt durch seine Menschwerdung Licht in das Dunkel der Menschen. Damit sind dann natürlich nicht nur die Menschen der vergangenen Zeit gemeint, hiermit ist jeder Mensch zu jeder Zeit gemeint. Wir sind letztlich damit gemeint.

Johannes legt Zeugnis für das Licht ab, das auch in unsere Zeit kommen und unser Leben erleuchten will. Wir, die wir nun durch das Licht der Freude erhellt worden sind, sollen nun zu Lichtträgern werden, die das Licht in die Welt tragen sollen, um ihr zu erklären, dass wir Menschen eben nicht nur den naturgemäßen Voraussetzungen zu folgen haben, sondern geliebte Kinder eines Gottes sind, der sich nicht nur zur Weihnachtszeit für uns stark macht.

Jesus Christus ist das Licht, das wir als Christen bekennen und für das wir in unserem täglichen Leben Zeugnis ablegen sollen. Wir Christen treten an die Stelle von Johannes, wenn wir uns in einer Welt, die von Christus nichts mehr weiß als einzig ein paar Randdaten, zu ihm, dem Licht der Welt bekennen.

Gerade dieses philosophische und anspruchsvolle Evangelium bekommt für mich hier in Nordböhmen immer wieder neue Aktualität. Wir kleine Gemeinde in Maria Ratschitz, in Krupka und Osek sollen zu Lichtträgern werden für die vielen Menschen, die eine Sehnsucht haben nach diesem Licht Christi. Es ist eine wunderbare Aufgabe, die aber auch immer an den Rand der Möglichkeiten führt, weil das Menschliche augenscheinlich viel größer ist, als das Empfinden für den göttlichen Liebesbeweis.

Mir hilft es, dass ich wissen darf: Gott will mein Leben hell machen durch die Geburt seines Sohnes. Dieses glaubende und immer wieder neu ertastende Wissen soll aber eben nicht nur mich bereichern, sondern nach außen dringen und das Leben derer hell machen, die im Dunkeln sind. Nun kann man ein Streichholz entzünden, ein Strohfeuer zum Brennen bringen oder sonstige Lagerfeuer entfachen. Worauf es aber wirklich ankommt, wenn ER kommt, liegt an unserem inneren Brennwert, an der Nachhaltigkeit unseres christlichen Zeugnisses.

Wenn wir am Ende dieses Jahres angelangt sind, wenn wir zurückblicken und mit Erwartung die Feier der Menschwerdung unseres Gottes feiern, liegt es nicht in unserem Ermessen, abzuschätzen, ob unsere Arbeit nachhaltig zum Aufbau des Reiches Gottes oder zur Annahme des Lichtes, das in die Welt kommen soll, beigetragen hat. Fest steht, dass im vergangenen Jahr bei uns in Nordböhmen viel geschehen ist gerade durch Eure und Ihre Hilfe. Dafür möchte ich im Namen der kleinen Gemeinden vor Ort herzlich danken.

Eine Frau, die zu mir zur Beichte kam, brachte es für meinen Begriff auf den Punkt. Unsere Gemeinde ist für sie zu einer Oase geworden, in der sie Kraft und Mut für ihren Alltag tanken kann. Diese Kraft aber ist kein Selbstzweck, sondern sie versucht, diese im täglichen Leben auch anderen Menschen zukommen zu lassen.

Wir sind hier keine Kirche der großen Zahlen; wir sind in der Tat immer noch auf die Hilfe von anderen christlichen Lichtträgern angewiesen, aber wir sind ein lebendiger Teil einer Kirche, die sich nicht nur zur Advents- und Weihnachtszeit vorgenommen hat, zum Lichtträger für die Menschen zu werden.

Ich danke allen, die uns ermöglichen, diesen Auftrag hier in Nordböhmen zu erfüllen, und bitte Euch und Sie herzlich, uns durch Euer/Ihr Gebet und Eure/Ihre Gaben tatkräftig weiter zu unterstützen, damit wir als Kirche zu wahren und nachhaltigen Lichtbringen werden, die den Menschen hier Mut, Hoffnung und Sinn geben.

So danke ich Euch und Ihnen für Eure und Ihre Unterstützung im Gebet, in der Tat und durch Spenden und bitte Euch und Sie auch für die Zukunft, uns auf diese Weise zu unterstützen.

Ganz herzliche Grüße und ein gutes Zugehen auf das nahende Fest der Menschwerdung Jesu Christi wünscht  

Euer und Ihr dankbarer                                                                                                 

   Philipp Irmer

 

     Liebe Mitglieder und Förderer,

auch in diesem Advent darf ich  Philipp Irmers Gedanken zum Advent mit seinen Weihnachtsgrüßen hier veröffentlichen.

Am zweiten Advent haben wir wieder, wie angekündigt, in Gronau unseren Adventsbasar zugunsten von Maria Ratschitz durchgeführt, bei dem diesmal 1.110 € eingenommen worden sind. Allen, die sich bei der Planung und Durchführung eingesetzt haben, und allen Sachspenderinnen und Spendern sage ich hiermit ganz herzlichen Dank, auch im Namen von Philipp Irmer. Im nächsten Sommer soll, so plant es der Vorstand, eine weitere Veranstaltung zugunsten unserer Partnergemeinde durchgeführt werden.

Die Pfarrgemeinde St. Antonius Gronau hat für das Jahr 2009 wieder eine Fahrt ins Erzgebirge ausgeschrieben, und zwar vom 12.-17. Juni. Natürlich steht auch die Teilnahme an der Wallfahrt nach Maria Ratschitz (13. Juni) auf dem Programm. Weitere Ziele sind Mariaschein, Karlsbad und Meißen mit einer Schifffahrt auf der Elbe von Dresden aus. Quartier wird wieder im „Lugsteinhof“ in Altenberg-Zinnwald gemacht. Auskunft und Anmeldung im Pfarrbüro St. Antonius, Mühlenmathe 19b, 48599 Gronau,                       Tel. 02562/3871.

Der Termin für unsere nächste Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen steht noch nicht fest; wahrscheinlich wird diese in der Woche nach dem Weißen Sonntag (ab 19. April) stattfinden. Die Einladungen dazu ergehen fristgerecht.

Der Vereinsvorstand schließt sich den Worten von Philipp Irmer in dessen Brief an und dankt von Herzen für alle Unterstützung und großzügige Hilfe im vergangenen Jahr.

Im Namen unseres Vorstandes wünsche ich Euch und Ihnen allen noch besinnliche Adventstage, ein gesegnetes frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen im Neuen Jahr!

     Euer und Ihr 

Norbert Gellenbeck

    Vorsitzender

 

 

 

 

 

Vereinsmitteilungen                                                                                                                          24. Oktober  2008

 

 

Liebe Mitglieder und Förderer,

wie bisher in jedem Jahr haben wir aus Maria Ratschitz nach den Ereignissen im Sommer einen Brief von Philipp Irmer erhalten, den ich nun allen zusenden kann.

Dies nehme ich gerne zum Anlass, drei weitere Dinge mitzuteilen.

 

1.  Am 9. August haben wir in Gronau unseren Grillabend veranstaltet. Trotz anderer Verpflichtungen mancher Mitglieder waren mehr Leute gekommen als im Jahr zuvor    

     und haben bei wunderschönem Sommerwetter einen gelungenen Abend miteinander verbracht. Der Erlös des Treffens betrug  847,50 €. Allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung geholfen oder die leckeren Salate bereitet haben, sei ganz herzlich      

     gedankt.

 

2.  Das Bistum Leitmeritz hat Philipp Irmer zusätzlich zum Pfarradministrator der Gemeinde in Osek ernannt, da dort im Kloster zur Zeit keine Mönche mehr sind. Abt Bernhard lebt nun in einem Hospiz bei Dresden und Pater Charbel ist in den Konvent der Zisterzienser

nach Bochum-Stiepel  gegangen. Somit ist Ph. Irmer auch für die Seelsorge in Osek zuständig.

 

3.  Unser diesjähriger Adventsbasar findet am zweiten Adventssonntag, dem 7. Dezember, im Jugendheim an der Mühlenmathe statt. Es ergeht die herzlichste Einladung dazu. Von 10  bis 17 Uhr kann man zum Schauen, Kaufen, Essen und Trinken kommen.

     Über Allerheiligen werden wieder einige Mitglieder aus Gronau nach Maria Ratschitz fahren und dort die Fortschritte in Augenschein nehmen.

     Ihnen und Euch ganz herzliche Grüße vom Vereinsvorstand und Dank für jede Unterstützung unseres Vereins

     Ihr und Euer

    Norbert Gellenbeck

 

 

 

Herbstbrief aus Maria Ratschitz                                                                       

24. Oktober 2008

  Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz, die Zeit rast dahin und wenn Norbert Gellenbeck nicht bei mir angerufen hätte, hätte ich wahrscheinlich gar nicht mal gemerkt, dass wir bereits Herbst haben und ich noch keinen Brief geschrieben habe.

Wie gesagt, die Zeit ist sehr schnell vergangen, zumal wir hier von sehr vielen ereignisreichen Dingen berichten können.

Mir fiel in diesem Zusammenhang das Evangelium vom 29. Sonntag im Jahreskreis in die Hände. Dort wird versucht, Jesus hinters Licht zu führen. „Soll ein Gläubiger dem Kaiser Steuer zahlen oder nicht? “ lautet die Frage in etwa. Die Antwort Jesu fällt kurz und knapp aus. „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“

Geht es hier um die Forderung Kirche und Staat zu trennen? Das zumindest ist hier in Tschechien mehr oder weniger völlig geschehen. Es gibt noch nicht einmal ein Konkordat, also einen Staatsvertrag zwischen dem Vatikan und dem tschechischen Staat. In diesem Staat leben Menschen, zum Teil gläubige, natürlich aber auch ungläubige.

Lebendige Menschen aus Fleisch und Blut machen auch unsere Kirche aus, und die gleichen Menschen leben in diesem Staat und bilden seine Glieder. Was soll man da trennen?

Wenn Kirche mehr ist, als ein Verein, in dem ich mich in meiner Freizeit halt ein wenig engagiere, wenn Kirche etwas mit mir, mit meinem Glauben, mit meiner Überzeugung zu tun hat, dann hat sie auch mit meinem Leben zu tun, und dann prägt sie mein Leben, auch mein Leben in dieser ganz konkreten Gesellschaft, die wir Staat nennen.

Gewählte Volksvertreter können schließlich ihre Glaubensüberzeugung nicht an der Garderobe abgeben, wenn sie in den Plenarsaal gehen. Und genauso wenig dürfen die Kirchen, die Kirchenleitungen und die Gemeinden vor Ort, ihre Verantwortung für das Gemeinwesen, in dem wir leben, einfach außen vor lassen.

Wirkliche Trennung von Kirche und Staat, von Glauben und konkretem, alltäglichem Leben kann es jenseits von Verwaltung und institutionellen Größen eigentlich gar nicht geben. Jesus hat sie sicher nicht so gewollt.

Der berühmte Satz vom "Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!" hat nichts damit zu tun, dass Christentum und Kirche sich aus der Politik und den Verstrickungen der Welt herauszuhalten hätten.

Gott zu geben, was Gott gehört, heißt nämlich gerade nicht, sich gleichsam auf eine geistliche Insel zurückzuziehen und dem im Verborgenen wohnenden Gott seine Opfer und Gebete zu weihen. Gott zu dienen heißt, dem Menschen zu dienen und nicht nur ein paar Gläubigen, sondern allen, gerade denen, die es eben notwendig haben.

So verstehen wir unseren Dienst als Kirche hier in Tschechien und gerade in Nordböhmen. Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke, stelle ich fest, dass diese Unternehmung tatsächlich angelaufen ist.

Viele Gäste haben uns besucht. Ihre Eindrücke und Wünsche, die sie ins Gästebuch geschrieben haben, unterstreichen das Gesagte. Viele internationale Begegnungen Jugendlicher haben in den Sommermonaten stattgefunden und waren für die Teilnehmer - aber auch für uns - eine echte Bereicherung. Die Jugendlichen des internationalen Bauordens waren wieder hier und haben ebenso geholfen, wie eine Jugendgruppe aus Anger (Bayern). So sind wieder viele kleine Projekte verwirklicht worden.

Christopher Cantzen aus Gronau/ Epe verbringt in unserem Haus seit dem 1. September sein freiwilliges soziales Jahr. Er ist in die Jugendbegegnung eingebunden, kümmert sich um die Gäste, ist in der Gemeindearbeit präsent und hilft, wo es nötig ist. Er ist eine echte Bereicherung für unser Team und unsere Arbeit.

Inzwischen haben die Restaurierungen am Kreuzgang begonnen. Mit staatlichen Geldern und einer Zuwendung des Bistums sind die Wand- und Deckenfresken fixiert worden und wird die marode Dachhaut vom Eingang des Kreuzganges bis zur zweiten Kapelle erneuert.

Viele kleine und größere Bauprojekte haben wir in diesem Jahr beginnen und fertig stellen können. Die Fassade des ehemaligen Stalles erstrahlt in neuem Glanz und macht Geschmack auf mehr.

Ich durfte meinen 40. Geburtstag mit vielen Freunden und Verwandten aus nah und fern feiern. Es waren herrliche Tage. Allen sei an dieser Stelle herzlich für ihre Wünsche, ihr Dasein und die Geschenke gedankt.

Auch in diesem Jahr konnten wir wieder mit der Ortsgemeinde unsere Wallfahrt zum Patrozinium begehen. Das war ein herrliches Fest, zu dem viele Menschen in unsere Hallen kamen und staunten. Sogar unsere Nachbarn waren da und wir haben den alten Streit beilegen können.

Unsere kleine Gemeinde wächst. Das ist die schönste Entwicklung. Einer meiner Schüler vom bischöflichen Gymnasium ist auf mich zugekommen und möchte auf die Taufe vorbereitet werden. Einige der Gottesdienstbesucher haben schon des Öfteren geäußert, dass sie unsere Gottesdienste und die Lebendigkeit darin sehr lieben. Das macht Mut und gibt Kraft.

Gott will keine Insel der Seligen, er will eine menschlichere Welt und das für alle Menschen. Nur wer wirklich die Menschen im Blick hat und das Leben der Menschen fördert, nur der kann von sich sagen, dass er unserem Gott gibt, was diesem Gott gehört, jenem Gott nämlich, der von sich gesagt hat, dass wir ihm genau das getan haben, was wir einem seiner geringsten Brüder und Schwestern haben zukommen lassen.

So grüße ich Sie und Euch ganz herzlich und verbleibe bis zu einem nächsten Mal                                                                                                        

Ihr und Euer dankbarer                                                                                                                      

Philipp Irmer 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brief aus Maria Ratschitz

 

13. Mai 2008

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,                                                                                            ist denn euer Herz verstockt? Diese Frage müssen sich die Jünger gefallen lassen, als sie feststellen, dass sie nur ein Brot als Reiseproviant eingepackt haben. Das Evangelium des Wallfahrtstages am 13. Mai stellt uns eine scheinbar alltägliche Situation vor Augen. Jesus und seine Jünger machen sich mit dem Boot auf den Weg und die Jünger haben vergessen, das Brot zu besorgen. Auf den ersten Blick ist das schon eine echte Zumutung durch Jesus, sie wegen der Sorge ums Brot eines verstockten Herzens zu bezichtigen. Schließlich machen sich die Jünger ja nur Gedanken um ihre Verpflegung. Wie gesagt auf den ersten Blick. Der zweite Blick geht in die Tiefe. Die Jünger waren schon mehrfach Zeugen der Wunder Jesu. Sie waren schon Zeugen für seine göttliche Vollmacht. Eigentlich müssten sie wissen, wer da mit ihnen im Boot sitzt. Doch ihre Augen, vor allem aber die des Herzens sind verstockt und können über die Alltagssorgen nicht das Wesentliche erkennen. Deswegen ist ihr Unglaube auch nicht nur ein wenig harmlos, sondern trifft sie in die Mitte ihres Daseins. Sie haben allem Anschein nach wirklich nicht begriffen, wen sie in ihrer Mitte haben.

Damit meint dann letztlich der Evangelist Markus auch uns in unserem Dasein. Haben wir begriffen, wen wir in unserer Mitte haben? Oder verdunkeln unsere Alltagssorgen unseren Blick auf das Wesentliche? Haben wir bei unserem täglichen Geschäft vergessen, wer Jesus Christus für uns sein will und was er für uns will?

Nach dem Pfingstfest, nach der Osterzeit hat nun wieder das alltägliche Leben begonnen. Die Festgeheimnisse, vor allem aber die Gabe des Heiligen Geistes wollen uns für unser tägliches Leben stärken und Mut und Kraft geben, damit wir immer wieder aufs Neue erkennen, wen wir bei uns im Boot haben.

An den Wallfahrtstagen hier in Ratschitz sind wir wieder in besonderer Weise eingeladen, uns mit den Sorgen und Nöten aber auch mit unserem Dank für Gottes Heilswirken in unserem Leben durch Maria an unseren Gott zu wenden.

Gott ist auf unserer Seite. In Jesus Christus sitzt er mit uns in unserem Boot, ist er in unserer Mitte. Machen wir uns also an ihm fest. Trauen wir den Verheißungen, dass er das Leben für uns will, und feiern wir so Eucharistie. Dann haben wir miteinander und mit unserem Gott eine tiefe sinngebende Gemeinschaft, die unser Leben über das Tägliche auf das Göttliche verweist.

Sein Wort, das er uns gegeben hat, gilt. Er ist bei uns alle Tage bis zum Ende der Welt. So wünsche ich Ihnen und Euch und natürlich auch uns hier in Maria Ratschitz diese Gewissheit. Ich wünsche uns allen, dass wir bei all unserer Arbeit, bei aller Mühe und allen Sorgen, nicht vergessen, wen wir bei uns im Boot haben.                                                                                            So grüße ich Sie und Euch ganz herzlich und verbleibe bis zu einem Wiedersehen                                               

Ihr und Euer dankbarer                                                                                                                       

    Philipp Irmer

- Pfarradministrator -  

 

PS: Ich bin überrascht von den vielen großzügigen Gaben für Maria Ratschitz aus Anlass des 

      Geburtstages von Pfr. Schulze Raestrup. Für die 5.000 €, die zusammengekommen sind, 

      danke ich von ganzem Herzen, auch für alle Spenden der letzten Monate, mit denen wir  

      hier unsere Arbeit weiterführen können. Allen ein „Vergelt’s Gott!“    

 

 

 

 

 

Mitgliederversammlung

                                                                        Datum:19. Mai 2008 

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

am 2. Mai haben wir unsere diesjährige Mitgliederversammlung in Gronau abgehalten, die erfreulich gut besucht war. Besonders begrüßen konnte ich Pfarradministrator Philipp Irmer aus Maria Ratschitz und Pfarrer Norbert Schulze Raestrup, der drei Tage zuvor seinen 65. Geburtstag feierte und aus diesem Anlass für unseren Förderverein ca. 5.000 €  gesammelt hat. Auch an dieser Stelle ihm und allen Gebern ganz herzlichen Dank!

Ph. Irmer berichtete aus Maria Ratschitz und Mariaschein. Vieles hatte er bereits in seinen regelmäßigen Rundbriefen mitgeteilt. Zum 31. Dezember letzten Jahres hat einer seiner Mitarbeiter gekündigt, um eine neue Stelle bei der Stadt Teplice anzutreten. Als Ersatz wurde wieder ein Mitarbeiter vom Bistum Leitmeritz eingestellt, der gelernter Dachdecker ist und auch als Getaufter der kath. Kirche angehört. Die politische Gemeinde Mariánské Radčice benutzt nun sehr gerne die renovierten Räume des Hauses für ihre Veranstaltungen, ebenso 

die örtliche Bergwerksgesellschaft, die eine jährliche Zuwendung für die Restaurierungen versprochen hat. Bisher hat diese neue Dachziegel für die Sakristei, die Annakapelle und  für einen Teil des Kreuzganges gestiftet.

Die Gesamtausgaben der Pfarrei Maria Ratschitz betragen 2.322.878,70 CZK (ca. 92.900,- €), zu denen unser Verein 29.200,- € , also fast ein Drittel beigetragen hat (s. Kassenbericht).

Unser Verein hat seit der letzten Versammlung fünf Austritte zu verzeichnen und drei Aufnahmen, sodass wir 120 Mitglieder zählen. Weitere 90 Briefe gehen jeweils heraus an andere Interessierte und Förderer.

Der Vorstand hat dreimal getagt: zur Vorbereitung des Grillabends im August, des Basars im Advent und der Mitgliederversammlung.

Kassenlage: Die Buchführung von Hildegard Verst wurde durch Bernd Segbers und Gerd 

                     Rohlwing am 22. April 2008 geprüft.

 

 

      Stand per 10.04.2007                                        96,01

      Einnahmen

      Mitgliedsbeiträge                                            9.266,00          

      Spenden                                                       18.070,00

      Zinsen                                                                    1,54

      Grillabend                                                          679,90

      Adventsbasar                                                  1.712,88

      Getränkegeld (Mitgliedervers.)                              40,00

                Gesamteinnahmen:                           29.770,32

      Ausgaben

      Renovierungsarbeiten                                   29.200,00

      Avis-Autoverm.: Transport nach M.R.               339,15

                  Gesamtausgaben:                          29.539,15

      Stand per 22.04.2008                                      327,18

 

Die Kassenprüfer stellten eine ordnungsgemäße Buchführung fest und beantragten die Entlastung der Kassiererin und des ganzen Vorstandes. Diesem Antrag stimmte die Versammlung einstimmig zu. Zum neuen Kassenprüfer anstelle von Bernd Segbers wurde für das kommende Jahr einstimmig Philipp Reus gewählt.

    (Inzwischen wurden die Mitgliedsbeiträge für das erste Halbjahr erhoben und sind weitere  

    Spenden eingegangen, sodass der Verein wieder Projekte in Maria Ratschitz mitfinanzieren 

    kann.)

Geplant ist für Samstag, den 9. August, ein Grillabend am Jugendheim in Gronau an der Mühlenmathe. Einige Anwesende haben sich bereit erklärt, dafür Salate zu bereiten.

Der Adventsbasar wird am 7. Dezember zusammen mit der „Kongohilfe“  durchgeführt. Unser Verein wird wieder für die Bewirtung der Besucher sorgen. Für die Hilfe an diesem Sonntag werden rechtzeitig Leute angesprochen.

Bitte obige Termine vormerken, damit wir wieder mit den Veranstaltungen Erfolg haben werden.

Die Getränke für die Besucher der Mitgliederversammlung sind von drei Mitgliedern gestiftet worden.

Mit dem besten Dank an die MitarbeiterInnen im Vereinsvorstand, für die große Unterstützung aller im letzten Jahr und mit den besten Wünschen für die kommende Zeit schloss die Versammlung. Diese wünschte Philipp Irmer eine gute Heimreise nach Maria Ratschitz.

 

Mit ganz herzlichen Grüßen vom ganzen Vorstand

Ihr und Euer

                      Norbert Gellenbeck

                     Vorsitzender

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einladung

                                                                                               

                                                                                                                                                                                                                                              Datum:14. März 200308

6. Mitgliederversammlung

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

mit dem Brief zu Ostern von Philipp Irmer aus Maria Ratschitz erhalten Sie/erhaltet Ihr unsere Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung gem. § 7 (1) u. (2) der Vereinssatzung, und zwar zu

              Freitag, den 2. Mai 2008, um 18 Uhr im Jugendheim St. Antonius, Mühlenmathe 19c in Gronau.

Wie immer sind auch alle Interessierte bei unserem Treffen herzlich willkommen. Philipp Irmer wird wieder dabei sein, um aus Nordböhmen zu berichten.

Tagesordnung

1.      Begrüßung

2.      Bericht  aus Maria Ratschitz von Philipp Irmer

3.      Geschäftsbericht und Kassenbericht

4.      Bericht der Kassenprüfer mit Entlastung des Vorstandes

5.      Wahl eines Kassenprüfers

6.      Grillabend am 09. August 2008 am Jugendheim

7.      Basar am 07. Dezember 2008

 10.   Verschiedenes

Eine Ergänzung der Tagesordnung ist auf Antrag mit Zustimmung der anwesenden Mitglieder möglich.

Der Vorstand lädt ganz herzlich zu dieser Mitgliederversammlung ein  und wünscht Ihnen und Euch eine besinnliche Karwoche und ein gesegnetes Osterfest.

Mit ganz herzlichen Grüßen im Namen des Vorstandes

Ihr und Euer

Norbert Gellenbeck

Vorsitzender

 

 

 

Philipp Irmer

Pfarradministrator

                                      

 Datum: 13. März 2008

„Vorbehalt und Osterfreude“

 

Liebe Freunde und Förderer von Mariánské Radčice,                                                                  

 

in wenigen Tagen können wir das wunderbare Fest der Auferstehung Jesu Christi in vollen Zügen feiern. Die Tage der Fastenzeit haben uns auf das große Geheimnis, auf den Sieg des gottgeschenkten Lebens vorbereitet. Gerade in den letzten Wochen haben wir es dabei in den Tagesevangelien immer wieder mit Vorbehalten gegen Jesus und seine Worte zu tun bekommen. Es gipfelt darin, dass Jesus im Johannesevangelium (8,51) sagt: „Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen.“

Was auf diesen Ausspruch Jesu folgt, sieht auf den ersten Blickt aus wie echtes Hickhack oder abgrenzender Streit. Jesus und die Juden scheinen völlig aneinander vorbeizureden.

Endgültig ist allerdings der Bruch vollzogen, als die Juden sagen: „Jetzt wissen wir…“

Damit lehnen sie Jesus endgültig ab. Sie geben vor, alles nach bestem Wissen und Gewissen getan zu haben. Sie berufen sich auf Abraham und die Propheten und wollen mit diesem Jesus nichts mehr zu tun haben, der sich zu allem Überfluss auch noch über Abraham und auch die Propheten stellt. Vorbehalte, Vorurteile und Abgrenzungen schaffen nicht den Raum, der nötig ist, um Gottes vorbehaltlose Liebe zu entdecken.

Diese Erfahrungen können wir auch heute machen, wenn sich Menschen hinter Traditionen, Geschichte, Schicksal, schlechten Erfahrungen verschanzen und sich so den Blick verstellen lassen. In solchen Fällen kann man machen, was man will, wenn der andere sein Urteil schon gesprochen oder gefällt hat, ist es fast unmöglich, mit neuen Ideen oder Botschaften zu landen. Es bedarf einer unvoreingenommen Offenheit, die es möglich macht, auch Ungewohntes und Andersartiges nicht gleich abzulehnen.

Auch wir hier in Nordböhmen brauchen eine solche unvoreingenommen Offenheit, damit unsere Idee von einem lebbaren Glauben an den Gott des Lebens immer mehr Wirklichkeit werden kann.

Vieles hat sich da schon in den letzten Jahren getan. Für viele Menschen in unserem Ort ist unsere Kirche nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern ein Ort, an dem man Heil erfahren kann. Nach vielen Jahren der Distanz entstehen wieder Kontakte und Anknüpfungspunkte, die uns hoffen lassen.

So hat uns der Direktor des MUS (Brüxer Kohlegesellschaft) während seines Besuchs aus Anlass unseres Gemeindefestes versprochen, uns finanziell zu unterstützen. Mit dieser Unterstützung konnten wir die Dächer der Sakristei und der Annakapelle an unserer Kirche neu decken, wofür wir natürlich sehr dankbar sind.

Unsere kleine Gemeinde wächst. Das ist ein weiterer Punkt, den ich hier erwähnen will. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr sogar noch eine Erstkommunion feiern können. Alle weiteren kirchlichen Aktivitäten, unter anderem die Wallfahrten erwachen im Moment wie die Natur. Es ist nun einmal nicht angenehm, in den Wintermonaten in einer völlig unterkühlten Kirche zu sitzen und zu beten.

Unser Team hat sich auf wieder vergrößert. So hat seit dem 15.2.2008 Wenzel Berousek die Stelle von Martin Ciha als Hausmeister angetreten. Er ist gelernter Dachdecker und kann uns mit seinem Fachwissen sicher gut helfen.

Natürlich spüren wir auch immer wieder die Vorbehalte, wozu wir das hier machen. Warum wir uns dafür einsetzen, dass es die Menschen vor Ort mit Jesus Christus zu tun bekommen. Ich habe sogar schon einmal gehört, dass es sicher einfacher und billiger gewesen wäre, eine neue Kapelle und ein neues kleines Pfarrhaus zu bauen. Die Frage ist nur, ob es genau darauf überhaupt ankommt. Ich glaube nach wie vor, dass wir hier als Kirche vor Ort, in diesem Land und dieser Gesellschaft eine wichtige Aufgabe haben, die wir aus einer guten christlichen Tradition heraus, aber mit einem frischen, mutigen und gegenwartsbezogenen Wind erfüllen wollen. Natürlich werden wir dabei kritisch beäugt. Vielleicht haben einige sogar schon ihr endgültiges Urteil gesprochen. Das soll uns aber eben nicht entmutigen, sondern im Gegenteil sogar antreiben. Wir wissen uns da in guter Gesellschaft.

Das Urteil, das die Juden im Johannesevangelium schon lange über Jesus gefällt haben, findet in ihrem ausgesprochenen Wissen eine weitere Bestätigung. Jesus muss weg, er stört. Vor allem aber stört er ihre Auffassung von Religiosität, von Berufung und Auserwähltsein. Jesus stört ihr Gottesbild.

Jesus stellt sich über Abraham und zerschlägt damit die Autorität des Menschen und somit auch die des Abraham. Jesus aber macht dies nicht, um nur zu zerschlagen, sondern er richtet so vielmehr die Autorität Gottes auf. Damit zeigt Jesus, dass es nicht nur darauf ankommt, an althergebrachten Überlieferungen und Traditionen festzuhalten, sondern die eigene Selbstsicherheit und Selbstbehauptung aufzugeben. Denn gerade diese stützen sich auf das, was menschlich sein kann.

Glaube aber ist nichts fest Zementiertes. Der Glaube an den lebendigen Gott ist ebenfalls lebendig und nicht statisch und nimmt staunend zur Kenntnis, dass Gott sich auf uns Menschen anders eingelassen hat, als es die Menschen gerne hätten. Er nimmt uns mit in sein Boot der Erlösung, er zählt auf uns, er nimmt uns in unserer Schwachheit ernst. Deutlich wird das für uns in seiner bedingungslosen Liebe, die er uns am Kreuz bezeugt hat. Diesem Messias gilt es zu glauben und zu vertrauen. Diesem Erlöser unter das Kreuz zu folgen, ist die Aufgabe eines lebendigen Christen. Maria, der wir uns am heutigen Wallfahrtstag besonders verbunden fühlen dürfen, hat dies für uns eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sie ist somit für uns die Mutter im Glauben geworden. Sie ist ihrem Sohn im Leben, Leiden und Sterben bis unter das Kreuz gefolgt. Sie hat im Schmerz nicht verzweifelt, sondern geglaubt, dass Gott das Leben für uns Menschen will. Nur wenn der Mensch das glaubt, hat er das Leben.

Wer aber nicht glaubt, wird bald Steine finden, um sie auf Jesus zu werfen (s. Joh 8,59). Wer aber Steine auf Jesus wirft, vor dem wird er sich verbergen.

Wir sind in diesen Tagen vor dem wunderbaren Osterfest eingeladen und aufgefordert, dem Gott Jesu zu glauben, uns an ihm fest zu machen und zu vertrauen, allen Unkenrufen zum Trotz.

Gott ist der Gott unseres Lebens. So wie er seinen Sohn nicht im Tod gelassen hat, wird er auch uns nicht im Tod lassen, sondern uns das Leben in Fülle schenken.

Wollen wir das glauben?

So wünsche ich Ihnen und Euch im Namen unserer kleinen Gemeinschaft hier in Nordböhmen die Freude des Auferstandenen, in dem die absolute und vorbehaltlose Liebe Gottes zu uns Menschen unmissverständlich deutlich wird.

Ich grüße Sie und Euch und verbleibe                                                                                                                                   

Ihr dankbarer                                                                                                                                                     

Philipp Irmer

 

 

 

 

 

 

 

 

Mostecká 22   -  43532 Mariánské Radčice  -  Tschechische Republik

                                                                           Tel.:  00420476744058  -  www.marianske-radcice.org  -  mpirmer@seznam.cz

 

 

 

 

 

 

Vereinsmitteilung

                                                                                                                Datum: 2. Dezember 2007 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

schon haben wir den ersten Advent, so dass der Vorstand Ihnen und Euch wieder Philipp Irmers Adventsbrief  zuschicken kann. Auch haben wir heute unseren Basar für Maria Ratschitz durchgeführt. Der Erlös beträgt ca. 1.560,00 €. Allen, die dabei geholfen haben, dass es wieder ein Erfolg geworden ist, sei ganz herzlich gedankt – auch im Namen von Philipp Irmer.

Wie bereits in der letzten Vereinsmitteilung berichtet, sind zum zweiten Mal Gemeindemitglieder unserer Gronauer Pfarreien im vergangenen September auf der Erzgebirgsfahrt auch zur „Schmerzhaften Muttergottes“ nach Maria Ratschitz gewallfahrtet. Morgens machten wir zuerst einen Besuch in Mariaschein (Krupka). Nachmittags ist ein Teil der Wallfahrer vom Kloster Osek aus (8 km), ein Teil von Lom aus (3 km) gelaufen; der kleinere Teil fuhr direkt mit unserem Bus nach Maria Ratschitz. Für manche war dort die Prozession durch den Kreuzgang mit anschließender Messfeier in tschechischer und deutscher Sprache der beeindruckende Höhepunkt der gemeinsamen Fahrt. Nach dem Gottesdienst erzählte uns Philipp Irmer einiges von seiner Arbeit aus den vier Jahren, die er jetzt dort tätig ist. Die Pastoral in Nordböhmen, einem durch den Kommunismus entchristlichen Landstrich, bleibt mühsam, geht aber in kleinen Schritten voran. Von der Renovierung des großen fast dreihundert Jahre alten Pfarrhauses und von dessen Ausbau zur internationalen Jugendbegegnungsstätte konnte sich unsere Gruppe selbst überzeugen. Dank der Hilfe durch unseren Verein und des Hilfswerkes „Renovabis“ konnten die Räume im Innern des Hauses vor dem Verfall gerettet und wieder nutzbar gemacht werden. Leider ist die Fertigstellung des Meditationsraumes finanziell noch nicht ganz gesichert. Bis Ende des Jahres hoffen wir aber, auch das in trockenen Tüchern zu haben.

Philipp Irmer ist nun im fünften Jahr im Bistum Leitmeritz/Nordböhmen tätig, denkt jedoch noch nicht an eine baldige Rückkehr ins Bistum Münster. Er möchte noch einige Jahre in Tschechien bleiben. Natürlich macht er sich Gedanken, wie die begonnene Arbeit einmal weitergeführt werden kann und wer dafür infrage kommt. Der Generalvikar von Leitmeritz hat sehr großes Interesse daran, dass die Begegnungsstätte in Maria Ratschitz eine Zukunft hat.

Mit dem herzlichsten Dank  für Ihre und Eure Mithilfe im vergangenen Jahr und dem Wunsch auf eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, mit den besten Wünschen für das kommende Jahr grüße ich Sie und Euch alle im Namen des ganzen Vorstandes

 

Ihr/Euer 

Norbert Gellenbeck , Vorsitzender

 

 

 

 

 

 

 

Adventsbrief aus Nordböhmen

1. Advent 2007

 

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,                                                                                           

 

wir haben das alte Kirchenjahr hinter uns gelassen und gehen nun durch die Adventszeit in das neue Kirchenjahr hinein und auf Weihnachten zu.

Es geht wieder um einen neuen Anfang, eine neue Erwartung. Dunkelheit will Licht werden. Viele Menschen möchten sich diese Spannung und den Blick ins zunächst Ungewisse ersparen. Sie wollen direkt durchmarschieren und im Neuen ankommen. Unser Leben benötigt aber ebenso wie die Bahn oder andere Verkehrsmittel Haltepunkte, damit wir uns unterwegs bewusst werden, wo wir gerade stehen. Auch wenn wir dann unter Umständen feststellen müssen, dass wir kaum weitergekommen sind. So bietet die Adventszeit wieder in einer besonderen Weise die Möglichkeit, bestimmte Haltepunkte in unserem Leben wahrzunehmen. Nicht umsonst mahnen uns die Texte des heutigen Sonntags zur besonderen Wachsamkeit. Vor nunmehr vier Jahren habe ich hier in Ratschitz begonnen, am Sonntag die Eucharistie zu feiern. Damit haben wir zunächst einmal einen Schritt in eine ungewisse Zukunft gewagt. Es sind schier unbeschreibliche Erfahrungen gewesen, die wir als kleine Gemeinde während dieser vier Jahre gemacht haben. Viele haben unseren Weg unterstützt und sind ihn mitgegangen. Das haben wir als eine gute Bereicherung und Unterstützung dankbar angenommen. Bei aller Dankbarkeit für die Unterstützung wollen wir eben nicht alles als eine reine Selbstverständlichkeit hinnehmen, sondern mit Wachsamkeit auf das Weihnachtsfest und in die vor uns liegende Zeit zugehen. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, und den möchten wir natürlich mit Euch und Ihnen gemeinsam gehen. Die Texte des 1. Adventssonntages betreffen unsere Situation in einer besonderen Weise. Über dem Evangelium des heutigen Sonntags schwebt so zum Beispiel ein spürbarer Hauch tiefer Sorge. Sie gipfelt in dem dringlichen Appell, wachsam zu sein. Was treibt den Evangelisten um, was veranlasst Matthäus zu dieser ernsten Mahnung an die Gläubigen seiner Gemeinde?

Bei Matthäus schwingt die Erfahrung mit, dass die angekündigte Naherwartung des Herrn ausbleibt. Enttäuschung macht sich breit und die Frage nach dem Sinn wird in der kleinen Gemeinde laut. Das Ausbleiben dieser so genannten „Naherwartung“, der Wiederkunft Jesu, stürzte nicht wenige in eine regelrechte Glaubenskrise. Hatten sie sich in Jesus getäuscht? Sollte man die Hoffnung, die man in die neue Glaubensrichtung gesetzt hatte, nicht lieber begraben und Abstand vom Christsein nehmen? So sagten sich einige wieder von der christlichen Gemeinde los, andere aber verfielen in eine regelrechte Lauheit und nahmen den christlichen Eifer nicht mehr so wirklich ernst. Sie lebten mehr nach dem Motto: Wer weiß, wann der Herr wiederkommt?  – Aktiv werden können wir dann ja immer noch. Gerade diese Einstellung bereitete dem Evangelisten große Sorgen. So wählte Matthäus zwei Bilder, um seinen Gemeindemitglieder zu zeigen, wohin diese Haltung führt.

Die Menschen zur Zeit Noahs – so will Matthäus sagen – lebten in den Tag hinein. Sie leugneten Gott nicht, redeten nicht böse über ihn; aber sie kümmerten sich auch nicht um ihn. Es kam ihnen überhaupt nicht in den Sinn, die Frage zu stellen: Ist das, was wir tun, in Ordnung, Gott wohlgefällig? In ihrer Gleichgültigkeit wurden sie von der Flut überrascht.

Mit dem Beispiel vom Einbrecher möchte Matthäus die Gläubigen auf etwas hinweisen, das man bei Unachtsamkeit leicht übersieht. Lauheit oder Gleichgültigkeit überrollen uns nicht mit Getöse oder Volldampf. Vielmehr schleichen sie sich wie ein Dieb auf leisen Sohlen heran. Sie kämpfen nicht mit uns. Dann würden wir ja auf sie aufmerksam. Nein, sie wiegen uns in Sicherheit, geben uns das Gefühl, alles sei in Ordnung. Wir haben mit niemandem Krach oder Streit, ecken in unserer Gleichgültigkeit mit niemandem an. Solange wir nicht bewusst nachdenken, uns ernsthaft immer wieder überprüfen, ob dieser Friede ein guter Friede ist, wird unser Herz nicht unruhig werden. Daher der leidenschaftliche Appell des Matthäus: Seid wachsam, lebt nicht in falschen Sicherheiten.

Ich rechne nun nicht damit, dass uns eine Sintflut wegen menschlicher Lauheit überschwemmen wird. Aber Sintflutartiges schwappt doch alle Tage über uns herein infolge unserer Gleichgültigkeit:

Tote durch Alkohol im Straßenverkehr;

Sterben, ohne dass möglicher Beistand gewährt wird;

ungerechte Verteilung von Gütern dieser Erde;

Ehen zerbrechen nicht an unlösbaren Konflikten der Partner, sondern laufen im belanglosen Nebeneinander aus, lösen sich schleichend auf;

Verwahrlosung betrifft nicht mehr nur einzelne, sondern ganze Gruppen oder Schichten;

das Streben nach solidem, dauerhaftem Glück und sinnerfülltem Leben wird ersetzt durch den Genuss der Lust im Augenblick, den Kick oder die Droge.

Es gibt genügend Leid in der Welt, das wir bei bestem Willen nicht ändern oder verhindern können. Umso mehr will uns Matthäus ans Herz legen, sollten wir darauf bedacht sein, unser und das Leben der Mitmenschen nicht auch noch durch Leichtsinn und Gedankenlosigkeit zu belasten oder ins Unglück zu stürzen.

Aber es gibt noch eine andere Form, wie sich Menschen und auch Christen dem Neuen nähern. Oft genug spüre ich Vorbehalt und Angst. Angst vor Neuem auch in der Kirche lähmt und verlangsamt gute Entwicklungen. So will man lieber die Zeiger der Uhr und der Zeit zurückdrehen, statt sich auf das Neue einzulassen. Ich denke da nicht zuletzt an die neueren Entwicklungen in der Liturgie. In der Einführung der neuen Liturgie, die ja nun auch schon älter ist als ich, sehen viele Gläubige den Grund für die Lauheit und Unwachsamkeit in der Kirche. Sicher geht es nicht darum, einfach loszurennen und alles nur um des Verändern willens zu verändern. Doch eine derartige Form der Rückbesinnung auf die alte Liturgie schafft sicher auch keine Lösung der Probleme. Es muss auch in der Liturgie ein gesundes Maß an Wachsamkeit und Engagement vorhanden sein, um eine gesunde und lebendige Feier der Liturgie zu schaffen, die jenseits von liturgischem Freestyle und konservativem Mysterienspektakel liegt.

Nehmen wir hier einfach mal ein ganz alltägliches Bild. Ich denke, es ist genau so wie beim Spazieren gehen. Wer einfach nur drauflosläuft und kein bisschen aufpasst wohin er tritt, tritt mit Sicherheit irgendwo hinein, weil er es schlicht übersehen hat. Wer aber überängstlich nur auf den Boden sieht und jeden seiner Schritte genauestens abwägt und überlegt, umgeht vielleicht das Irgendwas, fällt aber am Ende dafür dann auf die Nase. Leichten Sinnes einfach zu gehen im Vertrauen auf seine Füße, die zu gehen gewohnt sind, mit der nötigen Vorsicht, aber vor allem mit der Zuversicht, dass man das Gehen ja gelernt hat und es auch kann, das ist ein Erfolgsrezept nicht nur fürs Spazieren gehen, sondern kann für das ganze Glaubensleben gelten.

Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn Jesus im heutigen Evangelium wieder einmal an den Ernst der Dinge erinnert. Wachsam sollen wir sein; denn wenn es soweit ist, dann wird die eine mitgenommen und der andere zurückgelassen. Das ist eine Botschaft, die ernst genommen werden möchte, die uns aber unter keinen Umständen Angst machen und entmutigen will.

Man darf Jesu Mahnung nicht einfach in den Wind schlagen. Das hieße, leichtsinnig alles aufs Spiel zu setzen, wofür wir einmal angetreten sind. Aber genauso wenig müssen wir jetzt vor Angst resignieren.

Wer sich jetzt nur noch mit der Frage quält, ob er nicht doch etwa zu denen gehören könnte, die am Ende zurückgelassen werden und ihr Ziel nicht erreichen, wer deshalb von Skrupeln und Selbstzweifeln geplagt nur noch übervorsichtig einen Fuß vor den anderen setzt vor lauter Angst, er könnte ja einen Fehler machen, lebt sein Leben und seinen Glauben an den liebenden Gott völlig verkrampft.

So zu reagieren, ist mindestens genauso falsch wie einfach kopflos drauf loszurennen.

Machen wir uns deshalb nicht bange. Jesus hat uns verheißen, dass wir dabei sein werden, wenn wir ihm folgen. Also folgen wir ihm, nicht indem wir blindlings einfach Drauflosrennen, aber genauso wenig, indem wir uns überängstlich und verkrampft schon gar nicht mehr zu leben trauen und alles so haben wollen, wie es immer schon gewesen ist.

Das Leben birgt Gefahren und der Weg des Evangeliums ist nicht der einfachste. Wir brauchen trotzdem keine Angst davor zu haben. Wir müssen diesen Weg schließlich nicht erst neu erfinden, wir müssen dem Weg letztlich nur nachgehen.

Jesus ist der Weg, an ihn müssen wir uns halten und ab und an uns an den Haltepunkten des Lebens vergewissern, wo wir stehen.

‚Also Kopf hoch und Brust raus.’ Zuversicht ist angesagt. Richtet euch auf und erhebt euer Haupt, denn es naht eure Erlösung.

So danke ich Euch und Ihnen für Eure und Ihre Unterstützung im Gebet, in der Tat und durch Spenden und bitte Euch und Sie auch für die Zukunft, uns auf diese Weise zu unterstützen.

Ganz herzliche Grüße und ein gutes Zugehen auf das nahende Fest der Menschwerdung Jesu Christi wünscht                                                                                                                                                            

 

Euer und Ihr dankbarer                                                                                                                                   Philipp Irmer

 

 

 

 

16. Oktober 2007            

Neues vom Verein

                                                                                                                                                                                      

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

 

zu seiner Freude darf der Vereinsvorstand Ihnen und Euch den bedenkenswerten Herbstbrief von Philipp Irmer aus Maria Ratschitz zusenden. Ganz herzlicher Dank gilt Philipp Irmer für seine Gedanken.

 

Vom Verein gibt es kurz zu berichten:

1.

 

Am 11. August haben sich zu unserem Grillabend etwa 60 Personen, jung und alt, getroffen. Es herrschte bei sommerlichem Wetter eine gute Atmosphäre, so dass es ein gelungener Abend wurde. Der Erlös betrug 650,00 €. Dank an alle, die den Abend organisierten, Salate vorbereiteten am Grill Dienst machten oder Getränke ausschenkten.

 

2.

 

Die Erzgebirgsfahrt unserer Pfarrgemeinde St. Antonius mit der Wallfahrt nach Mariaschein  und Maria Ratschitz, bei der die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Mitglieder oder Förderer unseres Vereins waren, ist wieder zur vollsten Zufriedenheit der Teilnehmenden verlaufen. Ein Teilnehmer sagte mir, dass für ihn der Wallfahrtstag mit dem Wortgottesdienst in Mariaschein, mit der hl. Messe und dem Zusammensein in Maria Ratschitz Abschluss und Höhepunkt der Fahrt gewesen sei.

 

Hinweisen möchte der Vorstand jetzt schon auf unseren Basar (mit Grünkohlessen, Kaffee und Kuchen) und dazu einladen am 1. Adventssonntag, 2. Dezember 2007, ab 10 Uhr bis 17 Uhr im Jugendheim St. Antonius Gronau, dessen Erlös natürlich für Maria Ratschitz bestimmt ist. Herzlich willkommen!

 

So grüße ich Sie und Euch alle im Namen des ganzen Vorstandes

 

Ihr/Euer 

Norbert Gellenbeck, Vorsitzender

 

 

                                                                                            

 

 

14. Oktober 2007                            Herbstbrief von Philipp Irmer

 

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,  

                                                                              

vor einiger Zeit wurde ich von einer Schülerin gefragt: "Warum reden Sie eigentlich dauernd von Gott?" „Warum reden Sie eigentlich dauernd von Gott? Ich brauch keinen Gott!" sagte die Schülerin dann weiter. Eine Antwort bin ich ihr zunächst einmal schuldig geblieben, weil der Bus kam und sie darin verschwand. So hatte ich dann Zeit, um darüber nachzudenken, warum ich dauernd von Gott rede und warum ich ihn brauche. Fest steht, es muss einen Grund haben, einen Grund dafür, dass ich von Gott rede. Wozu brauche ich ihn denn eigentlich? Zeigen mir das Leben, das ich führe, die Gesellschaft, in die ich hineingeboren wurde, und die Menschen, die schon lange eine andere Grundentscheidung getroffen haben, mir nicht überdeutlich, dass es auch ganz gut ohne geht? Vermissen diejenigen denn etwas, die hier bei uns in Tschechien etwa in immer größerer Zahl ohne ein Bewusstsein von Gott aufwachsen? Vermissen diejenigen denn etwas, die ihn gar ganz bewusst aus ihrem Leben ausklammern? Lebe ich deswegen leichter, als diejenigen, die von sich sagen, dass sie keine religiöse Bindung haben?

Das alles sind Fragen, die nach einer Antwort verlangen. Wenn ich mir nicht selbst etwas vormachen möchte, wenn ich mir nicht in die eigene Tasche lügen möchte, brauche ich eine Antwort auf solche Fragen. Nicht unbedingt eine brillante und allgemeingültige, aber eine tragfähige Antwort für mich selbst. Ich habe mir gedacht, vielleicht findet sich eine solche Antwort im Evangelium von heutigen Sonntag. Da treffen 10 Aussätzige auf Jesus und bitten ihn um Hilfe. Sie werden alle rein, aber nur einer kehrt um, um Jesus zu danken. Die Situation ist für mich schließlich wie ein Bild für das, was ich  hier bei uns gesellschaftlich gesehen erlebe. Da ist ein einzelner, einer, der gesund gemacht wurde und dem es jetzt gut geht, einer, der noch hingeht, vor Jesus niederfällt und ihm Danke sagt. Warum tut er das? Hat er etwas davon?

Ich denke schon, dass es wichtig und gut ist, Danke zu sagen. So will ich das an dieser Stelle auch einmal wieder so halten und Danke sagen.

Ich möchte allen Gruppen und einzelnen Besuchern danken, die uns hier besucht haben und durch ihr Dasein unser Haus mit Leben gefüllt haben. Ich möchte den treuen Wallfahrern danken, die an jedem 13. des Monats zu uns kommen, um gemeinsam zu beten und zu feiern. Ich möchte aber auch den anderen Wallfahrern unter anderem aus Dresden und natürlich Gronau danken, mit denen wir uns tief verbunden fühlen. Mein Dank gilt den vielen fleißigen Helfern, die sich einspannen ließen, um an unserem Projekt mitzuarbeiten. Besonderen Dank sage ich den Mitgliedern des Bauordens, die aus Belgien, den Niederlanden, der Slowakei und aus Deutschland in den Sommerferien zu uns gekommen sind und den Friedhof wunderbar gesäubert haben. Mein Dank gilt auch Tomi aus dem Sorbenland, der wie ein Geschenk des Himmels zu uns gestoßen ist und der den Fußboden im Dachausbau unseres Anbaues verlegt hat. Danke sagen möchte ich den vielen Spendern, die durch ihren Beitrag unser Projekt mitfinanzieren. Danke natürlich auch den vielen Betern, die uns auf ihre Weise mittragen und unterstützen.

Wir konnten in diesem Jahr den 950. Jahrestag seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Maria Ratschitz begehen und haben in Zusammenarbeit mit der Ortsverwaltung ein rauschendes Fest daraus gemacht. Mein Dank gilt hier allen Helfern und vor allem natürlich unserer Bürgermeisterin.

Ich sage Dank allen treuen Besuchern aus der Heimat, die mir so immer wieder ein gutes Stück Vertrautheit und Verbundenheit übermitteln. Auch danke ich der Wohngruppe Miteinander aus Nahe, die in diesem Jahr schon das dritte Mal hier ihren Urlaub verbracht hat.

Vieles haben wir in diesem Jahr auf die Beine stellen können. Aus baulicher Sicht sei der Ausbau des Anbaues erwähnt. Das Dach ist fertig gestellt, aber leider noch nicht restlos bezahlt, da durch die Insolvenz eines Unternehmers nicht geplante Mehrkosten in Höhe von 500.000 KC (ca. 18.500 €)  auf uns zugekommen sind. Hiervon sind noch 130.000 KC (ca. 4.800 €) nicht bezahlt. Der Ausbau des Dachstuhls mit dem Mehrzweck- und Meditationsraum geht aber bereits in die Endphase. Dank sei hier ganz besonders dem Hilfswerk Renovabis für die Unterstützung gesagt. Im Garten hat sich auch so einiges getan, so dass man sich sehr wohl fühlen kann.

Am kommenden Freitag wird unser Bischof Pavel Posad in Maria Schein 8 Firmlingen das Sakrament der Firmung spenden. Aus Maria Ratschitz werden auch drei Gemeindemitglieder dieses Sakrament empfangen. Auch steht in diesem Jahr noch die Taufe eines Taufbewerbers an, so dass unsere kleine Gemeinde weiter wächst. Auch dafür sage ich Danke.

Kommen wir aber zu unserem Evangelium zurück und zur Frage, wozu danken. Warum dankt der eine und die anderen neun nicht? Die neun anderen, die vielen, die sind genauso gesund geworden wie er, die hat Jesus Christus nicht schlechter geheilt. Denen geht es doch jetzt genauso gut wie ihm, ganz ohne größere Anstrengungen, ganz ohne dieses Umkehren und Danksagen, ganz ohne im Nachhinein auch nur einen Gedanken an diesen Jesus zu verschwenden. Wäre es nicht viel sinnvoller, es genauso zu tun wie sie?

Gut, früher hätte man jetzt vielleicht gesagt: „Na, wer weiß, ob die nicht irgendwann einmal die Quittung dafür bekommen. Solche Undankbarkeit rächt sich nämlich.“ Früher hätte man das möglicherweise so gesagt, heute hört man so etwas zum Glück nur noch ganz selten. Es wäre auch früher schon falsch gewesen. Gerade diese Stelle aus dem Lukasevangelium ist für mich ein ganz wichtiger Hinweis, Hinweis dafür, dass so etwas einfach nicht stimmt, dass Gott Undankbarkeit rächt, ein ganz wichtiger Hinweis dafür, wie falsch die Mär vom bösen Rachegott ist.

Kein böses Wort über die neun, die nicht umgekehrt sind, keine Drohung und auch keine Verwünschung. Jesus schaut ihnen lediglich betrübt hinterher. Die Reaktion Gottes auf das Verhalten dieser Menschen ist nicht Zorn und noch viel weniger Strafe, seine Reaktion ist einzig und allein Trauer. Jesus straft nicht, er ist traurig.

Aber wenn Gott so etwas nicht bestraft, wenn die Angst vor irgendeiner Strafe als Beweggrund für religiöses Tun jetzt auch noch wegfällt, welchen Grund gibt es dann überhaupt noch, für ein religiöses Leben? Soll ich mich jetzt etwa um diesen Gott kümmern, damit er nicht traurig wird.

Das kann die Antwort nicht sein, da muss es noch etwas anderes geben. Ich glaube in dieser Evangelienstelle auch noch etwas anderes gefunden zu haben. Jesus ist nämlich nicht nur traurig, Er sagt noch etwas zu diesem Menschen, der umgekehrt ist, der ihn nicht vergessen hat. Wir erinnern uns! Er sagte: "Steh auf und geh!" Ein ganz typisches Wort für Jesus. Ein Wort, das man nicht zu schnell überlesen darf. Dieser Ausdruck bedeutet schließlich alles andere als: "Schön, dass du gekommen bist, aber jetzt steh auf und geh wieder heim!"

"Steh auf und geh!"

Dieses Wort liegt für mich auf der gleichen Ebene, wie die anderen Imperative, die Jesus immer wieder gebraucht, wie: "Ich will es, sei rein!" Oder "Mädchen, ich sage dir, steh auf!" Imperative, mit denen Jesus nie einfach nur eine Anweisung gibt, Imperative mit denen er immer etwas bewirkt.

Jesus sagt nicht einfach, dass jemand jetzt gefälligst rein werden soll, er bewirkt durch dieses Wort, dass derjenige rein wird. Jesus sagt nicht einfach, dass jemand aufstehen soll, er macht dadurch, dass derselbe aufstehen kann. Jesus sagt nicht nur: "Geh!", er hilft damit gleichzeitig, dass der andere auch gehen kann.

Alle zehn wurden von ihrem Aussatz befreit. Dem, der sich weiter an Jesus hielt, sagte er: "Steh auf und geh!" Damit half er ihm, zu stehen, selbständig zu sein, in sich selbst und zu sich selbst zu stehen, und dem half er dadurch zu gehen, das heißt: seinen Weg zu gehen, dem half er, zu leben.

Jesus hilft, den eigenen Weg zu gehen, er weist einen Weg, der letztlich das Leben bringt.

Muss ich noch extra darauf hinweisen, dass genau das ja das aller erste war, was Menschen mit diesem Gott verbanden? Die Väter des Volkes Israel sahen in diesem Gott einen Begleiter, einen Gott, der mit ihnen und mit ihren Herden zog. Das erste, was die Väter von ihm empfangen zu haben glaubten, war die Torah, seine Wegweisung, Gottes Wegweisung für dieses Leben. Sich auf diesen Gott einlassen, hieß für sie, den Weg gewiesen zu bekommen, die Richtung gezeigt zu bekommen, die das Leben glücken lässt, es zu einem sinnvollen Leben macht.

Einen Gott zu haben, der zu mir sagt: "Steh auf und geh!" Einen Gott zu haben, der mir dann hilft, das auch zu tun, das auch tun zu können. Für Israel war dies Grund genug, an diesem Gott festzuhalten, sich in ihm festzumachen. Nichts anderes bedeutet der Begriff Religion schließlich. Es bedeutet, sich festmachen. Sich an diesem Gott festhalten, weil er dem Leben eine Richtung gibt, weil ich mit ihm leben kann, weil er es ist, der zu mir sagt: "Steh auf und geh!"

Ich denke, das ist Grund genug, umzukehren, auch wenn neun andere glauben, dass sie das nicht notwendig haben. Ich denke, das ist Grund genug, auch heute noch nicht davon zu lassen. Es ist natürlich keine Begründung für jemanden, der Gott nicht vermisst. Aber es ist meine Begründung, eine Begründung, die mir als Antwort durchaus tragfähig zu sein scheint, die tragfähig ist, zumindest für mich und die mich hier meinen Dienst tun lässt.

Nicht mehr und nicht weniger, vor allem aber nicht weniger.

So wünsche ich Ihnen und Euch allen von Herzen Gottes Segen und verbleibe in tiefer Dankbarkeit                       

Ihr und Euer

Philipp Irmer

   

 

 

 

  11.August 2007                        Grillabend des Freundeskreises Marianske Radcice

 

 

           Juli 2007                                    Dankbrief Pfarrer Norbert Gellenbeck 

                                                                  anlässlich seines 40jährigen Priesterjubiläums

 

 

„Ich bin der Weinstock,

   ihr seid die Reben.“

                                       Joh 15,5a

 

 

Liebe Mitchristen, liebe Verwandte und Freunde,

mit dem obigen Wort aus dem Johannesevangelium möchte ich die Aussage des Bildes vom Weinstock (Chorfenster unserer Pfarrkirche) auf den Einladungen zu meinem 40jährigen Weihetag aufgreifen. Dieses Wort verstehe ich als Zusage und Verheißung. Jesus Christus selbst, sein Geist ist die Kraft, die in uns wirkt und uns lebendig macht, wenn wir mit ihm verbunden sind. Dafür haben wir am 29. Juni in dem wunderbaren Gottesdienst mit unserem Chor „Aufwind“ gemeinsam gedankt. Jesu Geist befähigt uns, Früchte des Glaubens, der Hoffnung und Liebe zu bringen, wenn wir mit ihm unterwegs sind und ihn wirken lassen in uns, mit uns, durch uns.....  In meinen Aufgaben als Priester durfte ich es in 40 Jahren erfahren. Das kam auch zum Ausdruck durch die vielen Glück- und Segenswünsche, die mich mündlich oder schriftlich erreicht haben. Sie sind Ermutigung auf meinem weiteren Weg im Dienst an der Verkündigung Jesu. Darum danke ich allen Gratulanten und allen, die das Fest mitgefeiert, vor allem jenen, die zum inneren und äußeren Gelingen des Festes beigetragen haben, von ganzem Herzen.

Hocherfreut ist mit mir der Vorstand des Förderkreises „Mariánské Radčice“ e.V. darüber, dass aus Anlass meines Jubiläums für unser Partnerprojekt die unerwartet hohe Summe von 6.000 € zusammengekommen ist. Damit unterstützen wir die Arbeit von Michael Philipp Irmer in Maria Ratschitz, dem alten Marienwallfahrtsort im heute entchristlichen Nordböhmen. Ganz herzlicher Dank gilt allen Spendern von mir persönlich, vom ganzen Vereinsvorstand und natürlich von M. Philipp Irmer, dem Pfarradministrator in Maria Ratschitz. Ihnen und Euch allen gilt die Einladung, selbst einmal in Maria Ratschitz am Fuße des Erzgebirges hereinzuschauen oder dort einige Tage zu verbringen. Von Gronau aus sind es bis dort nur ca. 675 km.

Gerne denke ich an das gemeinsame Fest  mit dem Gottesdienst und den Begegnungen zurück. Der Tag wird mir lange in guter Erinnerung bleiben. Ihnen und Euch allen ein  herzliches „Vergelt’s Gott!“

In der Verbundenheit unseres Glaubens und des Gebetes füreinander

grüßt Sie und Euch herzlichst Ihr und Euer

Norbert Gellenbeck , Pfarrer        

 

 

Dr.-Selbert-Str. 33       -       48599 Gronau       -       Tel.:  02562/712330

 

              29. Juni 2007                                  40jähriges Priesterjubiläum  Pfarrer Norbert Gellenbeck

 

            

auf dem Weg zur Kirche während des Festhochamtes (PGR-Vorsitzender G. Imbusch spricht zur Gemeinde)
anschließende Feier im Jugendheim Die Gruppe "Aufwind" singt "O happy day" für Pfarrer Gellenbeck

 

 

 

 

 

                        

           18. Mai 2007                                    10 Jahre Priester Philipp Irmer

 

 

            

 

 

 

            

Neues vom Verein

30. Mai 2007

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

aus dem Pfingstbrief von Philipp Irmer geht schon hervor, dass einige Vereinsmitglieder und Förderer seinen Gedenktag in Maria Ratschitz mitgefeiert haben. 32 Personen allein aus unserem Förderkreis und deren Familien waren angereist und haben dort frohe Tage erlebt, bei denen auch das sonnige Wetter mitgespielt hat.

Vorausgegangen war unsere Mitgliederversammlung am 19. April in Gronau mit 25 Besuchern, an der Ph. Irmer selbst teilgenommen, über seine Arbeit berichtet und die wirtschaftliche Lage seiner Pfarre im letzten Jahr dargestellt hat.

2,2 Millionen CZK betrugen die Ausgaben für die Renovierungsarbeiten und die Unterhaltung der Gebäude, das sind ca. 80.000 € (je nach Kurs der Währungen). Dazu hat unser Förderverein den Betrag von 37.400 € beigesteuert.

Seit April 2006 hatten wir Einnahmen von 34.135,35 €  (Mitgliedsbeiträge, Spenden, Adventsbasar und Grillabend). Aus dem Vorjahr war noch ein Guthaben von 3.360,35 € vorhanden, sodass wir den o.g. Betrag zur Verfügung stellen konnten. Am 10. April d.J. hatte unser Verein nur noch 96,61 € Guthaben. Inzwischen sind die Halbjahresbeiträge abgebucht worden und einige Spenden zum Zehnjährigen von Ph. Irmer eingegangen, die jedoch schon weitergegangen sind nach Maria Ratschitz für Reparaturarbeiten an der Kanalisation und für die letzte Dachsanierung. Somit herrscht in unserer Kasse z.Zt. Ebbe. Aber der Vorstand vertraut darauf, dass auch wieder eine „Flutwelle“ kommt, um die weiteren anstehenden Aufgaben in Maria Ratschitz unterstützen zu können.

Der Vorstand erhielt auf Antrag die Entlastung der Versammlung und wurde einstimmig für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Als zweiter Kassenprüfer für das Jahr 2008 wurde Gerd Rohlwing bestellt.

Beschlossene Aktionen:  

1. Grillabend am 11. August am Jugendheim in Gronau

2. Wallfahrt nach Maria Ratschitz vom  9,-14. September

                           Anmeldungen im Pfarrbüro St. Antonius (Tel. 02562/3871), Kosten: 325 € für Fahrt,  Halbpension und Unterkunft in DZ

3. Adventsbasar am 1. Adventssonntag, 2. Dezember 2007

Unser Verein besteht z.Zt. aus 123 Mitgliedern, unterstützt von weiteren 89 Förderern.

Ihnen und Euch allen gilt der Dank des Vereinsvorstandes für die großzügige Hilfe für Ph. Irmers Arbeit im letzten Jahr! Somit vertrauen wir auch auf ein weiteres gutes Jahr im Dienst am Reich Gottes.

Im Namen des Vorstandes ganz herzliche Grüße

Ihr/Euer    

Norbert Gellenbeck , Vorsitzender

 

 

 

Pfingstbrief von Philipp Irmer                                                         Pfingsten 2007

 

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,

heute ist viel von „Brennpunkten“ die Rede: Dabei geht es um Orte, an denen sich etwas bündelt und konzentriert. Man spricht von „sozialen Brennpunkten“, von „wirtschaftlichen Brennpunkten“, von „Brennpunkten der Armut oder des Reichtums“, von „Brennpunkten der Macht“ oder von „Brennpunkten der Mitmenschlichkeit“. Auch in der Kirche spricht man mehr und mehr von Brennpunkten. Wo in unseren Gemeinden eine flächendeckende Seelsorge nicht mehr möglich ist, dort drängt man auf die Einrichtung von „geistlichen oder pastoralen Brennpunkten“: Zentren, an denen sich die Seelsorge konzentriert, Orte mit einer Strahlkraft weit über die unmittelbare Umgebung hinaus. Schließlich ersehnen wir uns, dass auch kleinere Gruppen, nicht zuletzt die Familien zu Brennpunkten werden und mit einem beispielhaften christlichen Leben prägend für die Gesellschaft wirken.

Am 18. Mai war in Maria Ratschitz ein großer Brennpunkt des Feierns. Viele Freunde, Verwandte und Bekannte haben sich aufgemacht, um mit mir gemeinsam den 10. Jahrestag meiner Priesterweihe zu begehen. Es war ein wunderbares Fest mit vielen guten Gesprächen und einem netten Beisammensein. Der Kirchenchor aus Dippoldiswalde hat uns durch seinen Gesang während der Messe kräftig unterstützt. Einen ganz herzlichen Dank dafür. Viele haben sich zusammengetan und mir ein wunderbares Messgewand geschenkt; auch wenn ich bei der Auswahl nicht jeden Geschmack getroffen habe, gefällt es mir ausgesprochen gut. Allen Beteiligten sage ich vielen Dank. Auch für die vielen kleineren und größeren Zuwendungen bedanke ich mich an dieser Stelle. Ich denke an diesen Tag gerne zurück und unsere Leute hier schwelgen dann und wann in unseren Erinnerungen.

Zu Pfingsten war dann Jerusalem ein „Brennpunkt“ besonderer Art und im wahrsten Sinn des Wortes. Im Pfingstbericht der Apostelgeschichte wird von Feuerzungen berichtet, die auf die Jünger herabkamen. Der Heilige Geist erfüllte die Jünger Jesu, die in Jerusalem versammelt waren, mit Feuer. Von da an „brannten“ sie. In ihnen loderte die besondere Leidenschaft zur Verkündigung und zum Zeugnis. Angehörige unterschiedlicher Sprachen hörten sie, wie es im Pfingstbericht heißt, „Gottes große Taten verkünden“. (Apg 2,11)

Was hat dieses Pfingstereignis damals in Jerusalem ausgemacht? Gottes Feuer ist vom Himmel gefallen. Gott hat seinen Heiligen Geist gegeben. Alles Wesentliche im Leben schenkt Gott. Der Heilige Geist ist seine größte Gabe. In ihm schenkt uns Gott etwas unmittelbar von sich selbst und legt es in unser Herz hinein. Auf diese Weise lebt Gott durch den Heiligen Geist in unseren Herzen. Es ist diese göttliche Kraft, die uns mit Gott in Beziehung kommen lässt.

Das Feuer ist also vom Himmel gefallen und daher wirklich von Gott gekommen. So hat Gott eben auch die Leidenschaft zur Verkündigung und zum Zeugnis in den Herzen der Apostel erweckt. Umgekehrt aber haben die Apostel das Kommen des Heiligen Geistes vorbereitet. Mit Maria waren sie seit dem Abend von Christi Himmelfahrt in ihrem Jerusalemer „Obergemach“ versammelt. Der kirchlichen Überlieferung nach gilt dieses Obergemach als der Abendmahlssaal, als jener Ort, an dem sich Jesus vor seinem Tod in unergründlicher Liebe mit seinen Jüngern verbunden hat, so wie er sich heute noch und zu allen Zeiten in jeder Heiligen Messe mit uns verbindet.

An diesem Zusammensein der Apostel mit Maria im Abendmahlssaal unmittelbar vor Pfingsten ist manches interessant und aufschlussreich. So versammelte man sich an jenem Ort, an dem Jesus das Sakrament der Eucharistie eingesetzt hatte. Auch wir feiern die Eucharistie in unserer Kirche. Das ist der eigentliche Grund, warum wir Maria Ratschitz wieder aufbauen. Unsere Kirche und unser Haus sollen Orte des Gebetes sein. Nützen wir ihre spirituelle Kraft, die sie durch die Feier der Eucharistie immer wieder neu erhalten. Suchen wir nach Jesus Christus, der in den Kirchen auf uns wartet und uns empfängt!

Ein Zweites: Mit den Aposteln war vor Pfingsten Maria im Gebet vereint. Die Mutter Jesu hatte in ihrem Leben bereits große Erfahrungen mit dem Heiligen Geist gemacht. Bei der Verkündigung der Geburt Jesu fragte sie den Erzengel Gabriel: „Wie soll das geschehen?“ – und dieser antwortete: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten.“ (Lk 1,34-35) Die Apostel suchten die Nähe Mariens, um von ihrer Erfahrung zu lernen. Sollten nicht auch wir in unserem Beten die Nähe Mariens suchen? Es gibt in der Kirche, in unseren Gemeinden und nicht zuletzt in unserem persönlichen Leben immer wieder Situationen, in denen wir die besorgte Frage stellen: „Wie soll das geschehen?“ – Maria kann uns auf die Kraft des Heiligen Geistes hinweisen, mit der so vieles möglich wird, was wir für unmöglich halten.

Ein Drittes: Die Apostel haben mit Maria im Abendmahlssaal eben nichts anderes getan als gebetet. Gott hat den Heiligen Geist gegeben. Aber wir dürfen nicht vergessen, um den Heiligen Geist zu beten. Wir bitten Gott in der Regel um alles Mögliche. Die vornehmste Bitte, die wir an ihn richten können, ist aber diejenige um den Heiligen Geist, denn darin bitten wir Gott gewissermaßen um sich selbst: dass er bei uns einkehre, dass er mit seiner helfenden Kraft bei uns sei, dass er als Licht unser Leben erleuchte, dass er als Band der Einheit uns mit anderen Menschen verbinde, dass er die ganze Kirche, die ganze Gesellschaft, ja schließlich die ganze Welt beseele. Jesus sagt einmal: „Wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; wer anklopft, dem wird geöffnet.“ (Mt 7,8) In besonderer Weise gilt dies für das Beten um den Heiligen Geist.

So können aus Maria Ratschitz, aus unseren Pfarrgemeinden, aus unseren kirchlichen Gruppierungen, aus unseren Familien geistliche Brennpunkte werden: indem wir uns das Verhalten der Apostel von damals zu eigen machen! Es ist nicht der bloße Aktionismus, der es Pfingsten werden lässt, nicht das, was wir „nach außen hin“ alles tun, so großartig es auch sein mag. Wir brauchen das Feuer des Heiligen Geistes, die innere Leidenschaft, eine Strahlkraft, die aus dem Herzen kommt. Wie gesagt: Es ist Gott, der uns seinen Geist schenkt. Aber wir können und sollen den Geist erbitten. Die Menschen in Jerusalem hörten die Apostel „Gottes große Taten verkündigen“. Wo immer im Laufe der fast zweitausendjährigen Kirchengeschichte Gottes große Taten verkündigt wurden, war der Heilige Geist am Werk. Ohne ihn wäre die Botschaft vom Tod und der Auferstehung Jesu, die Botschaft von der Erlösung, die Botschaft vom Sieg Gottes über die Mächte des Bösen längst verklungen. Ohne den Heiligen Geist wäre unser christlicher Glaube nicht von einer Generation an die nächste weitergegeben worden und hätte sich auch nicht über alle Kontinente verbreitet. Dazu bedurfte es aber immer betender Menschen; es bedurfte Menschen, die offen waren für das Wirken Gottes. Der heilige Klemens Maria Hofbauer, Redemptorist und kraftvoller Erneuerer des kirchlichen Lebens um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, hat einmal gesagt: „Mit dem aktiven Leben verbinden wir das kontemplative. Dem äußeren Leben suchen wir Feuer und Geist einzugießen. Ohne die Salbung des Heiligen Geistes quietschen die Wagen der apostolischen Arbeiter.“

So wünsche ich uns allen über Pfingsten hinaus die Gaben und die Salbung des Heiligen Geistes, damit wir, wo wir auch immer von unserem Glauben Zeugnis ablegen begeisternde Christen sind.

Ich grüße Sie und Euch

und verbleibe Ihr/Euer dankbarer

Philipp Irmer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                April 2007                                        Neue Fotos aus Marianske Radcice...

 

 

                    

Satzung des Vereins

Freundes- und Förderkreis „Mariánské Radčice“

§1

Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1)              

Der Verein trägt den Namen:

Freundes- und Förderkreis „Mariánské Radčice".                

Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Zusatz e.V..

(2)              

Der Verein hat seinen Sitz in 48599 Gronau, Mühlenmathe 19b (Pfarramt St. Antonius Gronau).

(3)              

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2                                                      

 

Zweck, Aufgaben, Gemeinnützigkeit                               

(1)             

Zweck des Vereins ist die Wiederbelebung des Wallfahrtsortes „Mariánské Radčice" in Nordböhmen als Ort der Begegnung vor allem für junge Menschen aus Tschechien, Deutschland, Mittel- und Osteuropa und somit als Ort der Versöhnung zwischen Deutschen, Tschechen, Mittel- und Osteuropäern.

(2)   

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch ideelle,  personelle und materielle Hilfe bei der Wiederherstellung, Erweiterung und Einrichtung der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude und bei der Durchführung von Begegnungstagen am Wallfahrtsort.

(3) 

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaft­liche Zwecke.

(4):

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.                                                          

(5) 

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines satzungs­gemäßen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an die Pfarrei Mariánské Radčice für deren Kinder- und Jugendarbeit.

 

§3

                                 Erwerb der Mitgliedschaft                                  

(1)   

Mitglied kann jede natürliche Person werden, die das 18. Lebensjahr vollendet hat, sowie auch jede juristische Person.

(2) 

Über die Aufnahme entscheidet nach schriftlichem Antrag der Vorstand. Bei Ablehnung des Antrages ist er nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe mitzuteilen.

 

 

 

                                                                   §4                                                                  

                            Beendigung der Mitgliedschaft                              

(1) 

Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Ausschluss oder Austritt aus dem  Verein.

(2) 

Der Austritt erfolgt mit Ablauf des Monats, in welchem die schriftliche Austrittserklärung dem Vorstand zugeht.

(3) 

 

Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt. Über den Ausschluss

beschließt die Mitgliederversammlung mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen. Dem Mitglied ist vor Beschlussfassung Gelegenheit zu geben, sich

schriftlich oder mündlich vor der Mitgliederversammlung zu äußern.

(4) 

Bei Erlöschen der Mitgliedschaft stehen dem ausscheidenden Mitglied  oder sonstigen Berechtigten keine Ansprüche auf Auszahlung von Mitgliedsbeiträgen oder sonstigen in den Besitz des Vereins eingebrachten Vermögenswerte zu

 

                                    §5

                                     Mitgliedsbeiträge

(1) 

Der Verein kann einen Mitgliedbeitrag erheben.                                

(2) 

Die Höhe des Beitrages wird von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder festgesetzt.

 

§ 6   

                                                      

                                 Organe des Vereins                                         

Die Organe des Vereins sind 1. die Mitgliederversammlung und 2. der Vorstand.

§7

                          Mitgliederversammlung

(1)

Die Mitgliederversammlung besteht aus allen Mitgliedern des Vereins. Sie tritt jährlich mindestens einmal zur Jahreshauptversammlung zusammen. Auf Antrag des Vorstandes oder eines Drittels der Mitglieder tritt die Mitgliederversammlung innerhalb von sechs Wochen zusammen.                                                                          

(2) 

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand einberufen. Die Einberufung er­folgt durch schriftliche Ladung mit einer Frist von vier Wochen an jedes Mitgliedunter Bekanntgabe der Tagesordnung. Änderungen der Tagesordnung sind mit Zustimmung der einfachen Mehrheit der anwesenden Mitglieder zulässig.

(3) 

Die Mitgliederversammlung ist für alle Belange des Vereins zuständig, soweit nicht aufgrund dieser Satzung oder durch Beschluss der Mitgliederversammlung Zuständigkeiten delegiert wurden.

 

(4) 

 

Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, unabhängig von der Zahl der anwesenden Mitglieder. Es müssen zwei Vorstandsmitglieder anwesend sein.

(5) 

Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit, soweit diese Satzung nichts anderes bestimmt. Die Abstimmung erfolgt durch Handzeichen, sofern nichts anderes beschlossen wird.

(6) 

 

Die Mitgliederversammlung beschließt insbesondere über

- Satzungsänderungen

- Mitgliedsbeiträge                                                                               

- Wahl des Vorstandes                                                                         

- Ausschluss eines Mitgliedes                                                                     

- Verwendung des Vereinsvermögens

- Entlastung des Vorstandes

- Auflösung des Vereins                                                                            

 

 (7) 

 

In der Versammlung gefasste Beschlüsse sind unter Angabe des Abstimmungs­verhältnisses in einem Sitzungsprotokoll festzuhalten, das vom Vorsitzenden und vom

Schriftführer zu unterzeichnen ist.

 

§8

                                        Vorstand

(1) Mitglieder des Vorstandes sind:

-    der Vorsitzende                                                                                  

-    der Schriftführer                                                                                

-    der Kassierer                                                                                     

-    die Beisitzer                                                                                  

Der Vorsitzende, der Schriftführer und der Kassierer bilden den engeren Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Zur gerichtlichen und außergerichtlichen Vertretung des Vereins genügt die Zeichnung durch ein Mitglied des engeren Vorstandes.

(2) 

 

Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Der Vorstand bleibt bis zur

satzungsgemäßen Bestellung eines neuen Vorstandes im Amt.

(3) 

 

Es wird bis zu 20 Mitgliedern ein Beisitzer, für je 20 weitere Mitglieder jeweils ein weiterer Beisitzer gewählt.

(4) 

 

Vor jeder Neuwahl des Vorstandes oder eines Vorstandsmitgliedes hat die Mit­gliederversammlung über die Entlastung zu beschließen.

(5) 

Der Vorstand und die einzelnen Vorstandsmitglieder können während ihrer Amts­zeit nur von der Mitgliederversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit abberufen werden.

(6) 

Verschiedene Vorstandsämter können nicht in einer Person vereinigt   werden.

 

 

                                                                 §9

Geschäftsführung des Vorstandes

(1)            

Die Geschäfte des Vereins werden vom engeren Vorstand geführt.          Jeder vertritt allein. Im Innenverhältnis sind der Schriftführer und der Kassierer dem Verein gegenüber verpflichtet, das Vorstandsamt nur bei Verhinderung des Vorsitzen­den, der Kassierer nur bei Verhinderung auch des Schriftführers auszuüben.                                                                      

(2) 

Der Vorstand legt zu seiner Entlastung auf der Jahreshauptversammlung einen Geschäfts- und Kassenbericht vor.

(3)

 Der Vorsitzende beruft den Vorstand nach Bedarf, mindestens jedoch alle sechs Monate, schriftlich unter Angabe der Tagesordnung zu Sitzungen ein. Er musseinberufen, wenn mindestens zwei Vorstandsmitglieder dies fordern.

(4) 

 

Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Personen desselben anwesend sind. Seine Entscheidungen trifft er mit Mehrheitsbeschluss. Bei

Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

(5) 

Die Beschlüsse des Vorstandes werden in einem Sitzungsprotokoll niederge­legt, das vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterzeichnen ist.

                                    

 

 

                                   §10

                                 Auflösung des Vereins

(1)   

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen beschlossen werden.

(2) 

Die Mitgliederversammlung bestimmt einen Liquidator.

     (3) 

Das nach Beendigung der Liquidation vorhandene Vermögen fällt an die Pfarrei Mariánské Radčice für deren Kinder- und Jugendarbeit.

Soweit diese Satzung keine oder keine abweichende Regelung enthält, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

Gronau, den 24. April 2003

 

Gez.:  

Karl-Heinz Quidzinski, Helmut Hoffstedde, Karl Hermann Koegler,   N. Schulze Raestrup, Hans Sundag, Petra Terlinde, Wilma Baudry, Ursula Rohlwing, Jürgen Biermann, Mechthild Biermann, Norbert Gellenbeck

 

Eingetragen beim Amtsgericht Gronau: 22.05.2003

 

Als gemeinnützig anerkannt vom Finanzamt Ahaus: 10.06.2003/17.05.2006

 

 

 

 

 

Brief aus Maria Ratschitz                                                                                  

 

        Sonntag LAETARE, 18. März 2007                                                            

 

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,                                                                                            

an diesem Sonntag feiern wir schon den vierten Fastensonntag. Dieser Sonntag ist der  Laetare-Sonntag. Laetare bedeutet, sich zu freuen. So nutze ich diesen Aufruf, um auch in meinem Brief über große Freude zu berichten.

Das, was in der letzten Zeit geschehen ist, ist wirklich ein großer Grund zu echter Freude. Unser Projekt schreitet voran. Wir haben begonnen, bedingt durch den milden Winter, den Dachstuhl unseres Nebengebäudes abzubrechen und neu aufzubauen. Zum Teil konnte altes Material wieder verwendet werden. Im unteren Bereich können nun eine Werkstatt, eine Garage und ein Lagerraum eingerichtet werden. Im Obergeschoss planen wir einen Mehrzweckraum und einen Meditationsraum. Für die Verwirklichung dieses Projektes haben wir auch das Hilfswerk „Renovabis“ um Unterstützung gebeten. Im Moment wird das Dach eingedeckt. Ich bin sehr glücklich, dass wir dieses Gebäude so erhalten und in unser Gesamtprojekt mit einbeziehen können. Ich hoffe, dass wir für die Fertigstellung die entsprechenden Mittel auftreiben können.

Im Winter haben wir viele Besucher bei uns beherbergen können. Eine Pfadfindergruppe kam aus Berlin und hat hier eine religiöse Kinderwoche zur Heiligen Elisabeth veranstaltet. Hier durfte ich mich auch inhaltlich beteiligen. Das war für mich eine ganz besondere Freude und hat mich in meinem Tun ermutigt.

Der Ausblick auf das noch vor uns liegende Jahr ist ebenfalls Grund zur Freude. So darf ich in diesem Jahr in Mariánské Radčice mein zehnjähriges Priesterjubiläum feiern. Ich hoffe, dass ich diesen Tag mit vielen lieben Menschen begehen kann. Norbert Gellenbeck kann dieses Jahr sogar auf vierzig Jahre seines priesterlichen Dienstes zurückblicken. Auch das ist eine große Freude. Wir sind ihm alle sehr dankbar für seinen unermüdlichen Einsatz und wünschen ihm alles Gute und Gottes reichen Segen.

Einige Gruppen haben schon ihr Kommen für den Sommer angekündigt. So wird es viele Wiedersehen aber auch neue erste Treffen in Ratschitz geben. Manche Wallfahrer haben bereits ihren Besuch angemeldet. Im September findet dann wieder eine Wallfahrt aus Gronau zu uns statt. Darauf freue ich mich ganz besonders.

Aus unserer kleinen Gemeinde gibt es zu berichten, dass eine junge Frau zu uns gestoßen ist. Ihr Gesang und ihre Beteiligung ist eine große Bereicherung für uns. Am vergangenen Sonntag wollte sie das Sakrament der Versöhnung empfangen, um endlich wieder zur Kommunion gehen zu dürfen. Ich habe es ihr mit großer Freude gespendet. Die Freude, die sie im Anschluss erfüllte, hat uns alle angesteckt. Von solch einer Freude berichtet auch das Evangelium des heutigen Sonntags. Da hören wir das Gleichnis vom barmherzigen Vater.

Dieses Gleichnis haben wir bestimmt schon oft gehört. Dennoch gibt es immer wieder neue Aspekte und Blicke auf das Evangelium. Aber auch umgekehrt lässt das Evangelium neue Aspekte zu. Gerade jetzt in der österlichen Bußzeit liegt natürlich vielleicht auch einmal folgende Möglichkeit nahe. Transportieren wir also das Evangelium in unsere Zeit und stellen wir uns folgende Szene vor.

Da brach der Sohn auf und machte sich auf den Weg zu seinem Vater. Unterwegs fand er eine Kirche, hielt an, beichtete seine Schuld, betete zur Buße, was der Priester ihm aufgetragen hatte, ließ sich dann an diesem Ort nieder und begann ein neues, gottgefälliges Leben. Das wäre auch eine Alternative zum Gleichnis, das Jesus erzählt hat.

Der Sohn ist bekehrt, sein Leben in ordentliche Bahnen geleitet und ein Neuanfang mit Gott ist gemacht. Wäre das also eine echte Alternative?

Unrealistisch? Für unsere Zeit wäre das eine durchaus denkbare und zudem korrekte Möglichkeit. Schließlich haben wir dies genauso gelernt. Der junge Mann kehrt um, er bereut, er bekennt Gott seine Schuld und so wird ihm Vergebung zuteil.

Alles ist also völlig korrekt, wenn da nicht so ein komischer Beigeschmack wäre. Denn was ist mit dem Vater? Der arme Vater steht ja immer noch da, und sein verloren gegangener Sohn ist für ihn immer noch verloren. Die wirkliche Versöhnung mit dem Vater bleibt aus.

Nicht so bei Jesus: So wie Jesus das Gleichnis erzählt, nimmt die Geschichte einen ganz anderen Ausgang. Bei Jesus kann der Vater seinen Sohn in die Arme schließen. Genau in dem Augenblick ereignet sich in Jesu Gleichnis die eigentliche Versöhnung.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für Jesus auch nur irgendeine Lösung gegeben hätte, bei der der Vater keine Rolle gespielt hätte. Für Jesus ist wirkliche Bekehrung, wirklicher Neuanfang nie eine eingleisige Sache. Neu zu beginnen heißt für ihn: mit Gott, aber auch mit den Menschen neu zu beginnen.

Uns Katholiken wird ja sehr häufig der Vorwurf gemacht, dass sie es sich durch das Instrument der Beichte recht leicht gemacht hätten. Man stellt irgendetwas an, bittet Gott um Verzeihung und alles ist wieder in Ordnung.

Jesus macht gerade mit diesem Gleichnis deutlich, dass es so einfach eben nicht ist. Vor Gott hat der Sohn gesündigt, aber vor allem auch vor dem Vater. Deshalb hat die Versöhnung auch zuallererst mit dem Vater zu erfolgen.

Wer einem anderen wehgetan hat, muss zuerst den anderen um Verzeihung bitten. Wer einem anderen etwas weggenommen hat, muss zuerst dem anderen wiedergeben, was er ihm gestohlen hat. Wer einen Menschen ungerecht behandelt hat, muss diesem Menschen vor allem anderen die Gerechtigkeit, die er ihm schuldig geblieben ist, widerfahren lassen.

Wer sich auf Jesus Christus beruft, dem kann es nie nur darum gehen, Dinge einseitig mit Gott wieder ins Reine zu bringen. Der Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, bindet die Liebe zu Gott und die Liebe zum Menschen unlösbar zusammen. Wo der Mensch nicht im Blick ist, dort gibt es auch keine Versöhnung mit Gott.

Wo aber wirkliche Versöhnung geschieht, ist Gott immer schon mit dabei. Als der Sohn seinen Vater um Verzeihung bat, hat er auch Gott, der uns im anderen Menschen begegnet, um Verzeihung gebeten. Als der Vater dem Sohn die Vergebung geschenkt hat, hat auch dieser Gott dem Sohn seine Schuld verziehen. Denn wo der Mensch in den Blick kommt, wo der andere eine Rolle spielt, wo ich mich mit dem Mitmenschen versöhne, dort ist der Gott, der von sich sagt, dass wir das für ihn tun, was wir für seine Brüder und Schwestern getan haben, dort ist dieser Gott von vorneherein schon mit dabei.

Eine Aktualisierung des Gleichnisses macht also nur dann einen Sinn, wenn ich dieses Verständnis von Versöhnung mitbringe. Versöhnung mit Gott geschieht nur in der Versöhnung mit dem Menschen und umgekehrt. Hierfür sensibel zu sein, ist unsere christliche Aufgabe. Die Feier der Versöhnung, das Sakrament der Buße will uns helfen, die Versöhnung mit Gott und den Menschen zu finden und zu feiern.

So wünsche ich uns die Freude echter Umkehr und Versöhnung mit Gott und den Menschen, damit wir das Fest der großen Freude Ostern feiern können.                                                                       Ich grüße Sie und Euch ganz herzlich und verbleibe                                                                                       Ihr und Euer dankbarer                                   

Philipp Irmer

 

 

 

 

 

 

 

Einladung

                                                                                               

                                                                                                                                              

                                                           Datum:17. März 2007

5. Mitgliederversammlung

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

wie in den vergangenen Jahren kann Ihnen und Euch der Vorstand zur Fastenzeit wieder einen Brief aus Nordböhmen von Philipp Irmer zusenden. Außerdem lädt er ganz herzlich ein zur diesjährigen Mitgliederversammlung gem. § 7 (1) u. (2) der Vereinssatzung, und zwar zu

                          Donnerstag, den 19. April, um 19.45 Uhr

                          ins Jugendheim St. Antonius, Mühlenmathe 19c in Gronau.

Auch Interessierte, die nicht Vereinsmitglieder sind, heißen wir herzlich willkommen. In diesem Jahr wird Philipp Irmer wieder nach Gronau kommen, um von seiner Arbeit zu berichten.

Tagesordnung

1.      Begrüßung

2.      Bericht von Philipp Irmer

3.      Geschäftsbericht und Kassenbericht

4.      Bericht der Kassenprüfer mit Entlastung des Vorstandes

5.      Wahl des Vorstandes gem. § 8 (2) u. (3) der Satzung

6.      Wahl eines Kassenprüfers

7.      Grillabend am 11. August 2007 am Jugendheim

8.      Wallfahrt nach Maria Ratschitz vom 9.-14. September 2007

9.      Basar im Dezember

 10.   Verschiedenes

Eine Ergänzung der Tagesordnung ist auf Antrag mit Zustimmung der anwesenden Mitglieder möglich.

Der Vorstand erwartet möglichst viele Mitglieder zur einberufenen Versammlung und wünscht Ihnen und Euch eine besinnliche Karwoche und ein frohes Osterfest.

Mit ganz herzlichen Grüßen im Namen des Vorstandes

Ihr und Euer

Norbert Gellenbeck         

      Vorsitzender

 

 

 

 

 

Advent 2006

Liebe Freunde und Förderer von Maria Ratschitz,

der erste Advent liegt bereits hinter uns. Durch die diesjährige viel zu kurze Adventszeit rückt das Weihnachtsfest rasch näher. Da tut ein Blick auf das sonntägliche Evangelium des ersten Advents ganz gut, um uns spirituell zu erden. Dieses Evangelium hört sich nicht gerade beschaulich, adventlich oder besinnlich an. Ganz im Gegenteil es klingt eher bedrohlich, denn dort ist vom nahen Weltuntergang die Rede.

Doch schauen wir einmal in unsere profane Welt. Blicken wir auf unsere Mitmenschen oder unsere eigene kleine Welt. Können wir da vielleicht etwas Beschauliches erkennen? Wie nehmen wir unsere Welt und unsere Umgebung wahr? Haben wir überhaupt noch Sinne dafür? Leben wir überhaupt noch intensiv und bewusst? Oder sind wir durch unseren vorweihnachtlichen Aktionismus benebelt, betäubt oder berauscht?

Im Evangelium des ersten Adventssonntags steht neben Rausch und Trunkenheit noch eine andere Sache, die unsere Lebenstüchtigkeit beeinträchtigt.

Haben wir schon alle Plätzchen gebacken? Sind schon alle Fenster geputzt, alle Vorhänge gewaschen? Sind alle Geschenke eingekauft, ist niemand bei der Weihnachtspost vergessen worden? Habe ich alle Besinnlichkeitsverpflichtungen auf Weihnachen hin in meinen Kalender eingetragen, und - vor allem - noch zu einer weiteren eingeladen?

Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren, sagt uns Jesus.

Jesus nennt die Sorgen des Alltags in einem Atemzug mit Rausch und Trunkenheit. Denn auch von ihnen kann man wie berauscht oder betrunken sein: blind für die Realität, für die wirklichen Notwendigkeiten und für Verhältnismäßigkeiten.

So predige ich mir das diesmal eben auch selber, wenn ich wieder voller Dankbarkeit an die zurückliegenden Monate denke. Es waren wieder Monate, in denen so vieles hier in Ratschitz geschehen ist, was vielleicht schon fast zum Alltag gehört, obwohl das Wundern über das, was hier schon alles geschehen ist, in diesen Alltag hineinragt. Wir haben dank der großartigen Hilfe von Renovabis die Räumlichkeiten für die Wallfahrtspastoral fertig stellen können. Die erste Kapelle im Kreuzgang haben wir in Eigenleistung wieder hergerichtet. Es ist wirklich ein Schmuckstück geworden. In der zweiten Etappe wurde die Alarmanlage im Kreuzgang installiert, so dass er gegen Einbruch gesichert ist. In meiner ehemaligen Wohnung konnte eine Gruppenunterkunft für 10 Personen geschaffen werden. Auch haben wir eine Tischtennisplatte angeschafft und einen weiteren Freizeitraum für unsere jungen Gäste hergerichtet. Unser Haus wurde im letzten Jahr von dreimal soviel Gästen besucht als im Vorjahr. Das ist eine große Freude. Allerdings sind dadurch unsere Energiekosten nach oben getrieben worden. Doch das sind die schon angesprochenen Alltagssorgen.

In diesem Jahr hatten wir eine Trauung und zwei Erstkommunionen. Für das nächste Jahr haben wir schon vier junge Menschen, die sich auf die Firmung vorbereiten wollen. Das sind sehr erfreuliche Aussichten, die von den Alltagssorgen auf das Eigentliche und Wesentliche verweisen, zu dem uns Jesus ermahnt.

All unsere Vorbereitungen auf Weihnachten, all die Hektik in diesen Adventstagen, all die vielen vermeintlich besinnlichen Stunden bleiben hohl und leer, wenn sie alle Jahre wieder, nur weil es halt so üblich ist, abgespult werden.

Lasst euch durch all dies, durch all diese Aktivitäten, durch bloßen Aktionismus und all die damit zusammenhängenden Mühen und Sorgen ja nicht verwirren, ja nicht vom Wesentlichen abbringen. Diese Mahnung stellt das Evangelium an den Anfang der Adventszeit.

Wie leicht lassen einen die Sorgen des Alltages das Ziel aus dem Blick verlieren.

Heute, zu Beginn der Adventszeit, sei es jedem und jeder einzelnen von uns ganz deutlich. Verlieren wir das Eigentliche nicht aus dem Blick. Sonst bereiten wir uns auf alles vor, nur nicht auf das Kommen unseres Herrn Jesus Christus.

Stellen wir also alle Alltagssorgen, die unsere Sinne verstellen, ganz weit hinten an, bevor sie uns die Zeit und die Ruhe rauben und den Blick nach Innen verstellen. Wir haben es selbst in der Hand. Nichts ist fataler, als dass uns wegen dieser Dinge am Ende das Ziel aus dem Blick kommt. Da brauchen dann nur noch die Nachrichten von einer unsicherer werdenden Welt und einer bedrohlich erscheinenden Zukunft dazu kommen und Menschen können nicht mehr ruhig schlafen.

Wie soll man auch, wenn man nur noch rödelt, bei all den Meldungen die Ruhe und vor allem die Zuversicht bewahren. Da läuft man von morgens bis abends auf Hochtouren, und am Ende bleibt doch nichts übrig und nirgendwo erscheint Licht am Ende des Tunnels.

Richtet euch auf, ruft da Jesus. Richtet euch auf und erhebt eure Häupter. Schaut über den Alltagssumpf hinaus, denn unsere Zukunft heißt Jesus. Gott selbst kommt uns entgegen. Wenn er es aber ist, auf den wir zugehen, dann wird am Ende auch alles gut werden.

Der Advent ist eine ganz große Chance, das neu zu entdecken, eine Chance, die es zu ergreifen gilt. Sonst bleibt am Ende nämlich nicht nur die innere Ruhe, es bleiben auch Hoffnung und vor allem Zuversicht auf der Strecke.

Dafür aber gibt es keinen Grund. Richtet euch auf! Jesus Christus ist uns nämlich nahe, jedem und jeder von uns; er war es gestern, er ist es morgen und jetzt, in dieser Stunde ist er es ganz besonders. Was wollen wir eigentlich mehr?

So grüße ich Sie und Euch ganz herzlich und wünsche von Herzen eine gute Vorbereitung auf das Fest seiner Menschwerdung, durch das wir uns aufrichten können. Ich freue mich auf ein Wiedersehen hier oder an anderer Stelle und verbleibe im Gebet verbunden,

Ihr und Euer dankbarer

Philipp Irmer  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brief des Vorstandes  

 

 

 

 

 

                                                                                     4. Dezember 2006                                                                                                    

                                                                       

 

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

zum vierten Mal erhalten wir nun von Philipp Irmer einen Adventsbrief aus Nordböhmen. Wer alle bisherigen Briefe aus Maria Ratschitz gelesen hat, konnte immer wieder erfahren, dass Philipp Irmer mit Begeisterung seinen Dienst im Bistum Leitmeritz ausübt und wir ihn dabei unterstützen konnten. So haben z.B. im letzten Oktober junge Leute aus dem Christlichen Jugenddorf Dortmund die Wallfahrtskirche innen neu gestrichen und alte Schäden an den Wänden behoben. Diesen und allen sagt der Vereinsvorstand ganz herzlichen Dank für die vielen Hilfen im vergangenen Jahr.

Auf seiner letzten Sitzung hat der Vorstand für das Jahr 2007 folgende Termine ins Auge gefasst:

      19. April:                    Mitgliederversammlung in Gronau (mit Vorstandswahlen)

 

      18. Mai                     (Freitag nach Christi Himmelfahrt): 

   Treffen in Maria Ratschitz zum zehnten Weihetag von Philipp Irmer

 

       29. Juni                    (Peter und Paul): 

   Treffen in Gronau zum vierzigjährigen Weihetag des       

   Vereinsvorsitzenden

 

      11. August:                Grillabend in Gronau am Jugendheim St. Antonius

 

        9.-14. September:   Erzgebirgsfahrt der Pfarrei St. Antonius mit Wallfahrt nach Mariaschein  

                                       und Maria Ratschitz und Tagesfahrten nach Dresden und Prag

 

       9. Dezember:          Adventsbasar in Gronau

 

Für die Fahrt im September nimmt das Pfarrbüro St. Antonius Gronau (Tel. 02562/3871) die Anmeldungen entgegen. Die Kosten werden ca. 325 € betragen (incl. Halbpension im Lugsteinhof/Zinnwald und Ausflugsfahrten). 

 

Eingeladen sind auch alle ganz herzlich zum Adventsbasar am kommenden zweiten Adventssonntag, 10. Dez. 2006, von 10 – 17 Uhr im Jugendheim St. Antonius, Mühlenmathe 19c in Gronau, den wir zusammen mit der Kongohilfe veranstalten. Grünkohl mit Mettendchen, Kuchen, Kaffee und andere Getränke werden zum Verzehr angeboten.

 

Zusammen mit Philipp Irmer wünscht Ihnen und Euch der Vorstand eine gesegnete Adventszeit, ein gnadenreiches Weihnachtsfest und Gottes Nähe und Begleitung im neuen Jahr.

 

Ihr/Euer

Norbert Gellenbeck

Vorsitzender                                                                                       

 

Spendenkonten: 

Volksbank Gronau-Ahaus e.G. (Blz.:  401 640 24)  Kto.:  105 626 800

Darlehnskasse Münster e.G.      (Blz.:  400 602 65)  Kto.:  18 376 700                                                                   

für Überweisungen aus dem Ausland: 

BIC     GENODEM1DKM   IBAN  DE24 4006 0265 0018 3767 00

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neues vom Förderverein „Mariánské Radčice“ e.V.                  27.09.2006

 

Grillabend

Am 9. September waren nach der Vorabendmesse ca. 40 Leute zu unserem Grillabend gekommen und haben bei sommerlichen Temperaturen einige schöne gemütliche Stunden miteinander verbracht.  Der Erlös des Abends beträgt 805,03 € und kommt der Einrichtung der restaurierten Räume in Maria Ratschitz zugute. Allen, die den Abend vorbereitet, Salate gemacht, gegrillt, bedient oder gespendet haben, gilt ein ganz herzlicher Dank!

 

Spendeneingänge

Seit dem letzten Brief von Philipp Irmer aus Nordböhmen sind für die Ausstattung weiterer Räume des Pfarrhauses 3.170,00 € gespendet worden.

Von dem Geld werden Betten, Tische und Bestuhlung angeschafft.

Ganz herzlichen Dank von Philipp Irmer für die Mithilfe!

 

Wallfahrt nach Mariaschein und Maria Ratschitz

Auf der letzten PGR-Sitzung am 13. September hat Pfarrer N. Schulze Raestrup mitgeteilt, dass die Pfarrgemeinde St. Antonius im nächsten Herbst wieder eine

Wallfahrt nach Nordböhmen durchführen wird, und zwar vom 9.-14. September 2007. Diesmal sollen Dresden und auch Prag ausführliche Programmpunkte sein. Kosten und weitere Einzelheiten werden rechtzeitig bekannt gemacht.

Vormerkungen sind beim Pfarrbüro St. Antonius möglich. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einladung                                                Datum:  28. August 2006

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

ich freue mich wieder über den neuesten Brief  von Philipp Irmer aus Nordböhmen. Seit Mai sind auch einige unserer Mitglieder und Freunde wieder in Maria Ratschitz gewesen, um Philipp Irmer bei der Arbeit zu helfen oder um auszuspannen. Alle berichten übereinstimmend vom Fortschritt der Sanierungsarbeiten und wie schön das bisher wieder Aufgebaute und Eingeric

 

 

htete geworden ist. Von unserem Verein aus haben wir in den letzten Wochen einige notwendige Dinge finanziert, z.B. die Blitzschutzanlage für das ganze Pfarrhaus. Als Nächstes steht die Einrichtung der restaurierten Räume an, wie es dem beigefügten Brief zu entnehmen ist.

Auf unserer letzten Mitgliederversammlung wurde ein „Grillabend“ für den Verein, seine Förderer und die Pfarrgemeinde angekündet. Wegen mehrerer Veranstaltungen in unserer Stadt am ersten Septemberwochenende hat der Vereinsvorstand den Termin für diesen Abend verschoben, und zwar auf

Samstag, 9. September 2006, in Gronau

am/im Jugendheim St. Antonius, Mühlenmathe 19c

ab 18 Uhr (nach der Vorabendmesse).

Es gibt Grillwurst und Schnitzel, Brötchen und Salate, Bier, Wein und alkoholfreie Getränke. Der Erlös dieses Abends soll für die Einrichtung der Räume in Mariánské Radčice sein. Alle sind ganz herzlich zu unserem Abend eingeladen! Der Vorstand hofft auf Ihr/Euer Kommen.

Es grüßt ganz herzlich im Namen des Vorstandes

Ihr/Euer

Norbert Gellenbeck

     Vorsitzender                                                                                        

 

Spendenkonten:  Volksbank Gronau-Ahaus e.G. (Blz.:  401 640 24)  Kto.:  105 626 800

                                  Darlehnskasse Münster e.G. (Blz.:  400 602 65)  Kto.:  18 376 700                                                

                   für Überweisungen aus dem Ausland:  BIC     GENODEM1DKM

                                                                                     IBAN  DE24 4006 0265 0018 3767 00  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brief aus Nordböhmen

von Philipp Irmer

                                     Sonntag, 27. August 2006                   

 

Liebe Freunde und Förderer von Mariánské Radčice,

der Sommer ist nun bald vorüber. Damit sind auch unsere Ferien hier in Nordböhmen langsam aber sicher zu Ende. Die „normale“ Zeit hält wieder Einzug. Das ist doch einmal Grund genug, um zurückzuschauen auf die vergangenen Wochen und Monate.

An den letzten Sonntagen haben wir in den Evangelien nach Johannes vom Brot gehört. Es begann mit dem Wunder der Brotvermehrung. Danach folgte Sonntag für Sonntag die so genannte Brotrede, in der Jesus seinen Jüngern die Bedeutung des wahren Brotes darlegte.

Doch bleiben wir zunächst einmal bei dem Wunder. Das, was wir hier in den letzten Wochen erleben durften, gleicht nämlich ebenfalls einem echten Wunder. Viel ist hier geschehen. Viele Menschen sind ein und aus gegangen und sind unsere Gäste gewesen. So waren unter anderem Schüler und Schülerinnen des bischöflichen Gymnasiums in Mariaschein mit ihrer Klassenlehrerin bei uns zu Gast und haben kräftig mitgeholfen. Familienkreise aus Dresden und Dippoldiswalde konnten wir ebenfalls begrüßen. Der internationale Bauorden war mit 10 jungen Leuten als große Hilfe bei uns tätig. 6 Belgier und 4 Niederländer haben mit großem Einsatz unseren Friedhof von allem möglichen Unrat und alten Wurzeln befreit und so den Grundstein für eine neue und würdevolle Gestaltung der alten Begräbnisstätte gelegt. Damen und Herren der Ackermann-Gemeinde (Verband der sudetendeutschen Katholiken) sind bei uns zum Gottesdienst gewesen. Daraus hat sich ein weiterer Kontakt und Interesse ergeben, bei uns eine Projektarbeit zu starten. Die katholische Hilfsorganisation Renovabis hat uns zugesagt, unser Wallfahrtsprojekt finanziell zu fördern und zu unterstützen. Die unteren Räume, großer Saal, Toiletten und Mehrzweckraum sind fast fertig und können bezogen werden. Ich bin in der Zwischenzeit - passend zum Weltmeisterschaftsfinale - in die unteren Räume (ehemals Büros der KHI, der Erzgebirgsinitiative) gezogen und habe somit Platz für neue Schlaf- und Gruppenräume in der oberen Etage geschaffen. Wir könnten nun 56 Personen Platz bieten. Allerdings fehlen uns noch acht Doppelstockbetten. Es war eine wunderbare und ereignisreiche Zeit mit vielen schönen und ermutigenden Begegnungen, die uns auch zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unsere kleine Gemeinde versammelt sich jeden Sonntag zum Gottesdienst. Soweit einmal zu den Wundern.

Wenn ich nun auf die Deutung in der Brotrede bei Johannes schaue, läuft alles auf den wirklichen und lebendigen Glauben an Jesus Christus hinaus. Er ist das lebendige Brot; nur wenn wir sein Fleisch essen, sein Blut trinken, haben wir das ewige Leben. Soll eben heißen, dass wir wirklich an ihn glauben sollen. Losgelöst von Christus macht das Wunder keinen Sinn. Wir sollen nicht vordergründig bei der Wundertat stehen bleiben, sondern tiefer gehen und den wahren Grund für dieses Wunder sehen und diesem glauben. Genau das versucht Jesus im Evangelium zum 21. Sonntag deutlich zu sagen. Aber genau das wollten die Leute damals nicht hören.

Es wird berichtet, dass viele der Jünger Jesu sagten: „Seine Worte sind unerträglich. Wer kann das anhören?“ So verließen ihn viele. Es war ihnen nicht gegeben, seinen Worten Glauben zu schenken. Vielleicht stand zu viel für sie selbst auf dem Spiel. Wer tauscht schon gerne ein sattes und sorgenfreies Leben ein gegen die Unsicherheit jener, die Jesus nachfolgen, was immer auch die Zeit bringen werde und wie immer sich der Widerstand der Mächtigen gegen ihn formieren werde? Aber der Mensch kann seinen Frieden und sein Glück auf Dauer nur finden, wenn er seinem Gewissen folgt, wenn er den Anruf Gottes wahrnimmt und nicht zur Seite drängt.

Es erscheint wie eine Ehrenrettung jenes Kreises der Zwölf, dass Petrus den Mut hatte, im Namen aller zu erklären, den Herrn nicht verlassen zu wollen. Denn Jesus hatte sie ganz klar vor die Entscheidung gestellt: „Wollt auch ihr weggehen?“ Auf diese Frage kommt die Antwort des Petrus: „Herr, zu wem sollen wir gehen?“ Diese Antwort ist verbunden mit einem Glaubensbekenntnis: „Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“

Auch wenn die Worte Jesu für manche hart und unverständlich sind, die Apostel wollen ihm weiterhin vertrauen, da er der von Gott gesandte Messias ist. Nur der Glaube vermag die Entscheidung für Jesus Christus zu treffen. Der Unglaube wendet sich früher oder später von Jesus ab. Vielleicht bleibt jemand dem äußeren Anschein nach noch beim Herrn – so wie Judas. Aber irgendwann kommt dann doch der Abschied oder gar der Verrat!

Letzten Endes aber kommt es auf das glaubende Herz an. Prüfen wir uns also immer wieder selbst: Ist mein Glaube noch echt oder bin ich schon zu sehr zu einem Gewohnheitschristen geworden, der noch das tut, was dazugehört? Es kann aber auch so kommen: Jemand entdeckt, dass er den wirklichen Glauben bis jetzt vernachlässigt hat, und er nimmt sich vor, dies in Zukunft zu ändern. Die Hilfe Gottes wird ihm nicht fehlen, vor allem wenn er betet und Gott um seinen Beistand bittet. Im Einleitungsgebet zum Rosenkranz beten wir ja darum, dass Gott uns den Glauben vermehren möge. Wer könnte uns da besser helfen und zur Seite stehen, als die Mutter der Glaubenden und Suchenden, unsere Gottesmutter Maria? In ihrem Herzen gab es keinen Zweifel, auch wenn sie vieles nicht verstand. Ihre Glaubenstreue und ihr Mut zu einem Leben in Einheit mit dem Herrn mögen auch uns ermutigen. Ihre Fürsprache vom Himmel her möge uns beistehen, damit wir immer beim Herrn in Glaube, Hoffnung und Liebe bleiben!

So sind eben auch die Wunder hier in Mariánské Radčice nur im Glauben an Jesus Christus zu verstehen. Nur in diesem Glauben macht es wirklich Sinn, in Nordböhmen an diesem Wunder mitzuwirken. Nur in diesem Glauben können wir durchhalten und uns an den Wundern freuen, die tagtäglich um uns herum geschehen.

So grüße ich Sie und Euch ganz herzlich und danke Ihnen und Euch, dass Ihr mithelft, dem Glauben an Christus ein Gesicht zu geben, denn er hat Worte des ewigen Lebens. Davon lasst uns immer sprechen.

Ihr und Euer

Philipp Irmer  

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gastraum - früher Küche im Pfarrhaus Gastraum
Saal im Pfarrhaus - früher Refektorium der Mönche

 

 

 

 

 

 

Pfingsten 2006

 

 

Pfingstbrief aus Mariánské Radčice                         30.05. 2006

                                   

                                                                                                         

Liebe Freunde und Förderer von Mariánské Radčice,

liebe Schwestern, liebe Brüder,

wir feiern Pfingsten. Das wunderbare Fest der Geburtsstunde unserer Kirche. Wir feiern das Fest des Heiligen Geistes, den wir alle von unserem Herrn und Bruder empfangen haben. Wir feiern das Fest des Heiligen Geistes, den wir auch in unserer Zeit und Kirche so dringend nötig haben.

„Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen“, hat uns Jesus Christus zugesichert (Joh 14,18). Dieses Versprechen hat er eingelöst. Das können wir in der wunderbaren Lesung am Pfingstfest wieder hören. Gottes Geist hat die Menschen erfüllt. Er hat die ängstlichen Jünger zu bekennenden Aposteln gemacht. Er hat sie angetrieben, für die Sache Jesu einzutreten und den neuen Weg in der Welt zu verkünden. Wir singen in einem neuen geistlichen Lied: „Die Sache Jesu braucht Begeisterte, sein Geist sucht sie auch unter uns, er macht uns frei, damit wir einander befreien.“

Gerade das ist es, was für uns in Radčice und Bohusodov so unendlich wichtig ist. Es geht immer mehr darum, Menschen mit dem befreienden Geist Gottes in Verbindung zu bringen. Unsere Petra hier in Radčice ist nun schon ein Jahr begeistert Messdienerin. Immer wieder bringt sie Leute mit zur Kirche, sogar ihre Lehrerin war schon einmal hier. Natürlich sind wir nicht die Kirche der großen Zahlen, aber ich glaube auch nicht, dass es darauf ankommt, sondern darauf, was bei den Menschen überkommt. Zwei Erwachsene sind in diesem Jahr zur Erstkommunion gegangen. Sie zählen zu unserem „festen“ Stamm und sie kommen so häufig, wie es ihr Beruf zulässt. Inzwischen waren auch schon Pilger und Reisegruppen hier, die zum Teil mit mir einen Gottesdienst gefeiert haben. Bei ihnen war Begeisterung zu spüren für das, was wir an diesem Ort vorhaben und natürlich auch für das, was schon geworden ist. Für die nächste Zeit haben sich schon einige Gruppen angemeldet. So kann unser Vorhaben auf seine Weise dazu beitragen, viele Menschen mit dem lebendigen Gott in Berührung zu bringen.

Am Gebäude gehen die Arbeiten voran. In der unteren Etage konnten wir den Mehrzweckraum und den großen Saal fertig stellen. Beide erstrahlen in einem wunderbaren Glanz und laden zum Verweilen ein. Weiterhin haben wir noch zwei Zimmer fertig gestellt. Nun fehlen nur noch die Betten und anderes Mobiliar und schon finden hier über 40 Menschen Platz zur Übernachtung. Im Garten wächst und blüht es. Auch das ist ein wunderbares Gefühl nach diesem Winter und ein Zeichen für Gottes Gegenwart in der Natur.

Wir sind heute die Jünger, über die der Geist Gottes ausgegossen wird. Wir sollen den Geist spüren, wir sollen durch ihn angefüllt und einfach „be–geist–ert“ sein. Jesus Christus hat sein Wort gehalten. Er hat uns seinen Geist geschenkt. Es liegt an uns, durch den Geist bewegt in der Welt Zeugnis für unseren Glauben abzulegen. Der Geist Jesu soll in uns brennen, er will uns antreiben, er will uns aufrütteln und in Bewegung setzen. Dieses Bild stelle ich mir immer am lebendigsten im Fußballstadion vor. Wenn ich dort die vielen Menschen sehe, die ihre jeweiligen Mannschaften durch ihren Zuruf, durch ihr Singen, ihren Applaus und Jubel unterstützen. Denken wir nur an die Laola-Welle, die irgendwo im Stadion beginnt, sich dann

durch das ganze Stadion fortsetzt und auf alle überträgt. Alles gerät in Bewegung, alle werden mitgerissen. Das wünschte ich mir für unsere Kirche. Ich wünschte mir, dass wir in Bewegung kommen und dass wir andere Menschen mitreißen mit unserer Begeisterung. Ich wünschte mir, dass die Welt spüren kann, dass der Geist Gottes in der Welt lebt und weht und sie so verändert. „Der Geist des Herrn erfüllt das All“ oder „neu schafft des Geistes Wehen das Angesicht der Welt“ singen wir in Kirchenliedern.

Diese Begeisterung aber ist mehr als nur ein Strohfeuer, das eben auch gerade genug am Rande von kirchlichen Events oder anderen Großveranstaltungen zu spüren ist. Solch ein Feuer lodert schnell auf, verlischt aber ebenso schnell wieder.

Der Geist Gottes setzt anders an. Er setzt das in uns in Gang, was durch den Glauben an Jesus Christus in uns tief verwurzelt und grundgelegt ist. So erst wird christliche Freude zu echter und tiefer Freude, die ihren Ursprung im Glauben an den Erlösertod Jesus Christi und seiner Auferstehung hat. Diese Freude nimmt die Geschehnisse in der Welt kritisch wahr. In dieser Freude wird es uns möglich, echten Trost und Zuwendung zu schenken, wo Menschen unseren Zuspruch brauchen. In dieser Freude nehmen wir Krankheit, Leid und Tod wahr und sehen ihren tieferen Sinn in der Verheißung Jesu, dass er uns ein Leben schenkt, in dem es kein Leid, keine Krankheit und keinen Tod mehr geben wird.

Um diese Verheißung geht es letztlich. Zu ihrer Verkündigung treibt uns sein Geist an. Wenn wir uns dazu antreiben lassen, wird das Antlitz der Erde neu. Wir singen das oft so einfach daher: "Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu!" Gott aber meint das ganz ernst. Gott sendet seinen Geist um zu erneuern. So wie ein Kind jeden Tag Neues lernen muss, um sich immer mehr in dieser Welt zurechtzufinden, so bricht Gottes Geist immer wieder in unser Leben und in unsere Kirche ein, um sie immer mehr auf den Weg zu führen, der uns dem Ziel näher bringt, das Gott selbst uns bestimmt hat.

Gott führt uns durch seinen Geist immer näher an dieses Ziel. Er selbst ist es, der uns immer wieder mit neuen Situationen, neuen Fragen und auch neuen Antworten konfrontiert.

Sich vor dem Neuen zu verschließen, das hieße, wie viele Juden zur Zeit des ersten Pfingstfestes kopfschüttelnd daneben zu stehen. Gott aber will nicht, dass wir stehen bleiben; er will, dass wir uns aufmachen, dass wir mit ihm gehen, dass wir uns von seinem Geist führen lassen.

So grüße ich Sie und Euch ganz herzlich. Ich bedanke mich bei allen, die immer wieder dazu beitragen und beigetragen habe, dass Mariánské Radčice ein Ort der Begegnung für die Menschen mit Gott und untereinander werden kann. Ich wünsche uns allen Gottes lebendigen Geist, der uns antreiben und erfüllen soll.

 

Ganz herzlich Ihr und Euer

Philipp Irmer

Pfarradministrator

 

 

Mitgliederversammlung 2006                                30. Mai 2006

 

Liebe Mitglieder und Förderer,

 

am 25. April haben wir unsere diesjährige Mitgliederversammlung in Gronau abgehalten, zu der 22 Personen erschienen sind. Philipp Irmer konnte, wie angekündigt, nicht teilnehmen, da er mit den Arbeiten für die Ausstellung "300 Jahre Basilika von Krupka" beschäftigt war. 

Nach der Begrüßung wurden Bilder aus Marianske Radcice vom Mai 2004 gezeigt und im Anschluss daran ein Film (dankenswerterweise aufgenommen und bearbeitet von Jürgen Biermann) und Bilder vom Mai 2006. Dadurch zeigte sich deutlich, was alles vor Ort in den letzten zwei Jahren geschaffen worden ist. Die obere Etage im Pfarrhaus ist nun komplett saniert; das Erdgeschoss könnte in diesem Jahr fertig werden, wenn das Geld reicht. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte unser Verein folgende größere Arbeiten bezuschussen: Fußboden in der Sakristei, Dachreparatur am Kreuzgang, Heizungsanlage im Erdgeschoss des Pfarrhauses, Plattierung des oberen Flures, Maurerarbeiten im Erdgeschoss und Möbel für die Jugendräume.

Unser Verein zählt z. Zt. 116 Mitglieder. Seit dem 22.03. 2005 wurden 40.613,70 € eingenommen, davon Mitgliedsbeiträge          8.654,00 €

Spenden                     30.617,96 €

Zinsen                                15,54 €     und

Adventsbasar                1.326,20 €

Ausgegeben haben wir für die Restaurierung des Pfarrhauses 43,730,88 € und 15 € für Geschäftsauslagen.

Somit hatten wir am 06.04. 2006 noch einen Bestand von 3.360,35 €. Die Kasse wurde geprüft von Bernd Oeinck und Eva Huke, die die Kassenführung für korrekt befunden haben und darum die Entlastung des geschäftsführenden Vorstandes beantragten. Bei Enthaltung der Betroffenen wurde dem Vorstand einstimmig die Entlastung erteilt. Nächstes Jahr werden Bernd Segbers und Eva Huke die Kasse prüfen.

Inzwischen ist mit Datum vom 17. Mai 2006 der Freistellungsbescheid für 2005 vom Finanzamt Ahaus bei uns eingegangen mit der Feststellung der Gemeinnützigkeit unseres eigetragenen Vereins, so dass wir weiterhin Spendenbescheinigungen ausstellen dürfen.

Auf unserer Versammlung wurde beschlossen, am 1. September 2006 am Jugendheim St. Antonius in Gronau einen Grillabend für die Gemeinde zu veranstalten. Dazu sind Sie und Ihr alle ab 18.00 Uhr herzlich willkommen. Der Erlös des Abends soll für Marianske Radcice sein.

Pfarrer Norbert Schulze Raestrup kündete an, dass im Jahre 2007 wieder eine Fahrt ins Erzgebirge stattfinden soll, natürlich mit einem Besuch in Marianske Radcice. Dresden und diesmal auch in Prag.

Nochmals danke ich an dieser Stelle für Ihre und Eure große Spendenbereitschaft und Mitarbeit im Verein, besonders auch den anderen Vorstandsmitgliedern.

Allen wünsche ich ein gesegnetes Pfingstfest.

Ihr/Euer

Norbert Gellenbeck, Vorsitzender

 

 

 

 

 

Ostern 2006

       

Philipp Irmer

 Pfarradministrator

                                                          

                                                                                        3. Fastensonntag, 19. März 2006

 

Liebe Freunde, liebe Förderer von Mariánské Radčice,

die Zeit geht ins Land, angeblich steht der Frühling vor der Tür. Doch gerade vom Letzteren ist hier sehr wenig zu spüren. Der Winter in diesem Jahr war sehr lang. Wir haben hier eigentlich von November an durchgängig Schnee gehabt. Alles in mir und in uns sehnt sich nach Frühling und dem neuen Leben. Wir begehen nun schon den dritten Fastensonntag und werden mit einem leidenschaftlichen Jesus konfrontiert, der im Tempel mal so richtig für Ordnung sorgt.

Jedes Mal, wenn ich mir die Szenerie vor Augen führe, erschrecke ich dabei ein wenig, denn mein Bild, das ich von Jesus habe, wird an dieser Stelle etwas verändert. Eigentlich stelle ich mir diesen Jesus ganz anders vor. Er ist natürlich schon jemand, der weiß, was er will; er ist aber eben anders als die normalen Menschen. Er ist warmherzig, offen, in ihm kommt mir Gott entgegen. Das ist das Bild, das ich im Allgemeinen von ihm habe. Jesus der Messias, der Retter, der Heiler, Lehrer und Prediger. Doch in diesem Evangelium räumt Jesus ordentlich auf. Er wendet sich nicht gerade höflich an die Menschen, sondern wird handgreiflich. Nach diesem Gemenge erklärt nur die Schrift sein Handeln: „Der Eifer für dein Haus verzehrt mich!“ Jesus setzt sich ein, er will, dass das Wesentliche des Hauses Gottes in den Vordergrund kommt. Das Drumherum mag wichtig für die Menschen sein, das Wesentliche aber ist eben für die weltlichen Augen verborgen.

„Der Eifer für dein Haus verzehrt mich!“ An dieser Stelle bleibe ich nun hängen. Auch mich verzehrt hier und da der Eifer für dein Haus, sage ich mir. Wenn ich nun an uns hier in Radčice denke, dann kann ich das zum einen eben sehr wörtlich nehmen. Da fallen mir dann die großen und wunderbaren Dinge ein, die in der letzten Zeit hier geschehen sind. Durch die große Hilfe vom Hilfswerk „Renovabis“ können wir in diesen Tagen endlich unsere sanitären Anlagen im Erdgeschoss fertig stellen. Die Katecheseräume sind von unseren Kindern schon bezogen worden und werden gerne angenommen. Der Flur in der oberen Etage ist nun fertig gefliest, im Erdgeschoss auf der rechten Seite konnten wir die Heizung installieren. Hier stehen zwei weitere Zimmer für Gäste vor der Fertigstellung. Auch im Erdgeschoss im Hauptgebäude sind nun die Heizkörper an die Heizungsanlage angeschlossen. Die großen Löcher im Fußboden sind verschwunden und ganz langsam kann man erkennen, was hier noch werden soll. Das ist wirklich ein Wunder und hat mit großem Eifer zu tun. Doch ist das alles? Wenn ich  mir den Satz noch einmal durch den Kopf gehen lasse, fehlt mir natürlich bei aller Geschäftigkeit die geistliche Dimension.

Jesus geht im Evangelium sogar noch etwas weiter, wenn er sagt, man solle das Haus seines Vaters nicht zu einer Markthalle machen. Allem Anschein nach wird durch dieses äußere Treiben der Mensch um Gott betrogen. Gerade in diesem Zusammenhang fallen mir kleine Randgespräche mit Kindern und Jugendlichen ein, die ich in der letzten Zeit ebenfalls geführt habe. Die Jugendlichen, alles Schüler aus meiner Klasse in Bohosudov, waren nun schon zwei Mal in Radčice und völlig begeistert vom Gebäude, aber eben auch von unserer Idee. Nach unserem Gottesdienst kam einer zu mir und sagte, dass er eigentlich gar kein Gebet sprechen könne. Das solle ich ihm doch bitte zeigen. Nach unserem nächsten Treffen in den Winterferien kamen wir auf Kirche und die Taufe zu sprechen. Ein Interesse für die Taufe ist da, das ist ein wunderbares Geschenk. Letzten Sonntag nun kam ein Junge aus unserer Gemeinde und fragte mich, ob es mir denn gar nichts ausmache, dass er nicht getauft sei. Auch diese Frage hat mich wirklich getroffen. Das Wesentliche geschieht für uns wirklich im Verborgenen und auf einer anderen Ebene.

Im Evangelium beschreibt nun Johannes, dass die Juden jedoch auf der rein menschlichen Ebene stehen bleiben und deshalb Jesus mit dessen Auftrag und der Legitimation für sein Handeln konfrontieren. Jesus lenkt daraufhin den Blick auf den österlichen Aspekt. Die Menschen, die Juden, aber auch seine Jünger sollen ihren Blick weiten. Der Tempel und alles, was damit zusammenhängt, sowie eben auch das menschliche Leben sind vergänglich. Alles ist dem Tod und der Vernichtung ausgeliefert. Selbst Jesu Leib wird durch den irdischen Tod vernichtet werden. Aber dieser Tod hat nicht das letzte Wort. Er selbst, Jesus hat die Macht, die Kraft und das Vermögen, den Tod zu vernichten und das Leben neu zu schaffen. Er richtet den Tempel, seinen Leib nach drei Tagen wieder auf. Damit ist das Menschliche besiegt, der Tod vernichtet, die göttliche Macht und Herrlichkeit wieder aufgerichtet. Das gilt es zu glauben und zu bekennen. Nicht vordergründige Wunder und Zeichen sollen den Menschen zur Umkehr und zum Glauben führen, sondern einzig und allein der Glaube an die Auferstehung Jesu von den Toten. Jesus weiß, Zeichen sind schnell vergessen, Taten gut erzählt und Wunder schnell aufgebauscht. Das Wesentliche aber geschieht im Unsichtbaren. Jesus ist in den Tod gegangen, um dadurch den Tod zu überwinden. Das ist das einzige, was wirklich zählt. Diese Botschaft aber anzunehmen, diesen Glauben zu bewahren, aus der Hoffnung der Auferstehung sein Leben zu leben, dazu sind nicht viele Menschen bereit. Genau das weiß Jesus. Von diesen aber möchte er als der Sohn Gottes erkannt, bekannt und geglaubt werden. Genau diesen will er Weg, Wahrheit und Leben sein.

Gehören wir dazu? Ich wünsche uns allen, dass unsere Antwort positiv ausfällt und dass wir auf unsere Weise mithelfen, dass das Reich Gottes mit den Händen zu greifen ist hier in Radčice, in Gronau oder wo auch immer wir berufen sind, unser Christsein zu leben. So grüße ich Sie und Euch ganz herzlich und freue mich auf ein Wiedersehen.

Ihr und Euer

Philipp Irmer

 

 

 

 

 

                                                     Datum: 20. März 2006

 

4. Mitgliederversammlung

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,

unsere jährliche Mitgliederversammlung steht wieder an, zu der ich gem. §7(1) u. (2) unserer Vereinssatzung Sie und Euch ganz herzlich einlade, und zwar zu

         Dienstag, den 25. April 2006, um 19.30 Uhr

         ins Jugendheim St. Antonius, Mühlenmathe 19c in Gronau.

Gäste sind wieder herzlich willkommen. Philipp Irmer wird diesmal nicht daran teilnehmen können, da er zu der Zeit mit den Vorbereitungen des 300jährigen Kirchweihfestes der Basilika in Krupka beschäftigt ist.

Tagesordnung
  1. Begrüßung
  2. Bericht des Vorsitzenden
  3. Geschäftsbericht
  4. Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer
  5. Entlastung des Vorstandes
  6. Kassenprüferwahl (Ein neuer Kassenprüfer muss gewählt werden.)
  7. Grillfest im Sommer
  8. Adventsbasar: Anregungen und Ideen
  9. Verschiedenes

Eine Ergänzung der Tagesordnung ist auf Antrag mit Zustimmung der anwesenden Mitglieder möglich.

Kurzbericht

Der  zusammen mit dem „Kongohilfe e.V.“ abgehaltene Adventsbasar 2005 war trotz wetterbedingter Verschiebung wieder ein Erfolg mit dem Erlös von 1.177,70 € für unseren Verein. Allen Helferinnen und Helfern sage ich dafür ganz herzlichen Dank!

Im Pfarrhaus von Maria Ratschitz sind inzwischen auch die Heizkörper im ganzen Erdgeschoss installiert worden, sodass die Räume dort jetzt beheizt werden können (s. Fastenbrief von Philipp Irmer). Für die Installation hat unser Verein 5.500,00 € zugeschossen. Philipp Irmer dankt dafür recht herzlich.

In diesem Sommer muss u.a. das Dach vom Anbau des Pfarrhauses erneuert werden, damit der Raum dort wieder genutzt werden kann für einen Meditationsraum, für Gruppenräume und einen Werkraum.  Veranschlagte Kosten: 850.000,00 CK, also ca. 30.350,00 €. Gut wäre es, wenn unser Verein davon ca. 15.000,00 € aufbringen könnte, weil sonst die Arbeiten nicht durchgeführt werden können. Z.Zt. haben wir noch 2.707,79 € auf unseren Spendenkonten. Allen Beitragszahlern und Spendern sage ich im Namen des Vorstandes an dieser Stelle ausdrücklichen Dank für die großzügige Hilfe im letzten Jahr!

     Pfarrhausanbau

 

In der Osterwoche werden einige Gronauer wieder nach Maria Ratschitz fahren, um Tische für den Pfarrsaal hinzubringen, um bei den Arbeiten zu helfen oder sich zu erholen. Sie sind und Ihr seid ebenfalls immer alle herzlich in Maria Ratschitz willkommen, um dort einige Tage zu verbringen. Anmeldungen nimmt Philipp Irmer gern entgegen.

Der Vorstand hofft auf  eine gute Beteiligung bei der Mitgliederversammlung und wünscht Ihnen und Euch allen ein gesegnetes Osterfest!

Ihr und Euer

Norbert Gellenbeck

     Vorsitzender 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Advent 2005

               Philipp Irmer

           Pfarradministrator

               Mostecká 22

CZ – 43532 Mariánské Radčice                                                             Advent 2005

www.marianske-radcice.org

Liebe Freunde, liebe Förderer, liebe Schwestern und Brüder,

vor zwei Jahren haben wir begonnen, in Mariánské Radčice an jedem Sonntag Eucharistie zu feiern. Es war eine bewegte Zeit. Vieles hat sich hier und um uns herum getan. Angetrieben waren wir von einer tiefen Sehnsucht, die auch im diesjährigen Lesungstext des Propheten Jesaja vom ersten Adventssonntag deutlich wird. Dort heißt es: „Ach kämst du doch denen entgegen, die tun, was recht ist, und nachdenken über deine Wege.“ (Jes 64,4)

Gott kommt uns entgegen, das dürfen wir glauben. Er kommt uns natürlich nicht immer so entgegen, wie wir das erwarten, aber er ist auf dem Weg zu uns. In seiner Menschwerdung hat er das unmissverständlich deutlich gemacht. Für Außenstehende ist dies schier unglaublich und für Christen ist dies immer wieder neu ein Wunder, auf das wir uns besonders in der Adventszeit vorbereiten wollen. Eine wichtige Grundvoraussetzung dafür ist mit Sicherheit eine innere Bereitschaft und Wachsamkeit, zu der uns Jesus im Evangelium auch ganz konkret auffordert.

Die letzten zwei Jahre hier waren ebenfalls geprägt von der Erfahrung, dass uns Gott entgegenkommt. In den Sonntagsgottesdiensten, während der Wallfahrten, in den Feiern der Sakramente, während vieler Begegnungen mit Besuchern, Pilgern und ehemaligen Bewohnern von Mariánské Radčice, im Miterleben der Menschen, die in unserem Pfarrhaus eine Zeit verbracht haben, und nicht zuletzt in der Feier unseres diesjährigen Jubiläums bekam die Erfahrung ein ganz deutliches Gesicht.

Mit großer Dankbarkeit blicken wir nun besonders auf das Vergangene zurück und sagen allen Menschen, die uns durch ihr Gebet, ihr Mittun und ihre Gaben unterstützt haben, herzlich Dank. Vieles haben wir im letzten Jahr gerade auch am Bau realisieren können. Wir sind ein großes Stück weitergekommen und hoffen natürlich, dass unser Haus vielen Menschen die Gelegenheit bieten kann zu erspüren, dass uns Gott entgegenkommt.

Wir konnten den ersten Teil des Daches unseres Kreuzganges neu decken. Dadurch haben wir ihn vor dem drohenden Einsturz gerettet. Gerade aber im Kreuzgang liegt noch ein großes Stück Arbeit vor uns. Im Erdgeschoss des Pfarrhauses haben wir begonnen, die Toilettenanlage zu errichten. Manches konnten wir in Eigenleistung erledigen. Doch stehen noch die Arbeiten für den großen Begegnungssaal, die Küche und einen weiteren Gruppenraum aus, damit es auch für größere Gruppen möglich wird zusammenzukommen und sich auszutauschen.

Das sind soweit unsere nächsten Baustellen im Haus. Die weit wichtigere Baustelle haben wir natürlich ebenfalls fest im Blick: die Seelsorge. Unsere kleine Gruppe an diesem Ort hat leider einen kleinen Einbruch erlitten. Eine Familie hat sich getrennt und somit sind leider drei Kinder mit ihren Eltern an andere Orte gezogen. Unsere tapfere Messdienerin Petra aber wird nicht müde, um immer wieder neue Leute in die Kirche und in die Gruppe zu bringen. Hier gilt es nun in besonderer Weise aufzubauen, zu ermutigen und eine neue Wachsamkeit zu wecken. Das ist natürlich der schwierigste Teil der Arbeit, weil dabei Erfolge nicht so leicht auszumachen sind; aber im Vertrauen auf unseren Gott, der in seiner Kirche gegenwärtig ist, nehmen wir uns immer wieder dieser Aufgabe an.

 

Es ist wirklich entlastend, dass Jesus uns dazu gemeinsam auffordert. Wir sollen diese Aufgabe eben nicht nur einigen Experten überlassen, sondern sein adventlicher Aufruf gilt allen Christen, wenn er heute im Evangelium sagt: „Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!“ (Mk13,37)

Allen sagt es Jesus, jedem einzelnen, nicht nur einigen ausgewählten Türhütern, von denen am Anfang des Evangeliums die Rede ist! Jeder hat wachsam zu sein. Jeder ist der Türhüter seines eigenen Lebens.

Von wegen, nur der Pfarrer macht das schon! Es gibt Dinge, die kann er eben nicht allein. Das Christsein gehört auf alle Fälle dazu!

Ich kann vielleicht noch darum bitten, dass andere für mich beten; aber ich kann nicht andere bitten, Gott „für mich“ zu lieben. Ich kann andere nicht beauftragen, an meiner Stelle Gutes zu tun, nur um dann selbst nichts tun zu müssen. Ja, ich kann andere erst recht nicht damit betrauen, an meiner Stelle andere Menschen zu lieben.

Es gibt Dinge, die kann ich nicht delegieren. Menschlichkeit und Glaube gehören dazu.

Wirkliches Christsein ist somit nicht delegierbar. Ich kann diese Aufgabe auf niemanden abwälzen. Man kann nicht einmal die Verantwortung auf andere schieben.

„Was ich aber sage, das sage ich allen.“ sagt Christus ganz ausdrücklich.

Seid wachsam, denn das eigene Christsein kann man nicht delegieren. Hier sind wir alle angesprochen. Jeder einzelne hat seine Aufgabe. Wir alle sollen Verantwortung in der Kirche wahrnehmen. Was in unserer Kirche läuft oder eben nicht läuft, hängt nicht nur von einem Türhüter, Pfarrer oder Administrator ab.

Wir sind alle gemeinsam Kirche. Es liegt an uns, ob wir in der Welt wachsam und glaubwürdig unsere Aufgabe erfüllen.

Aber es beginnt natürlich schon im persönlichen Bereich des Christseins. Da ist jeder sein eigener Türhüter. Jeder ist der Türhüter seines eigenen Herzens. Damit haben wir alle genug zu tun. Nutzen wir also die Adventszeit und lassen wir uns wieder von Christus zur neuen Wachsamkeit aufrufen.

So wünsche auch ich Ihnen und Euch für das kommenden Fest und das neue Jahr, dass unser Christsein menschlich bleibt, dass wir unser gutes Wollen nicht vergessen, dass wir uns für das Leben einsetzen, damit jede Stunde und jeder Tag des alten und des neuen Jahres Freude und Erfüllung bringt.

 

Ihr und Euer dankbarer

- Philipp Irmer -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23. September 2005    Brief Administrator Philipp Irmer

 

 

09. Mai 2005

 

 

 

Brief zu Pfingsten 2005 von 

P. M. - Philipp Irmer, Administrator

Philipp Irmer  

 

Liebe Freunde, liebe Schwestern und Brüder!

         Kurz vor Pfingsten schreibe ich Ihnen und Euch noch einmal einen Brief. Es waren turbulente Wochen hier und auch in der Welt. Ich glaube, wir brauchen in dieser Zeit wirklich den Geist Gottes, der in uns wohnt, der uns antreibt und ermutigt. Gerade deshalb ist es in dieser Zeit eben auch wichtig, um diesen Geist inständig zu bitten. Hierbei geht mir das Evangelium vom 6. Ostersonntag durch den Kopf. Jesus sagt dort zu seinen Jüngern, dass sie seine Gebote halten werden, wenn sie ihn lieben. Das ist also ihre und damit natürlich auch unsere Aufgabe. Gott zu lieben und seine Gebote zu erfüllen. So geben wir in der Welt, in unseren Städten und in unseren Familien Zeugnis von Jesus Christus. An der Liebe soll man uns erkennen. Natürlich ist es nicht einfach, diese Gebote zu erfüllen. Natürlich stehen wir oft vor Situationen, die uns resignieren lassen. Natürlich ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Jesus weiß das. Er kennt uns durch und durch. Er weiß um unsere Stärken und um unsere Schwächen. Deshalb wird er den Vater bitten, damit er uns einen anderen Beistand geben wird, der für immer bei uns bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit. Um diesen Geist, sollen wir bitten. Dieser Geist wird in uns wohnen. Dieser Geist soll uns be-GEIST-ern. Er ist die Kraft, aus der wir wirklich leben werden.

     Auch hier in Maríanské Radčice ist dieser Geist zu spüren. Wir haben zu Ostern eine Taufe gehabt. Die zwölfjährige Petra ist nun wirklich eine begeisterte Christin. Am Weißen Sonntag ging sie mit einem Freund zur Erstkommunion und nun kommt sie regelmäßig zum Gottesdienst. Beide sind Messdiener geworden und versehen ihren Dienst mit viel Freude. (Eine 100 Prozent Ausbeute kann sich doch wohl sehen lassen?) Inzwischen waren noch zwei weitere Anfragen zur Taufe. Auch das stimmt mich zuversichtlich. Unsere kleine Gemeinde wächst. Nach dem letzten Sonntagsgottesdienst kam ein Besucher zu mir und sagte, er genieße die Feiern, er fühle sich hier wie in einer kleinen Familie. Seine Begeisterung war ihm deutlich anzumerken, auch darüber habe ich mich gefreut und dafür bin ich dankbar.

     An den letzten beiden Wochenenden waren Gäste im Haus. Eine Gruppe kam aus Pilzen, die andere Gruppe aus Dortmund. Auch die Bürgermeisterin hat um eine Übernachtung für Gäste aus dem Ort gebeten. Alle haben gesagt, so etwas Schönes hätten sie nicht erwartet, sie hätten sich mehr als wohl gefühlt. Das ist, glaube ich, die beste Reklame.

     Auch Tagesgäste kommen hier vorbei und freuen sich, die Kirche und den Kreuzgang wieder besichtigen zu können.

     Am vorletzten Freitag ist eine kleine Delegation von Renovabis mit unserem Generalvikar hier gewesen, um sich unser Projekt einmal aus der Nähe anzuschauen. Auch sie waren überrascht über das, was wir hier schon erreicht haben, aber auch über die Größe des Areals. Ich hoffe, sie werden uns bei der Fertigstellung der Gruppen- und Katecheseräume unterstützen.

     Dankbar bin ich natürlich auch für die kleinen und großen Fortschritte im Haus. Zur Zeit werden zwei Zimmer, die Sakristei, und der Eingangsbereich gestrichen. Draußen haben wir schon einen Gemüsegarten und die Sitzgelegenheiten für die Feuerstelle angelegt. Die Erdwärme für unsere Heizung zieht sich noch etwas hin, auch wenn der Ingenieur mir ständig versichert, dass die staatliche Unterstützung sicher kommen werde.

     Ich bin zuversichtlich, dass unser großes Unternehmen, der Aufbau des Reiches Gottes hier in Nordböhmen, fortschreiten wird. Hier stütze ich mich auf einen Satz des Evangeliums, in dem Jesus seinen Jüngern zusagt, dass er sie nicht als Waisen zurücklassen wird. Diese Verheißung erfüllt sich jeden Tag aufs Neue. Sie ist zu spüren, wenn wir uns innerlich auf sie einlassen können. Es geht nicht um große event-mäßige Ereignisse. Jesu Verheißung ist im Kleinen und in der Stille zu spüren. Er ist da, er verlässt uns nicht. Unser Projekt hier habe ich mit dem Titel „spüren, dass Gott da ist“ überschrieben. Somit sind wir nicht allein und verwaist. Gott ist spürbar in unserer Nähe und um uns in Sorge. Wir sind ihm nicht egal. Durch die Herabsendung seines Geistes wird er in uns leben und wirken. Geben wir seinem Geist Raum, lassen wir uns wieder neu begeistern.

     So grüße ich Sie und Euch ganz herzlich und wünsche Ihnen und Euch die Gaben seines Geistes.

 

Ihr und Euer dankbarer

Philipp Irmer

 

 

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6. April 2005

Jahreshauptversammlung

 

Jahreshauptversammlung

35 Besucher konnten am 6. April 2005 im Jugendheim St. Antonius Gronau begrüßt werden, darunter auch Philipp Irmer. Er berichtete wieder zu Beginn der Versammlung begeistert von seiner Arbeit in Nordböhmen, aus Mariánské Radčice und seiner zweiten Pfarrstelle, dem Wallfahrtsort Krupka mit fünf Kirchen, ca. 25 km von M.R. entfernt. (Das Neueste erfahren wir ja auch immer aus seinen Briefen, wie weiter unten sein Pfingstbrief es zeigt.)

Unser Förderverein besteht inzwischen aus 105 Personen. Zu berichten aus diesem war vom Tagesbesuch der Senioren unserer Gemeinde im Juni 2004 in Mariánské Radčice, von den beiden Jugendfreizeiten dort im Sommer (von St. Antonius Gronau und der evgl. Gemeinde Gronau) und von vielen weiteren Besuchen kleiner Gruppen. Im Advent fand in Gronau ein Basar zugunsten von M.R. statt.

Die Finanzen unseres Vereins sehen folgendermaßen aus:

Stand per 16.04.2004                      8.771,66 €

 

Einnahmen:

Mitgliedsbeiträge                             7.521,00 €            

Spenden                                           47.771,12€                

Zinsen                                                      6,83 €                                        

Adventsbasar                                  1.919,92 €       

 

Gesamteinnahmen:                       57.218,87 €                

                                                                                   Stand per 22.03.2005             6.492,53 €

 

Ausgaben

Restaurierungsarbeiten in M.R.   59.450,00 €

Rücklastschriften                                  48,00 €

 

 

 

 

Gesamtausgaben:                           59.498,00 €

Die Kasse wurde am 22.03.2005 von G. Baring und B. Oeinck geprüft und für korrekt befunden. Darum beantragten sie die Entlastung des Vorstandes. Diesem Antrag wurde einstimmig stattgegeben mit besonderem Dank an H. Verst, der Kassiererin.

Ausgaben hatte Ph. Irmer ca. 90.000 € im vergangenen Jahr für Kirche und Pfarrhaus in M.R.,

und zwar für Maurer-, Schreiner- und Malerarbeiten, für Elektro-, Telefon- und Heizungsinstallation und Außenanlagen. Dabei konnten wir ihn also mit 59.450 € unterstützen. Allen, die dabei mitgeholfen haben, gilt unser und Ph. Irmers herzlicher Dank!

Satzungsgemäß standen Wahlen zum Vorstand an, da dieser seit zwei Jahren im Amt war.

Auf Vorschlag aus der Versammlung ist der gesamte Vorstand einstimmig wieder gewählt worden. Somit besteht dieser weiterhin aus folgenden Personen:

    Norbert Gellenbeck, Vorsitzender; Annette Droste, Schriftführerin; Hildegard Verst,     

    Kassiererin; Jürgen Biermann, Beisitzer und Petra Terlinde, Beisitzerin.

Für die nächste Kassenprüfung wurden gewählt: Bernd Oeinck und Eva Huke.

Mit dem Hinweis auf die Pfarrwallfahrt im kommenden September zum 725jährigen Jubiläum

von Mariánské Radčice und der Einladung aller nach dort durch Ph. Irmer endete die Versammlung. 

Norbert Gellenbeck

Vorsitzender

 

 

Mariánské Radčice

Zum l. September 2003 hat der ehemalige Kaplan der Antoniusgemeinde Philipp Irmer seine neue Stelle als Pfarradministrator im Marienwallfahrtsort Mariánské Radčice in Nordböhmen/Tschechien angetreten. Er ging somit in ein Missionsland, das noch geprägt ist von der kommunistischen Vergangenheit und der damaligen Kirchenverfolgung, so dass die ganzen Nachkriegsgenerationen fast ungetauft sind. Ein weites Feld für das Säen des Wortes Gottes. Philipp Irmer möchte vor allem die jungen Menschen erreichen, um ihnen durch die Botschaft Jesu zu erschließen, dass nicht allein westlicher Wohlstand den Sinn des Lebens ausmachen kann, sondern der Glaube an Jesus Christus ein Leben in Fülle ermöglicht. Sein Vorhaben formulierte er so: - Wiederherstellung der Pfarrseelsorge  -  Katechese für die vielen Kinder und Jugendlichen am Ort   - Veranstaltungen, die den Menschen den Zugang zum christ­lichen Glauben ermöglichen können - Wiederbelebung der Wallfahrt - Versöhnung zwischen Tschechen, Slowaken, Polen, Österreichern und Deutschen durch den gemeinsamen Glauben - Begegnung zwischen Jugendlichen dieser Nationen.

Es ist sicher sehr viel, wenn wir Mitchristen Philipp Irmer immer neu Gottes Segen für sein „großes Wagnis" erbitten und ihm unser Gebet versprochen haben; aber Gottes Segen kann sich in diesem Fall ganz konkret bemerkbar machen, indem wir ihn aktiv unterstützen. So muss für seine Arbeit das Pfarrhaus weiter renoviert und ausgebaut werden, um dort Räume einrichten zu können für die Katechese und Jugendarbeit, für Glaubenskurse und Jugendbegegnung. Auch steht die Restaurierung der Wallfahrtskirche an als geistliches Zentrum: als Ort der Stille, des Gebetes und der Begegnung mit Gott, als Ort der Begegnung zwischen glaubenden und suchenden Menschen.

Alles das kostet Geld, was vor Ort nicht aufge­bracht werden kann. Die kirchlichen Hilfswerke wie „Renovabis" und „Kirche in Not" bezuschussen keine baulichen Maßnahmen in Tschechien, wohl pastorale Projekte. Darum haben sich Christen aus Gronau und Bekannte von Ph. Irmer mit Zustimmung des PGR St. Antonius zu einem eingetragenen Verein zusammengeschlossen, der sich um finanzielle Mittel für dieses Projekt bemüht - also Spenden sammelt und aktiv Hand am Aufbau vor Ort anlegt. Alle, die das Projekt „Maria Ratschitz" in Nordböhmen unterstützen möchten und noch kein Mitglied im Freundes- und Förderkreis „Mariánské Radčice" e.V. in Gronau sind, können Vereinsmitglied werden oder dem Verein Spenden zu kommen lassen. Der Verein ist ins Vereinsregister beim Amtsgericht Gronau eingetragen und vom Finanzsamt Ahaus als gemeinnützig anerkannt worden, so dass Spendenquit­tungen ausgestellt werden können.

Antragsformulare für die Vereinsmitgliedschaft liegen in den Turmeingängen der Pfarrkirche aus, sind im Pfarrbüro, Mühlenmathe 19b zu bekommen oder herunterzuladen bei www.marianske-radcice.org. Der Vereinsbeitrag beträgt z.Zt. gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung 2,- € monatlich. Inzwischen sind bereits über 80 Personen Vereinsmitglieder.

Neues aus Maria Ratschitz in Nordböhmen ist jeweils auf dieser Seite zu erfahren.

Für den Freundes und Förderkreis „Mariánské Radčice" e.V.

Norbert Gellenbeck, Pfr. - Vositzender -  

              (Anschreiben bitte an: Pfarrer Norbert Gellenbeck

                                                  Dr. Selbert-Str.  33

                                                  48599 Gronau

 

Spendenkonten:"MarianskeRadcice"e.V.    

Volksbank Gronau-Ahaus, BLZ:40164024                                       Konto: 105 626 800

 Darlehnskasse Münster, BLZ: 40060265                                          Konto: 18 376 700

www.marianske-radcice.org

          



                    Wallfahrtskirche Marianske-Radcice                         Pfarrhaus Marianske Radcice

 

 

                                   

10. Oktober 2003

Unser bisheriger Kaplan Michael Philipp Irmer ist nach Tschechien versetzt. Daraufhin hat die Gemeinde einen                       Förderverein gegründet. Näheres finden Sie im folgenden Artikel:

"Marianske Radcice" e. V.

Zum 01. September d. J. hat unser ehemaliger Kaplan Philipp Irmer seine neue Stelle als Pfarradministrator im Marienwallfahrtsort Marianse Radcice in Nordböhmen/Tschechien angetreten. Er ging somit in ein Missionsland, das noch geprägt ist von der kommunistischen Vergangenheit und der damaligen Kirchenverfolgung, so dass die ganzen Nachkriegsgenerationen fast ungetauft sind. Ein weites Feld für das Säen des Wortes Gottes. Philipp Irmer möchte vor allem die jungen Menschen erreichen, um ihnen durch die Botschaft Jesu zu erschließen, dass nicht allein westlicher Wohlstand den Sinn des Lebens ausmachen kann, sondern der Glaube an Jesus Christus ein Leben in Fülle ermöglicht. 

Sein Vorhaben formulierte er so: Wiederherstellung der Pfarrseelsorge - Katechese für die vielen Kinder und Jugendlichen am Ort - Veranstaltungen, die den Menschen den Zugang zum christlichen Glauben ermöglichen können - Wiederbelebung der Wallfahrt - Versöhnung zwischen Tschechen, Slowaken, Polen, Österreichern und Deutschen durch den gemeinsamen Glauben - Begegnung zwischen Jugendlichen dieser Nationen. Es ist sicher sehr viel, wenn wir Mitchristen Philipp Irmer Gottes Segen für sein "großes Wagnis" erbitten und ihm unser Gebet versprochen haben; aber Gottes Segen kann kann sich in diesem Fall ganz konkret bemerkbar machen, indem wir ihn aktiv unterstützen. 

So muss für seine künftige Arbeit das Pfarrhaus weiter renoviert werden, um dort Räume einrichten zu können für die Katechese und Jugendarbeit, für Glaubenskurse und übernationale Jugendbegegnung. Auch steht die Restaurierung der Wallfahrtskirche an als geistliches Zentrum: als Ort der Stille, des Gebetes und der Begegnung mit Gott, als Ort der Begegnung zwischen glaubenden und suchenden Menschen. Alles das kostet Geld, was vor Ort nicht aufgebracht werden kann. Die kirchlichen Hilfswerke wie "Renovabis" und "Kirche in Not" bezuschussen keine baulichen Maßnahmen in Tschechien, wohl pastorale Projekte. Darum haben sich Mitglieder der Pfarrgemeinde mit Zustimmung des PGR zu einem eingetragenen Verein zusammengeschlossen, der sich um finanzielle Mittel für dieses Projekt bemüht - also Spenden sammelt und aktiv Hand am Aufbau vor Ort anlegt. Alle, die das Projekt "Maria Ratschitz" in Nordböhmen unterstützen möchten und noch kein Mitglied im Freundes- und Förderkreis "Marianske Radcice" e. V. in Gronau sind, können Vereinsmitglied werden oder dem Verein Spenden zukommen lassen. Der Verein ist ins Vereinsregister beim Amtsgericht Gronau eingetragen und vom Finanzamt Ahaus als gemeinnützig anerkannt worden, so dass Spendenquittungen ausgestellt werden können.

Nachdem bisher das Dach des Pfarrhauses in Marianske Radcice  erneuert worden ist, wozu unser Verein 7000 € aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden zugeschossen hat, steht die Erneuerung der Fenster und der Einbau einer Heizung an, da die Katechesestunden im Winter nicht mehr im Freien auf dem Kirchplatz oder in der Kirche, die auch keine Heizung besitzt, stattfinden können. Als dringendstes sind die Fenster erforderlich, da das Heizen bei kaputten, bzw. fehlenden Fenstern Unsinn wäre. Für den Einbau neuer Fenster liegt ein Angebot über 13000 € und ca. 2000 € Nebenkosten vor, wobei Kloster Osek das benötigte Holz (Eichenholz) zur Verfügung stellen wird. Für den Einbau einer Heizung im Pfarrhaus, das bisher nie eine zentrale Heizung besessen hat, ist zusätzlich ein Betrag von 25000 € erforderlich, Der Förderverein wird sofort auf Anforderung von Philipp Irmer ihm 5000 € aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden überweisen können. Die kirchlichen Hilfswerke wie "Renovabis" und "Kirche in Not" bezuschussen keine baulichen Maßnahmen in Tschechien, sondern nur pastorale Aufgaben. Es bleibt also ein großer Rest, der noch zusammengebracht werden muss. Darum die ganz herzliche Bitte um Mithilfe. Die Spendenkonten sind unten verzeichnet.

Antragsformulare für die Vereinsmitgliedschaft liegen in den Turmeingängen der Pfarrkirche aus oder sind im Pfarrbüro, Mühlenmathe 19b zu bekommen. Der Vereinsbeitrag beträgt z. Zt. gemäss Beschluss der Mitgliederversammlung mindestens 2,-- € monatlich. (Nach oben ist keine Grenze gesetzt.) Inzwischen sind bereits über 60 Personen Vereinsmitglieder.

Für den Freundes- und Förderkreis                                                    Spendenkonten:

"Marianske Radcice" e. V.                                                               "Marianske Radcice" e. V.

Norbert Gellenbeck, Pfarrer                                                              Volksbank Gronau-Ahaus, BLZ:40164024

Vorsitzender                                                                                      Konto: 105 626 800

                                                                                                         Darlehnskasse Münster, BLZ: 40060265

                                                                                                         Konto: 18 376 700